Demonstration in Erfurt
Verkleidete Teilnehmer der Demonstration in Erfurt-Marbach. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

7:30 Uhr morgens Erfurt: Demonstration in Marbach gegen geplante Moschee

Demonstration in Erfurt
Verkleidete Teilnehmer der Demonstration in Erfurt-Marbach. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Im Erfurter Stadtteil Marbach hat es eine Demonstration gegen die geplante Moschee gegeben. Rund 20 Teilnehmer zogen am frühen Sonntagmorgen durch die Straßen. Sie weckten mit einem Megaphon und lauten Rufen die Bewohner. Nach Informationen von MDR THÜRINGEN wurden Einwohner von den Kundgebungs-Teilnehmern beschimpft, sie würden sich nicht gegen die geplante Moschee wehren. Ein Einwohner schloss sich der Kundgebung an. Die Demonstranten waren vermummt und trugen arabisch anmutende Kleidung.

Demonstrationszug stoppte vor dem Haus von Astrid Rothe-Beinlich

Die Grünen-Landtagsabgeordnete und Erfurter Stadträtin Astrid Rothe-Beinlich berichtete, die Gruppe habe auch eine Kundgebung direkt vor ihrem Haus abgehalten. Eine verhüllte Rednerin habe angekündigt, dies sei erst der Anfang. Man werde wiederkommen. "Das war wirklich nicht schön", sagte Rothe-Beinlich. Sie verstehe das als Drohung.

Die Landeseinsatzzentrale der Thüringer Polizei bestätigte, dass die Versammlung von der Stadt Erfurt zwischen 7 und 9 Uhr genehmigt worden ist. Auch die Maskierung sei dabei als Kundgebungsmittel zugelassen gewesen.

Gegen den Bau im Norden Erfurts hatte es seit Bekanntwerden der Baupläne im Mai 2016 immer wieder Auseinandersetzungen gegeben. So wurden auf dem vorgesehenen Grundstück Teile von Tierkadavern abgelegt. In unmittelbarer Nähe errichtete eine Gruppe mit dem Namen "Bürger für Erfurt" gemeinsam mit dem Verein "Ein Prozent" mehrere überdimensionale Holzkreuze.

Die Moschee der Ahmadiyya-Gemeinde wäre der erste Moschee-Neubau in Thüringen. Er ist von der Stadt Erfurt nur unter Auflagen genehmigt worden. Dazu zähle, dass die komplette Dachfläche begrünt werden soll. Außerdem muss die Gemeinde das Gelände umzäunen und Grünanlagen anlegen. Das Zierminarett soll keine Lautsprecher und einen Durchmesser von dreieinhalb Metern haben.

Quelle: MDR THÜRINGEN

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 02. September 2018 | 10:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 02. September 2018, 16:45 Uhr

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135 Kommentare

04.09.2018 14:08 Herby 135

Hier wird wieder massenhaft versucht, das Thema hinweg zu diskutieren.
Es geht um den Bau einer Moschee -
Da sich in Erfurt nur wenige Leute dagegen aussprechen, bleibe ich dabei, denkt voraus:

Es werden noch sehr viele Muslime nach Erfurt kommen und hier wohnen.

Baut gleich eine Moschee für mindestens 100000 Gläubige.

Oder baut eine ganz ganz große auf dem Ega-Gelände für 50000 Menschen.

Dies hätte den Vorteil, dass Erfurt international bekannter wird und damit baut Erfurt
seine Überregionalität aus.

Deutschland wird ohnehin muslimisch, da sich fast kaum jemand dagegen wehrt.

Also macht Nägel mit Köpfen und Köpfchen!

04.09.2018 09:54 winfried zu MDR-Bemerkung bei (129) 134

Der Kommentator "beklagt", dass islamische Kinderehen in DE möglich sind.
Die MDR-Bemerkung stellt das zunächst Abrede, mit der Formulierung
"Kinderehen sind in Deutschland nicht rechtens und werden nicht geduldet."
um dies 3 Sätze später zu relativieren, mit der Formulierung
"War einer der beiden Ehepartner zum Zeitpunkt der Eheschließung zwischen 16 und 18 Jahre alt, ... soll ... diese durch richterliche Entscheidung aufgehoben werden.".

Meiner Ansicht nach handelt es sich dabei entweder um eine versehentlich "unglückliche" Formulierung, sollte eigentlich lauten ...
... "wird diese durch richterliche Entscheidung aufgehoben."
oder
eine bewusst verwendete Wortwahl mit dem Ziel - Erfüllung des "Bildungsauftrages".

MDR THÜRINGEN:
"Eine Ehe, die unter Verstoß der neuen Ehemündigkeitsbestimmung im Alter zwischen 16 und 18 Jahren geschlossen wurde, soll künftig in der Regel durch richterliche Entscheidung aufgehoben werden."

Zu finden auf den Seiten der Bundesregierung. Aber wir helfen ja gern (Stichwort Bildungsauftrag).

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