Erfurt Bischof Neymeyr wünscht sich flexiblen Umgang mit Zölibat

In der Diskussion um die Ehelosigkeit von katholischen Priestern regt Erfurts Bischof Ulrich Neymeyr einen flexibleren Umgang an. Der Zölibat sei kein unabänderliches Kirchengesetz, sagte Neymeyr.

Bischof Ulrich Neymeyr
Der Erfurter Bischof Ulrich Neymeyr Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Er halte es zwar für sinnvoll, diese Lebenshaltung mit dem Priestertum zu verbinden. Es sei aber keine wesensmäßige Verbindung, so Neymeyr. Er würde sich über die Möglichkeit freuen, verheiratete pastorale Mitarbeiter zum Priester weihen zu dürfen. In Ausnahmefällen gebe es bereits verheiratete katholische Priester, so der Erfurter Bischof.

Die Disukssion um den Zölibat ist neu entfacht, seit der emeritierte Papst Benedikt XVI. in einem Beitrag vor einer Priesterweihe für Verheiratete gewarnt hat.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 19. Januar 2020 | 12:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. Januar 2020, 12:24 Uhr

1 Kommentar

martin vor 4 Wochen

So erfreulich die verhältnismäßig "moderne" Äußerung dieses Bischofs ist - der emeritierte römisch-katholische Papst vertritt eine andere Meinung. Aber die Welt dreht sich weiter und der kath. Kirche laufen die sog. Schäfchen weiterhin weg - selbst wenn nun doch einzelne männliche kirchliche Mitarbeiter doch zur Priesterweihe zugelassen werden sollten.

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