Öffentlicher Nahverkehr Schweizer Hersteller Stadler baut neue Straßenbahnen für Erfurt

Der Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler Rail baut 14 neue Straßenbahnen für Erfurt. Wie der Nahverkehrsbetrieb EVAG am Montag mitteilte, soll der erste Zug des Typs "Tramlink" von Ende 2020 an in Erfurt verkehren. Gebaut würden die 42-Meter-Straßenbahnen von zwei Stadler-Tochtergesellschaften, Stadler Pankow in Berlin und Stadler Valencia S.A.U. in Spanien. Jede der neuen Bahnen soll 248 Fahrgäste befördern können, 102 davon auf Sitzplätzen. Die neuen Bahnen kosten insgesamt 56 Millionen Euro, 26 Millionen davon schießen die Europäische Union und das Land zu.

Straßenbahn vom Typ "Tramlink" des Herstellers Stadler Rail - hier im Einsatz in Gmunden in Österreich.
Straßenbahn vom Typ "Tramlink" des Herstellers Stadler Rail - hier im Einsatz in Gmunden in Österreich. Bildrechte: Stadler Rail

Die EVAG begründet die Investition zum einem mit dem Anstieg der Fahrgastzahlen in den Bussen und Bahnen in Erfurt. In den vergangenen sieben Jahren sei die Zahl um sieben Prozent von 49 auf 52 Millionen gewachsen. Bis 2025 werde ein Anstieg um weitere zehn Prozent erwartet. Zum anderen kämen die Niederflur-Straßenbahnen in Erfurt in die Jahre: Einige seien schon über 20 Jahre alt. Die durchschnittliche Lebensdauer einer Straßenbahn betrage rund 30 Jahre.

Quelle: MDR THÜRINGEN

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 01. Oktober 2018 | 12:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 01. Oktober 2018, 14:49 Uhr

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11 Kommentare

03.10.2018 01:34 Wanderfreund 11

Wie immer für Erfurt gilt: Nobel geht die Welt zu Grunde! Die Schweizer Bahn sieht super aus, ist für unsere "Wintersportregion besonders wintertauglich und sollte lange halten". Vielleicht wäre eine Strecke nach Oberhof zum Biathlon für die Erfurter möglich, denn der Bahnhof ist ja dort zu. Aber wie üblich wird die neue Bahn nicht so lange halten wie in der schönen Schweiz, denn dort werden die Verkehrsmittel nicht so oft ausgemustert wie im Osten. Dort fährt man gern genügsam mit älteren Bahnen und sehr gerne Postbus. Die bekommen keine MioFörderEuros.

02.10.2018 22:37 Part 10

@ Quantix, danke für Ihre Ausführungen, doch leider ist der ÖPNV in Erfurt nicht thüringenweit vetreten oder über den Horizont hinaus. Die grüne Welle habe ich zuletzt in Erfurt am 7. Oktober erlebt, ganz kurz nach der Wende, später nicht mehr in Abwesenheit eines funktionierenden Verkehrsleitsystems. Heute dagegen kann es schon mal vorkommen das die Transponder des ÖPNV für länger als 5 Minuten ein Fehlsignal senden und den Verkehr mehr als ortüblich behindern. Der Verantwortliche Dezernatsleiter + Stadtrat und OB wissen davon entweder nichts oder es wird negiert. Zudem haben wissenschaftliche Studien ergeben das mehr Eigenverantwortung im Straßenverkehr die Unfallgefahr senkt, in Erfurt hat man dagegen an jedem Gleisübergang eine zusätzliche Ampel, die weitere Kosten im Stadtsäckel verursacht. Nichts gegen ÖPNV, doch so geht es nicht weiter, währen in anderen Metropolen schon Staus entstehen wenn sich 52- spurige Fahrbahen auf 23 verengen, Wachstunssteigerung + Infrastruktur?

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