Geplantes Danakil-Haus 800 Kakteen im Egapark Erfurt ziehen für Buga 2021 um

Knapp drei Jahre vor Beginn der Bundesgartenschau in Erfurt müssen hunderte Pflanzen aus dem Kakteenhaus im Erfurter Egapark ausziehen. Sie werden ab April 2021 in Deutschlands erstem Wüsten-Tropenhaus Danakil zu sehen sein. Vor dem Umzug bekommen viele der rund 800 eigenwilligen Schönheiten neue Töpfe. Auch tropische Pflanzen wie Kakao-Bäume sollen umziehen.

Eine Frau und ein Mann in grüner Arbeitskleidung der Gärtner im Egapark in Erfurt bereiten einen meterhohen, mit Holzbrettern und Luftpolsterfolie geschützten Kaktus für den Transport vor
Wenn meterhohe und mit Stacheln bewehrte Kakteen umziehen, ist Fingerspitzengefühl gefragt: Dicke Handschuhe, Holzbretter und Luftpolsterfolie sorgen dafür, dass sich die Mitarbeiter im Egapark nicht verletzen. Und dass die Pflanzen selbst keinen Schaden nehmen. Mit dem Ausgraben und Umsetzen haben die Gärtner bereits im April 2018 begonnen. Bildrechte: MDR/Antje Kirsten
Kleine Kakao-Frucht und Blüten an einem Baumstamm
Blüten und Früchte an einem Stamm: Der Kakao-Baum ist eine Besonderheit im Pflanzenreich. Schon jetzt werden seine Triebe vorsichtig gekürzt. Ein plötzlicher, tiefer Rückschnitt würde für den Baum mehr Stress bedeuten. Vor dem Umzug entfernen die Gärtner zunächst den Unterbewuchs. Danach soll der Wurzelballen vorsichtig herausgestochen und der Baum in einen Topf mit rund zwei Metern Durchmesser gesetzt werden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Eine Frau und ein Mann in grüner Arbeitskleidung der Gärtner im Egapark in Erfurt bereiten einen meterhohen, mit Holzbrettern und Luftpolsterfolie geschützten Kaktus für den Transport vor
Wenn meterhohe und mit Stacheln bewehrte Kakteen umziehen, ist Fingerspitzengefühl gefragt: Dicke Handschuhe, Holzbretter und Luftpolsterfolie sorgen dafür, dass sich die Mitarbeiter im Egapark nicht verletzen. Und dass die Pflanzen selbst keinen Schaden nehmen. Mit dem Ausgraben und Umsetzen haben die Gärtner bereits im April 2018 begonnen. Bildrechte: MDR/Antje Kirsten
Mehrere auch Schwiegermuttersitz genannte, runde, mit langen Stacheln bewehrte Kakteen in Töpfen stehen nebeneinander in einer Reihe auf Euro-Paletten aus Holz in einem Gewächshaus im Egapark in Erfurt
Für den Umzug wurde etwa die Hälfte der rund 800 Kakteen und Sukkulenten im Egapark umgetopft. Danach ziehen die meisten Pflanzen in ihr vorläufiges Quartier, ein Gewächshaus auf dem Egapark-Gelände. Ab Frühjahr 2019 erfolgt dann der Rückbau der alten Pflanzenschauhäuser. Bildrechte: MDR/Antje Kirsten
Ein Holzgerüst umgibt einen hohen Kaktus in einem Gewächshaus im Egapark in Erfurt
An Stelle des bisherigen Kakteenhauses soll ein neues Gewächshaus für die Überwinterung entstehen. Das Gebäude aus dem Jahr 1985 wird dafür abgerissen. Bildrechte: MDR/Antje Kirsten
Der abgesägte Stamm eines Säulenkaktus liegt neben eingetopften Kakteen im Egapark in Erfurt
Da blutet Kakteenfans das Herz: Manche Pflanzen müssen regelrecht zerlegt werden. Doch sie erwachen mit etwas Glück zu neuem Leben... Bildrechte: MDR/Antje Kirsten
Mehrere abgesägte Stämme von Säulenkakteen liegen nebeneinander in einer Reihe auf Styropor-Platten im Egapark in Erfurt
Angespitzt und am unteren Ende mit Holzkohle behandelt, werden die abgesägten Kakteen-Triebe als Stecklinge eingetopft. Dann können sie neue Wurzeln bilden und anwachsen. Bildrechte: MDR/Antje Kirsten
Eine Frau in grüner Arbeitskleidung sägt in einem Gewächshaus im Egapark in Erfurt mit dicken Handschuhen einen Trieb von einem Kaktus ab
Marianne Ehlers betreut das Kakteenhaus seit dem Jahr 1999. Ihre riesengroßen "Schützlinge" in der Mitte der Anlage bleiben bis zum Schluss und ziehen direkt ins Danakil-Haus um, wenn der Bau steht. So wird der Umzugsstress für die Pflanzen geringer gehalten. Ende 2019 sollen die ersten Kakteen im Danakil-Haus ihren Platz finden. Bildrechte: MDR/Antje Kirsten
Im Ega-Park jedenfalls soll bis 2021 ein Wüsten-Tropen-Klima-Haus gebaut werden - heute hat die Jury die drei Siegerentwürfe vorgestellt.
Das Danakil-Haus soll zwei Lebensräume unter einem Dach vereinen, die jeweils extreme Bedingungen für Pflanzen bedeuten: die karge Wüste mit Trockenheit und Hitze und den tropischen Regenwald mit schwüler Wärme. Bildrechte: MDR/Antje Kirsten
Meterhoher Papaya-Baum im Tropenhaus des Egapark in Erfurt
Die meterhohen Papaya-Pflanzen müssen nicht ausgegraben und in das neue Haus umgesetzt werden. Die tropische Pflanze wächst so schnell, dass die Gärtner im Egapark sie noch rechtzeitig durch Aussaat vermehren können. Einige Monate vor dem geplanten Einzug ins Danakil-Haus werden aus Papaya-Samen neue Pflanzen gezogen. Bildrechte: MDR/Patricia Geissler
Die MDR Wetter-Moderatorin Michaela Koschak steht mit einem Buch in den Armen im Tropenhaus des Egapark in Erfurt
Anders sieht es bei den Kakao-Bäumen aus. Bevor sie so groß werden wie dieses Exemplar im Egapark und Blüten und Früchte tragen, dauert es Jahre. Bildrechte: MDR/Patricia Geissler
Eine rot blühende Bromelie in einem Tropenhaus
Vergängliche Schönheit: Die Egapark-Mitarbeiter wollen so viele Pflanzen wie möglich aus den bisherigen Tropenhäusern mit in das Danakil-Haus hinübernehmen. Doch bei welchen Arten das gelingt, ist unklar. Bildrechte: MDR/Patricia Geissler
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 18. November 2018 | 08:30 Uhr

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