416.Verhandlungstag Wegen Krankheit Zschäpes NSU-Prozess erneut unterbrochen

Wegen Gesundheitsproblemen der Hauptangeklagten Beate Zschäpe ist der NSU Prozess in München am Mittwochnachmittag unterbrochen worden. Ursprünglich sollte am 416. Verhandlungstag mit den Plädoyers ihrer Verteidiger begonnen werden. Als der Vorsitzende Richter Manfred Götzl Zschäpes Verteidiger Hermann Borchert dazu aufforderte, hieß es, Zschäpe leide an Kopfschmerzen und Übelkeit. Nach ärztlicher Untersuchung teilte das Gericht mit, dass die Hauptverhandlung nicht fortgesetzt werden könne. Der Prozess soll am Donnerstagvormittag weiter gehen.

Nach dem Willen des Gerichts sollen die zwei Wahlverteidiger Zschäpes, dann ihre drei Alt-Anwälte ihre Plädoyers vorbringen. Die Bundesanwaltschaft fordert für Zschäpe lebenslange Haft und hat wegen besonders schwerer Schuld ihre anschließende Sicherheitsverwahrung beantragt. Die Anklage sieht es als erwiesen an, dass Zschäpe Mittäterin der zehn NSU-Morde, Sprengstoffanschläge und Banküberfälle ist.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 21. März 2018 | 20:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. März 2018, 14:48 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

13 Kommentare

22.03.2018 20:23 martin 13

@Agnostiker: Tja, aber was hat der von Ihnen behauptete Einfluss von Muttis Portemonnaie auf den EuGH mit dem NSU-Verfahren zu tun?

22.03.2018 20:13 martin 12

@walter: Mit Verlaub, glauben Sie wirklich, dass in einem Verfahren, in dem sich noch nicht einmal die Verteidiger von Frau Zschäpe untereinander einigen können, dass sich Richter, Bundesanwaltschaft, diverse Verteidiger und diverse Nebenkläger auf irgend etwas einigen könnten? Vielleicht auf das aktuelle Datum oder die aktuelle Uhrzeit.

Für eine Entscheidung - gerade in einem komplexen Verfahren - kommt es nicht so sehr auf einzelne Beweise an, sondern die Strafprozeßordnung gibt vor: "Über das Ergebnis der Beweisaufnahme entscheidet das Gericht nach seiner freien, aus dem Inbegriff der Hauptverhandlung geschöpften Überzeugung."

Einen Rechtsweg zum EuGH (der seinen Sitz in Luxemburg und nicht in Brüssel hat) sehe ich nicht. Markus Wolf wurde auch nicht von einem europäischen Gericht "freigesprochen", sondern das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat ein Strafurteil gegen Markus Wolf aufgehoben. Ein anderes Strafurteil gegen Markus Wolf ist rechtskräftig geworden.

Mehr aus der Region Erfurt - Arnstadt

Mehr aus Thüringen