Bundesgartenschau 2021 in Erfurt Aufsichtsrat beerdigt Seilbahn-Idee

Der Aufsichtsrat der Bundesgartenschau Erfurt hat am Montag nun auch offiziell die Seilbahn-Idee beerdigt. Zur Buga 2021 soll es stattdessen eine durchgehende Straßenbahnlinie zwischen den drei Standorten egapark, Petersberg und Nordpark geben.

Für die Stadtbahn als spezielle Buga-Schnelllinie werden sechs zusätzliche Bahnen gebraucht. Die Stadt könne das nicht allein stemmen, dafür würden Fördermittel des öffentlichen Personen-Nahverkehrs vom Land gebraucht, erklärte Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Andreas Bausewein nach der Sitzung. Das Vorhaben muss zuvor im Stadtrat beschlossen werden. Das muss laut Buga-Aufsichtsrat noch bis 31. Dezember geschehen.

Eine Seilbahn fährt über ein Parkgelände zu einer Aussichtsplattform.
So etwa hätte es wohl ausgesehen: Seilbahn auf der Iga in Berlin Bildrechte: Jens Haentzschel

Die Buga-Linie soll 178 Tage fahren und auf die Öffnungszeiten der Gartenschau abgestimmt werden. Das Ticket zur Bundesgartenschau soll gleichzeitig als Fahrschein für die Sonderlinie gelten. Die Pläne einer Seilbahn zwischen egapark und Petersberg seien vor allem am Planungsrecht und dem Anteil des Ticketpreises am Buga-Ticket gescheitert, hieß es. Die Seilbahn wäre über viele Privatgrundstücke geschwebt, deren Eigentümer ihre Zustimmung hätten geben müssen. Vorteil der Seilbahn: Sie hätte in der Stunde mehrere tausend Besucher befördern können.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Zuletzt aktualisiert: 07. November 2017, 08:06 Uhr

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8 Kommentare

07.11.2017 14:36 HUKL 8

Eigentlich hätte nach der Seilbahnabsage der auch unter den Fußballfreunden bekannte reaktivierte Präsident und Insolvenzverwalter im bundesweit berühmt gewordenen „Busstreit von Gotha“, R. Rombach, auf die Idee kommen können, die in dieser Stadt monatelang parallel fahrenden Busse der Regionalen Verkehrsgemeinschaft Gotha (RVG) und des Vertragsunternehmens, Steinbrück, die im Laufe des von ihm geleiteten Verfahrens sensationell, statt der Aufklärung sogar beide pleite gegangen sind, auch in Erfurt anbieten müssen!

Die beiden „abgestürzten“ Ex-Partner könnten bei neu zu errichteten und auch danach zu nutzenden internen Streckenführungen wieder zu Freunden werden damit die erwartet große Anzahl der Ausstellungsbesucher glücklich zu stellen!

Das seit Jahren leerstehende imposante denkmalgeschützte Gebäude auf dem Petersberg bietet sich im unteren Bereich als Waschstraße für die modernen Busse geradezu an, mit einem anschließenden zentralen Halteplatz!

07.11.2017 14:30 Jenaer 7

Die Buga kann eine Stadt auf Dauer attraktiver machen. Das gelingt aber nur, wenn sie nachhaltig geplant wird, d.h. dass so viel wie möglich von dem, was für die Buga neu entsteht, auch danach, wenn der Besucheransturm vorbei ist, weiter sinnvoll genutzt wird. Hier sind kluge Ideen gefragt und keine Luftschlösser.

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