Streit um Waldwege Kompromiss für Mountainbike-Strecken im Erfurter Steiger in Sicht

Die Stadt Erfurt will bei der Suche nach einer geeigneten Cross-Fläche für Mountainbiker vermitteln. Die Biker wollen nach der Entstehung einer legalen Strecke auf die Nutzung von Stecken im Steigerwald verzichten.

Sportlicher Senior fährt mit dem Mountainbike durch einen Wald
Vor zwei Wochen hatte die Stadtverwaltung angekündigt, illegale Mountainbike-Strecken im Steiger zurückzubauen. Bildrechte: colourbox.com

Im Streit um zerfahrene Wege und illegal angelegte Crossstrecken im Steigerwald sind Mountainbiker, die Stadt Erfurt und die Landesforstverwaltung aufeinander zugegangen. Die Stadt werde bei der Suche nach geeigneten Cross-Flächen vermitteln, sagte Jens Düring vom Referat Naturschutz/Landschaftspflege.

Die Hobbysportler wollen laut eigener Aussage auf illegale Trails verzichten, wenn es eine legale Strecke gibt. Auch ein neuer Verein ist angedacht, um eventuelle Haftungsfragen klären zu können. Für Anfang September sind weitere Gespräche geplant. Das Treffen war kurzfristig anberaumt worden.

Rückbau der illegalen Strecken in Erfurt

Vor zwei Wochen hatte die Stadtverwaltung angekündigt, illegale Mountainbike-Strecken im Steiger zurückzubauen - und sofort damit begonnen. Das hatte zu Unmut in der Sportlerszene geführt. Aus Naturschutzsicht sind die Mountainbike-Fahrten abseits der befestigten und geeigneten Wege verboten, wie Düring betont. Zudem seien sie gefährlich für Spaziergänger, Jogger und andere Radfahrer.

Die größten Flächen im Steigerwald gehören der Landesforstverwaltung, weitere der Stadt Erfurt. Das Forstamt Erfurt-Willrode pflegt und verwaltet das Areal.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jn

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 15. Juli 2020 | 13:30 Uhr

1 Kommentar

part vor 2 Wochen

Die Straße ist keine Sportstätte, es sei denn, sie wird behördlich für einen gewissen Zeitraum dafür ausgewiesen. Trotzdem machen ganze Sportvereine oder Einzelpersonen, was sie möchten ohne sich an die StVO hälten zu müssen und ohne Steuern zu bezahlen. Im Gelände setzt sich dieser Trend der vermeintlichen sportlichen Betätigung fort, wo die Natur geschädigt wird durch Einzelne, die Ihr Ego hrausputzen möchten, wenn möglich noch in Werbe- Bekleidung auf Basis von Plastik- Gewebefasern. Das hat die Natur einfach nicht verdient. Dafür gibt es bestimmt Sondernutzungsflächen wie Abraumhalden oder so?

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