Eine Woche stillgelegt Nach Hackerangriff: Produktion im Erfurter X-Fab startet wieder

Der Erfurter Halbleiter-Hersteller X-Fab beginnt wieder mit der Fertigung. Wegen eines Hackerangriffs war die Produktion an allen Standorten gestoppt worden. Als erster sei der Betrieb im französischen Corbeil-Essonnes nahe Paris wieder hochgefahren worden, sagte eine Sprecherin MDR THÜRINGEN. Die anderen würden im Laufe der nächsten sieben Tage folgen.

X-Fab hatte am 5. Juli die Produktion gestoppt, nachdem Hacker einen Erpressungsversuch mit der sogenannten Schadsoftware "MAZE" gestartet hatten. Nach Angaben der Firmensprecherin soll der Angriff auf das Geschäft von X-Fab keinen großen Einfluss gehabt haben. Das Unternehmen habe wegen Auftragsmangels ohnehin die Fabriken für zwei Wochen herunterfahren wollen. Dies sei einfach vorgezogen worden.

Ein Mann benutzt die beleuchtete Tastatur eines Notebooks
Knapp eine Woche war das Erfurter X-Fab-Werk wegen einer Cyber-Attacke stillgelegt (Symbolfoto). Bildrechte: dpa

Investitionen in IT-Sicherheit geplant

In Erfurt waren fast 750 Mitarbeiter nicht mehr arbeitsfähig. Von der Attacke waren sowohl sämtliche Dienst-E-Mails als auch die Wafer-Fertigung betroffen. Wafer sind dünne Scheiben, auf denen Mikrochips hergestellt werden. X-Fab kündigte zusätzliche Investitionen in die eigene IT-Sicherheit an. Das Unternehmen war eigenen Angaben zufolge das erste Mal Opfer einer solchen Attacke geworden.

Die börsennotierte X-Fab-Gruppe verfügt in Deutschland über Werke in Erfurt, Dresden und Itzehoe. Weitere Produktionsstätten befinden sich in den USA, in Malaysia und Frankreich. Der Konzern beschäftigt weltweit rund 4.000 Mitarbeiter.

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Quelle: MDR THÜRINGEN/jml

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Die Nachrichten | 13. Juli 2020 | 11:00 Uhr

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