George Floyd "Rassismus tötet": Abgeordnete protestieren in Landtagssitzung

Abgeordnete von Linke, SPD und Grünen haben im Thüringer Landtag mit bedruckten T-Shirts gegen Rassismus protestiert und des getöteten Afroamerikaners George Floyd gedacht. Statt sich nach der Eröffnung der Sondersitzung am Freitag hinzusetzen, blieben die Politiker stehen - viele von ihnen trugen dabei schwarze T-Shirts, auf denen der Schriftzug "Rassismus tötet" gedruckt war. Einige trugen zusätzlich eine schwarze Maske mit dem gleichen Aufdruck, andere wie Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) trugen nur die Maske.

Abgeordnete tragen zu Beginn der Sondersitzung des Thüringer Landtags zum Corona-Hilfspaket schwarze T-Shirts mit dem Aufdruck «Rassismus tötet».
Protest im Ausweichplenum Arena: Abgeordnete von Rot-Rot-Grün haben in der Sitzung des Landtages Position gegen Rassismus bezogen. Bildrechte: dpa

Nach wenigen Minuten begann dann aber die Sitzung. Der Thüringer Landtag sollte am Freitag über ein Hilfspaket entscheiden, mit dem die Folgen der Corona-Krise abgemildert werden sollen.

Proteste nach Tod von George Floyd in USA

Nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd während eines Polizeieinsatzes gehen seit Tagen in den USA Tausende Menschen auf die Straßen, um für ein Ende von Polizeigewalt, Rassismus und Ungleichheit zu demonstrieren. Auch in Deutschland gibt es Proteste.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dpa,maf

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 05. Juni 2020 | 19:00 Uhr

91 Kommentare

DER Beobachter vor 3 Wochen

Mattotaupa, man fragt sich in der Tat, ob in Berlin bewusst eskaliert wurde, zumal nach NRW nun auch Thüringenund Bayern die Amtshilfe für die Berliner Polizei fortan infrage stellt. Sollten hier Fakten für die Rücknahme des Antidiskriminierungsgesetzes geschaffen werden? Die Vorgänge passen nicht recht zu den üblichen Berliner Krawallen, die es so exzessiv ja ohnehin schon länger nicht mehr so gibt. Und dieses sicher nachzujustierende Gesetzes bedürfte es gar nicht erst, wenn Art.1 GG eingehalten würde...

DER Beobachter vor 3 Wochen

Ich in auch verwundert, dass die gestern seit langem so exzessiv gepfeffert haben. Man ist wegen zuvieler gegenseitiger Verletzungen eigentlich davon weggekommen...

Erichs Rache vor 3 Wochen

@elisa K

Sie haben es mit Ihrem Satz "Diese Demonstration fand ja nicht auf der Straße statt, sondern im Landtag, wo Landesgesetze beschlossen werden und nachhaltig wirksame Maßnahmen gegen Rassismus eingeleitet werden können. " VOLL ERFASST!

Ebenso mit Ihrer Erkenntnis "In diesem Ort der Legislative ziehen die Abgeordneten Statement-Shirts an und holen die Presse dazu. Das ist grandios daneben."

Es liegt DAHER jetzt an IHNEN, liebe @elisa K,
diesen "Ort der Legislative" mit dem Ihnen zustehenden PETITIONSRECHT zu überhäufen (sic), damit "nachhaltig wirksame Maßnahmen gegen Rassismus eingeleitet werden können."!!!

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