Erfurt Messe-Umsatz steigt auf über zehn Millionen Euro

Mit 10,5 Millionen Euro Umsatz war 2018 eines der erfolgreichsten Erfurter Messejahre. Nach 20 Jahren sind aber auch Investitionen nötig. Neue Sicherheitstechnik, Stühle und Parkplätze stehen 2019 auf dem Plan.

Die Messe Erfurt blickt nach eigenen Angaben auf ein Rekordjahr zurück. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, liegt der erwartete Umsatz für das Jahr 2018 bei 10,5 Millionen Euro. Das sei ein Plus von 12 Prozent gegenüber dem ebenfalls geraden Messejahr 2016. Insgesamt seien zu den 223 Messen, Konzerten und Kongressen im vergangenen Jahr rund 648.000 Besucher gekommen.

Das Jahr 2018 war ein Jahr der Jubiläen für die Messe Erfurt. Zum 20. Mal feierte die Messe "Reiten-Jagen-Fischen" mit 26.500 Besuchern. Außerdem gab es das zehnte Jubiläum der Grünen Tage mit über 30.000 Besuchern sowie 15 Jahre der internationalen Messe Rapid.Tech+Fab.Con 3.D, welche als eine der führenden deutschen Messen für generative Fertigung gilt. Für ausverkaufte Konzerte sorgten Peter Maffay & Band, Santiano, Mario Barth, Andreas Gabalier, Slayer und Clueso. Am stärksten gewachsen sei das Kongress- und Tagungsgeschäft, so Geschäftsführer Michael Kynast.

"ICE-Knoten stärkt Standort"

ICE in Erfurt
ICE in Erfurt Bildrechte: IMAGO

Der Umsatz ist in diesem Segment um mehr als 90 Prozent auf über zwei Millionen Euro gestiegen. Besonders im vierten Quartal 2018 fanden umsatzstarke Kongresse und Tagungen statt wie der Deutsche Straßen- und Verkehrskongress, der Deutsche Ärztetag und die Verleihung des Deutschen Umweltpreises mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Außerdem mache sich der neue ICE-Knoten in Erfurt bemerkbar, sagte Valentina Kerst, Aufsichtsratsvorsitzende der Messe GmbH und Staatssekretärin im Thüringer Wirtschaftsministerium. Der Messestandort Erfurt sei so in der Mitte Deutschlands noch attraktiver geworden.

Ausruhen wolle man sich auf den Zahlen aber nicht, so Kynast. Inzwischen merke man der Messe ihre 20 Jahre auch an, sagte er auf der Bilanz-Pressekonferenz in Erfurt. Deshalb werden 2019 drei Millionen Euro investiert unter anderem in Sicherheitstechnik, die Kühlung und neue Stühle. Außerdem werden die Parkplätze hinter den Messegebäuden ausgebaut. Zudem solle die Park-Infrastruktur modernisiert werden. Auch in den Folgejahren sind Millioneninvestitionen geplant.

Zwei neue Messen 2019

Synchronsprecherin Lara Trautmann sitzt an einem Computer
Die Spiele- und Comicmesse MAG-Con lockte im Oktober 2018 10.000 Besucher an. Bildrechte: dpa

Im Jahr 2019 ist der Messekalender gut gefüllt. Mit der FORST³ und der EAST.19 wird es in diesem Jahr zwei neue Messen geben. Die Rapid.Tech+Fab.Con 3.D soll weiterentwickelt werden. Das Profil dieser Messe soll mit den Säulen "Networking, Messe und Kongress" gestärkt werden. Außerdem gibt es Überlegungen, die MAG, die neue Gaming-Convention, mit dieser Messe zu verknüpfen. Ziel ist es, auch jüngeres Publikum anzulocken. Das Segment Kongresse und Tagungen soll ausgebaut werden.

Geplant ist auch der Bau eines Messehotels. Am 25. Januar 2019 endet die Ausschreibung dafür. Laut Michael Kynast, Geschäftsführer der Messe GmbH, reicht dieses Hotel aber nicht aus. Es müssten weitere Hotels in Erfurt entstehen, damit bis zu 2.000 Kongressteilnehmer auch in der Stadt übernachten könnten. Sonst würden sich Veranstalter für andere Messestandorte entscheiden, so Kynast. Außerdem wünschen sich die Messebetreiber eine bessere Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr.

Korrektur In einer ersten Fassung des Artikels hatten wir den Vornamen des Messe-Geschäftsführers mit Wolfgang angegeben. Er heißt jedoch Michael Kynast. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Fazit | 23. Januar 2019 | 18:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. Januar 2019, 20:33 Uhr

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2 Kommentare

25.01.2019 16:20 Rumsdibums 2

Die Parkgebühren die bei einem Messebesuch mit dem Auto anfallen, haben mich schon davon abgehalten die eine oder andere Veranstaltung zu besuchen.

24.01.2019 09:17 Max Mütze 1

Eine Meldung wie zu DDR-Zeiten:
Toller Umsatz!
Aber das die Erfurter Messe immer noch keinen Gewinn macht, sondern von Steuergeldern subventioniert werden muß (genauso wie der Erfurter Flughafen) wird dem gemeinen Volk vorenthalten.
Wollen oder dürfen Journalisten nicht ganzheitlich berichten?

MDR THÜRINGEN:
Hallo Max Mütze,
können Sie Ihre Behauptung, dass die Erfurter Messe von Steuergeldern subventioniert wird, belegen?

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