Erfurt Freiwillige Helfer üben Evakuierung von Weihnachtsmarkt

Standbetreiber und -mitarbeiter auf dem Erfurter Weihnachtsmarkt haben am Sonnabendmorgen das Evakuieren des Domplatzes geübt. Damit soll gewährleistet sein, dass die Räumung des Platzes in Gefahrensituationen auch funktioniert.

Zwei Männer stellen ein Absperrgitter neben dem Eingang zum Parkhaus Domplatz in Erfurt auf. Ein Polizist schaut zu.
Helfer stellen Absperrgitter am Zugang zur Tiefgarage am Domplatz auf. Bildrechte: MDR/Antje Kirsten

Teilnehmer der Übung waren 23 freiwillige Evakuierungshelfer. Sie stellten nach Ertönen des Codewortes "Eisblume168" aus den Lautsprechern binnen Minuten Absperrgitter auf, um den Zugang von Personen auf den Platz zu verhindern. Im Notfall sollen die Helfer gemeinsam mit der Polizei dafür sorgen, dass Besucher des Marktes zügig den Platz räumen, dabei nicht in Panik geraten, und das niemand den geräumten Platz betreten kann.

Diese Absperrmaßnahmen sind nach Angaben von Marktmeister Sven Kaestner auch für den Fall gedacht, dass der Weihnachtsmarkt überfüllt ist und keine weiteren Besucher mehr aufnehmen kann. Denn laut Zulassung dürfen sich nur maximal 19.000 Menschen gleichzeitig auf dem Domplatz aufhalten.

Ein Schild mit Informationen zum Evakuierungskonzept für den Erfurter Weihnachtsmarkt
Mit solchen Aufrufen werden die freiwilligen Helfer alarmiert. Bildrechte: MDR/Antje Kirsten

Der Erfurter Weihnachtsmarkt findet zum 168. Mal statt. Erst einmal in seiner Geschichte musste er geräumt werden: Im Jahr 2013 beim Sturmtief "Xaver". Die Evakuierungsübung am Sonnabend lief nach Angaben von Marktmeister Kaestner reibungslos. Alle Helfer seien schnell auf ihren Plätzen gewesen und hätten gewusst, was zu tun sei, sagte Kaestner MDR THÜRINGEN. Die Übung wurde vor der Öffnung des Markts am Sonnabend abgehalten.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Fazit | 01. Dezember 2018 | 18:20 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 01. Dezember 2018, 13:10 Uhr

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13 Kommentare

03.12.2018 11:36 martin 13

Bei manchen Kommentaren bleibt mir schlicht die Spucke weg. Da sind bis zu 19.000 Menschen auf dichtem Raum und mit teilweise engen (Flucht-) Wegen zusammengedrängt - und dann wird eine Evakuierungsübung gleich wieder ....

Natürlich birgt eine solche Zusammenballung von Menschen ein besonderes Risiko: Nennt sich "Panik". Wer kann denn ausschließen, dass es zu einem Brand oder einem größeren Unfall mit einem Fahrgeschäft kommt?

Wenn etwas skandalös wäre, dann eher, wenn es "früher" keine Evakuierungspläne gegeben hätte.

Und ja, ich fände es auch besser, wenn man die häßlichen Poller nicht benötigen würde - aber deshalb muss man nicht gleich alles in einen Topf werfen!

03.12.2018 08:41 Moritz Pöllmann 12

Schön, dass sich die Hutbürger hier gegen eine relativ normale Vorsichts- und Übungsmaßnahme einschießen. Eine Räumung des Weihnachtsmarktes? ISLAM!1!!!1!! Wahrscheinlich war Xavier Vorbote des IS.
Was sind eigentlich dann Feuerübungen? Vorbereitungen auf Molotowcocktails? Oder vielleicht doch eine lebensrettende Vorbereitung auf ein unwahrscheinlicher Weise eintretendes Unglück?

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