Vortragsreihe zu Politik, Medien und Öffentlichkeit MDR-Intendantin Wille für mehr Transparenz und Bürgernähe

MDR-Intendantin Karola Wille an Rednerpult im Landtag
MDR-Intendantin Karola Wille: "Digitale Zeitenwende - Perspektive des öffentlich-rechtlichen Mediensystems" Bildrechte: MDR/Peter Sommer

MDR-Intendantin Karola Wille fordert von Journalisten mehr Transparenz und Bürgernähe. Den Lesern und Hörern müsse begreifbar gemacht werden, wie Themen recherchiert und journalistisch aufbereitet würden und welche Qualitätskriterien in den Redaktionen gelten. Die Zeiten des "Wir senden - Ihr empfangt" seien in Zeiten von Internet und Social Media endgültig vorbei, sagte Wille auf einer Veranstaltung von Zeitungsgruppe Thüringen, Uni Erfurt und Thüringer Landtag am Donnerstagabend in Erfurt.

Wille hielt einen Vortrag unter dem Titel "Digitale Zeitenwende - Perspektive des Öffentlich-Rechtlichen Mediensystems". Gerade in Zeiten von Fake News und algorithmengesteuerten Informationen seien öffentlich-rechtliche Medien ein wichtiges Gegengewicht. Sie präsentierten Fakten, gäben Orientierung und regten gesellschaftliche Debatten an. Die öffentlich-rechtlichen Medien stellten sich den Herausforderungen der Digitalisierung, sagte Wille. Sie verwies dabei unter anderem auf die gemeinsame Mediathek der ARD-Fernsehsender und die deutlich ausgeweiteten Online- und Social Media-Angebote des MDR. Er wolle dabei in diesem Jahr noch mehr das Gespräch mit den Mediennutzern fördern, eine Plattform für Debatten bieten und sein journalistisches Arbeiten noch transparenter machen.

Quelle: MDR THÜRINGEN

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 11. Januar 2019 | 05:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. Januar 2019, 07:40 Uhr

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5 Kommentare

12.01.2019 09:20 part 5

Der Ruf nach einer Erhöhung der Rundfunkgebühr ist auch hier nicht übersehbar, bei statistischen Entgelden bei den ÖR in Höhe von 9400 € monatlich. Im Eigenlob auf die Mediatheken zu verweisen, die letztendlich auf einen Vorrat von einem Monat Sendekapazität abgespeckt wurden in den letzten Jahren, finde ich doch höchst bedenklich nach dem Motto: was juckt mich mein Bericht von Gestern. Die langen Ladezeiten beim Onlineauftritt des MDR seit kurzem lassen ebenfalls wenig Herausforderung bei der Digitalisierung erkennen. Im Gegensatzt zur privatwirtschaftlichen Zeitungsgruppe Thüringen darf man wenigstens noch einen Bruchteil der offiziellen Berichtersattung des MDR kommentieren, die doch sehr an einen parteigesteuerten Staatsrundfunk erinnert.

11.01.2019 22:22 Keine Kritik... 4

an Ihrer Wendehals-Queen in der Chefetage zugelassen? - brav, so gehört sichs auch für Journalisten, die in Dunkel(blau)deutschl. Karriere machen wollen...

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