Straßenverkehr Fahrschulen setzen auf Moped aus früherer DDR

Noch immer setzen ostdeutsche Fahrschulen auf Simson-Mopeds aus DDR-Produktion. Allein in Thüringen gibt es laut Landesverwaltungsamt 611 Fahrschulen, die Lehrgänge in Klasse A anbieten. Harry Bittner, Vorsitzender Thüringer Fahrlehrerverbandes sagte MDR THÜRINGEN, dass nach seiner Schätzung mindestens die Hälfte davon Simson-Mopeds zumindest als Alternative für ihre Fahrschüler anbieten.

Dafür gibt es zwei Gründe: Die Fahrschüler bekämen zum einen ein besseres Gefühl für das Moped, so der Verband. Im Gegensatz zu modernen Fahrzeugen muss es ohne Automatik auskommen.

Simson S50
Die DDR-Mopeds genießen längst Kultstatus. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Zum anderen steht im Einigungsvertrag, dass Kleinkrafträder aus der DDR bis zu 60 Kilometer in der Stunde fahren dürfen, wenn sie bis Februar 1992 erstmals in den Verkehr gebracht wurden. Sie sind damit den Kleinkrafträdern aus westlicher Produktion gleichgestellt, für die jedoch eine Höchstgeschwindigkeit von nur 45 km/h gilt.

Momentan läuft in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern noch ein Modellversuch, bei dem das Mindestalter für die Klasse AM von 16 auf 15 Jahre abgesenkt wurde. Vor allem Jugendliche in ländlichen Gegenden sollen damit mobiler werden. So dürfen die 15-Jährigen Inhaber der Fahrerlaubnis AM in diesen Bundesländern Kleinkrafträder, Mopeds und vierrädrigen Leichtfahrzeuge fahren.

Führerschein Klasse A Die Fahrerlaubnis der Klasse A umfasst alle in Deutschland gültigen Führerscheinklassen für Motorräder. Der Mopedführerschein heißt AM und kann ab 16 erworben werden.

Quelle: MDR THÜRINGEN

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Zuletzt aktualisiert: 15. August 2018, 13:50 Uhr

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