Jubiläum Landesverband feiert 30-jähriges Bestehen der Thüringer Linken

Prominente der Thüringer Linken zogen am Samstag eine überwiegend positive Bilanz der vergangenen 30 Jahre. Ministerpräsident Bodo Ramelow erinnerte unter anderem an die Arbeitskämpfe im Kaliwerk Bischofferode. Doch in die Erfolgsbilanz mischten sich vereinzelt auch kritische und nachdenkliche Stimmen. Der Thüringer Landesverband der Linken hatte zu seinem 30-jähriges Bestehen viele prominente Gäste geladen.

Bodo Ramelow auf der Feier zu 30 Jahre Linke
Ministerpräsident Ramelow spannte in seiner Rede einen weiten Bogen über 30 Jahre Linke in Thüringen. Bildrechte: MDR/Uli Sondermann-Becker

Die Thüringer LINKE-Landesvorsitzende Susanne Hennig-Wellsow hat sich erneut für eine Regierungsbeteiligung ihrer Partei auf Bundesebene ausgesprochen. Bei der Frage, ob die Linke die Fähigkeit und den Willen zum Regieren habe, gehe es langfristig um das politische Überleben ihrer Partei, sagte Hennig-Wellsow auf einem Festakt zum 30-jährigen Bestehen der Thüringer Linken in Erfurt. Hennig-Wellsow kandidiert auf dem Parteitag Ende Oktober in Erfurt für den Bundesvorsitz der Linken.

Bilanz aus 30 Jahren Linke in Thüringen

In Reden und auf einer Podiumsdiskussion zogen Prominente der Thüringer Linken am Samstag darüber hinaus eine überwiegend positive Bilanz der vergangenen 30 Jahre. Ministerpräsident Bodo Ramelow spannte einen Bogen von den schwachen Wahlergebnissen in den Jahren nach der deutschen Einheit über die Arbeitskämpfe im Kaliwerk Bischofferode bis hin zur Geburtsstunde der ersten rot-rot-grünen Koalition in einem deutschen Bundesland.

Auch kritische Stimmen waren zu hören

Doch in die Erfolgsbilanz mischten sich vereinzelt auch kritische und nachdenkliche Stimmen. So rief Gabi Zimmer - erste Vorsitzende nach der Wende und Europaabgeordnete - die Genossen auf, ihre Ressentiments gegen Europa endgültig abzustreifen. Und ihr Nachfolger Dieter Hausold mahnte angesichts von AFD-Wahlerfolgen in Städten wie Gera, die Linke müsse Regierungspartei und Anwältin der sozial Benachteiligten und Frustrierten zugleich sein.

Quelle: MDR THÜRINGEN/gh

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 26. September 2020 | 22:00 Uhr

8 Kommentare

Matthi vor 3 Wochen

Durch den Einigungsvertrag den die letzte DDR Regierung unterschrieben hat sind ja erst die Auswüchse und Ausverkauf des DDR Vermögens möglich geworden da hat sich schon mancher wesi mit CDU gesundgestoßen.

Kolo78 vor 4 Wochen

Eine Erfolgsgeschichte, die man durchaus bewundern kann ... oder wie ich, es einfach lässt! Hoffen wir auf mehr Intelligenz und Politik in der Partei und auf weniger roten Starrsinn... dann kann man bewundern! ;-)

MAENNLEiN-VON-DiESER-WELT vor 4 Wochen

Die Roten haben nix „verkauft“ ! Die Millionen der SED sind längst woanders...

Die Schwarzen haben alles Tafelsilber „VERSCHENKT“
- für n Appel un n Ei un ne Banane und die D-Mark
obendrauf im Bundestagswahlkampf der CDU-West....

Weil es „Volkes Wille“ der „Beitrittsgebietler“ war !? 🧐 🤨 🤔

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