Die Eisenacher Straße in Erfurt-Hochheim, die von der Kreuzung an Gothaer Straße heißt. Auf dem baumbestandenen Gelände rechts hinten will die Stadt hunderte Parkplätze errichten.
Die Eisenacher Straße in Erfurt-Hochheim, die von der Kreuzung an Gothaer Straße heißt. Auf dem baumbestandenen Gelände rechts hinten will die Stadt hunderte Parkplätze errichten. Bildrechte: MDR/Samuel Helsper

100 Seiten Einwände Anwohner wehren sich gegen neue Parkplätze in Erfurt

Die Eisenacher Straße in Erfurt-Hochheim, die von der Kreuzung an Gothaer Straße heißt. Auf dem baumbestandenen Gelände rechts hinten will die Stadt hunderte Parkplätze errichten.
Die Eisenacher Straße in Erfurt-Hochheim, die von der Kreuzung an Gothaer Straße heißt. Auf dem baumbestandenen Gelände rechts hinten will die Stadt hunderte Parkplätze errichten. Bildrechte: MDR/Samuel Helsper

In Erfurt wehren sich Anwohner gegen geplante Parkplätze nahe der Messe. Bewohner von Hochheim, Schmira und des Viertels Im Gebreite beklagten am Donnerstag auf einer Informationsveranstaltung einen steigenden Lärmpegel, eine Belastung durch Abgase und einen Wertverlust ihrer Grundstücke. Die Initiatoren des Protestes kritisieren auch, dass sie auf rund 100 Seiten Gegenargumente und Veränderungsvorschläge eingereicht haben. Es sei in die Pläne davon aber kaum etwas eingeflossen.

Die Stadt Erfurt will bis zur Bundesgartenschau 2021 auf einem unbebauten Grundstück an der Straßenbahn-Endhaltestelle in der Gothaer Straße westlich der Messehallen einen P&R-Parkplatz für 376 Autos und 51 Busse sowie einen Caravan-Parkplatz bauen. Wegen der Flächen-Versiegelung soll zudem auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Regenrückhaltebecken entstehen.

Karte: Geplante Parkplätze an der Gothaer Straße in Erfurt (hellorange schraffiert) und ein Regenrückhaltebecken auf der anderen Straßenseite (gelb).
Karte: Geplante Parkplätze an der Gothaer Straße in Erfurt (hellorange schraffiert) und ein Regenrückhaltebecken auf der anderen Straßenseite (gelb). Bildrechte: Stadtverwaltung Erfurt

Achim Kintzel, der Erfurter Abteilungsleiter für Verkehrsplanung, sagte auf der Versammlung, Erfurt könne wegen der Bundesgartenschau 2021 auf Fördermittel zurückgreifen, um den Verkehr auf der Gothaer Straße besser zu steuern. Täglich rollten über die Einfahrtsstraße in die Stadt bis zu 10.000 Fahrzeuge. Neben den Parkplätzen solle eine Radspur auf der Fahrbahn stadteinwärts markiert werden. Dafür müsse die Höchstgeschwindigkeit auf der Gothaer Straße von 60 auf 50 Kilometer pro Stunde absenkt werden. Die Gesamtinvestitionen werden auf einen zweistelligen Millionen Betrag geschätzt.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Johannes und der Morgenhahn | 21. Juni 2019 | 07:20 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. Juni 2019, 10:28 Uhr

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21 Kommentare

23.06.2019 07:48 Peter 21

So sieht in Erfurt Bürgerbeteiligung aus.Da werden Info Veranstaltungen ohne jeden Sinn und Zweck durch geführt.Das Ergebnis stand ja bereits fest.Die Stadtverwaltung hat bereits alles unter Dach und Fach gebracht, aber man versucht die Leute noch von der Stadtmeinung zu Überzeugen.Was ist das nur noch für ein Zusammenhang zwischen Politik und Bürgereinheit. Und dann wundert man sich das die Politik nur noch Verabscheut wird !!!
Für alle die Schreiber die der Stadtverwaltung Recht geben kann Ich nur wünschen dass diese ebenfalls mal vor so einer Situation stehen. Ich weiß wovon ich schreibe,da wir mit dem Vorgänger des Leiters vom Tiefbau Amt genau so schlechte Erfahrungen machen mussten.Der damalige Chef Herr Glanz hat anders Geredet als dann die Umsetzung kam und alle Bürger Hinweise wurden vom Tisch gefegt wie eben heute auch das ist Politik im Sinne der Bürger.

22.06.2019 14:36 Hein pronk 20

War neulich am sonntag in Erfurt. Fahre diesel mit Milieuplakate 3, sah Soneschild wollte nicht weiter fahren aber kein Parlplatz mit Buss.Kommt vielleicht noch?

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