Verfahrensfehler Weimar: Missbrauchs-Prozess gegen Turntrainer wird neu aufgerollt

Der Missbrauchs-Prozess gegen einen früheren Trainer in einem Weimarer Sportverein muss neu aufgerollt werden. Ihm wird jahrelanger sexueller Missbrauch junger Turnerinnen vorgewofen. Der Bundesgerichtshof hob das im September 2018 vom Landgericht Erfurt gesprochene Urteil in weiten Teilen auf - unter anderem wegen verfahrensrechtlicher Fehler.

Ein Mann sitzt auf einer Anklagebank im Landgericht Erfurt
Der angeklagte Trainer 2018 bei seinem Prozess vor dem Erfurter Landgericht. (Archivbild) Bildrechte: MDR/Kathleen Sturm/Wichmann TV

Wie ein Gerichtssprecher am Dienstag weiter mitteilte, muss daher nun vor einer anderen Jugendschutzkammer neu verhandelt werden. Damit war die Revision des Angeklagten erfolgreich.

Urteil wegen mehrfachen sexuellen Missbrauchs

Der Mann war zu einer Haftstrafe von drei Jahren und acht Monaten verurteilt worden. Das Gericht sprach den einstigen Übungsleiter 2018 in 82 Fällen des Missbrauchs von Turnerinnen für schuldig. Die Feststellungen des Gerichts in 62 Fällen wurden nun vom Bundesgerichtshof beanstandet.

Quelle: MDR THÜRINGEN/ls

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 09. Juni 2020 | 18:30 Uhr

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