Türkei, Ägypten, Ungarn und Bulgarien als Reiseziele Nach Germania-Pleite: Wieder mehr Flüge von Erfurt

Nach der Germania-Pleite hat der Flughafen Erfurt-Weimar weitere Flüge für die Sommersaison in sein Angebot aufgenommen. Wie Geschäftsführer Uwe Kotzan sagte, können Ägypten, Bulgarien, Ungarn und die Türkei wieder häufiger oder regelmäßig angeflogen werden. Noch keinen Ersatz gibt es nach seinen Worten für die Verbindungen nach Griechenland, auf die Kanarischen Inseln, nach Madeira oder Portugal.

Griechenland-Flüge von Erfurt waren sehr gefragt

Ein Airbus A320 der Charter-Fluggesellschaft Sundair
Die Airline Sundair hebt einmal in der Woche von Erfurt in Richtung Debrecen in Ungarn ab. Bildrechte: dpa

Vor allem beim Reiseziel Griechenland sei der Wegfall durch die Germania-Insolvenz schmerzlich, sagte Kotzan. Diese Flüge seien sehr gut gebucht gewesen. Neu am Himmel über Thüringen sind ab März die türkischen Airlines Corendon, Freebird und Pegasus. Sie sollen Urlauber nach Antalya und wieder nach Hause bringen. Diese Strecke bedienen weiterhin aber auch die türkischen Gesellschaften Onur Air und Tailwind. Für Flüge nach Hurghada konnte laut Kotzan FlyEgypt gewonnen werden: Deren Maschinen starten ab Frühjahr zweimal wöchentlich nach Ägypten. Die deutsche Airline Sundair hebt einmal in der Woche in Richtung Debrecen in Ungarn ab.

Bereits vor einigen Wochen war bekannt geworden, dass die Ryanair-Tochter Laudamotion wöchentlich Mallorca ansteuert. Und auch Burgas und Varna in Bulgarien werden weiterhin direkt angeflogen. Wie viel von der Lücke, die das Germania-Aus am Flughafen Erfurt-Weimar gerissen hat, mit den neuen Verträgen gefüllt wird, ist noch unklar. Auf Prozentzahlen möchte sich Geschäftsführer Kotzan nicht festlegen. Die Verhandlungen gehen nach seinen Worten weiter. Die neuen Verträge gelten nur für die laufende Saison. Momentan arbeite man auch schon am Sommerflugplan für das Jahr 2020.

Durch die Pleite von Germania hatte der Flughafen Erfurt-Weimar einen großen Teil seiner Ferienflug-Angebote verloren. Der Freistaat Thüringen hat seine finanzielle Untertsützung für den Airport daher zuletzt erhöht: Infrastruktur-Ministerin Birgit Keller (Linke) sagte MDR THÜRINGEN, dass in diesem Jahr insgesamt fünf Millionen Euro fließen sollen. Das sind zwei Millionen Euro mehr als für 2019 ursprünglich vorgesehen waren.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 14. März 2019 | 11:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. März 2019, 14:39 Uhr

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11 Kommentare

15.03.2019 10:47 Fieseler Storch 11

@ Nr. 8 --

Und wenn Sie jetzt noch erklären, wieso dieser Feldflugplatz trotz aller wunderbarer Aktivitäten, von denen Sie berichten, wirtschaftlich nicht überlebensfähig ist, stärkte das Ihre Argumentation enorm.

14.03.2019 21:35 martin 10

@9 theo: Doch: Alkersleben. Schon allein wegen der Flugplatzrennen :-)

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