Vor der Buga 2021 Gericht verbietet geplante Baumfällungen auf Petersberg in Erfurt

Die Erfurter Bürgerinitiative "Stadtbäume statt Leerräume" feiert einen Erfolg. Von 73 auf dem Petersberg geplanten Baumfällungen sind nur fünf erlaubt. Das hat das Verwaltungsgericht Weimar entschieden.

Die Zitadelle Petersberg von oben.
Der Erfurter Petersberg wird ein zentraler Standort der Bundesgartenschau 2021. Bildrechte: Imago images/Karina Hessland

Das Verwaltungsgericht Weimar hat der Stadt Erfurt die geplanten Baumfällungen auf dem Petersberg untersagt. Damit gab das Verwaltungsgericht der Klage der Bürgerinitiative "Stadtbäume statt Leerräume" und dem BUND in Teilen Recht.

Wie eine Sprecherin des Gerichts MDR THÜRINGEN sagte, sah das Gericht die Notwendigkeit der Fällungen nicht. Von den geplanten 73 Fällungen sind nach dem Urteil nur fünf tatsächlich erlaubt. Zwei Bäume davon stehen auf dem Abschnitt für den geplanten Bastionskronenpfad an der Lauentorstraße.

Buga 2021 in Erfurt: Bastionskronenpfad auf dem Petersberg

Das Gericht hat der Verkehrssicherungspflicht in dem Wäldchen nach eigenen Angaben keine solche Bedeutung beigemessen, dass dies das Fällen der Bäume rechtfertigen würde. Die Stadt hatte dies unter anderem mit der ansteckenden Rußkrankheit begründet. Ob Fällungen aber ein geeignetes Mittel gegen die Ausbreitung der Krankheit sind, sei wissenschaftlich nicht erwiesen, urteilten die Verwaltungsrichter.

Geplanter Bastionskronenpfad über die Lauentor-Straße am Petersberg in Erfurt.
Der zur Buga 2021 geplante Bastionskronenpfad über die Lauentor-Straße am Petersberg in Erfurt Bildrechte: MDR/Stadt Erfurt/Kummer.Lupk + Partner Erfurt

Die Stadt hatte die Fällung laut Verwaltungsgericht damit begründet, dass die betroffenen Bäume abgestorben oder so stark geschädigt seien, dass diese Maßnahme notwendig sei. Eine Bürgerinitiative hatte mit dem BUND dagegen geklagt.

Quelle: MDR THÜRINGEN/mm

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Das Fazit vom Tag | 12. Februar 2020 | 18:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Februar 2020, 16:20 Uhr

2 Kommentare

Critica vor 7 Wochen

Gut so, diese Entscheidung. Es ist in Erfurt schon viel zu viel unter dem Deckmäntelchen "Buga 2021" sprichwörtlich in die Hose gegangen. Auch hier, wie in der derzeitigen thüringische Politik, scheint es nur noch um Macht und Ansehen zu gehen. Wozu braucht der Mensch einen Bastionskronenpfad?
Wenn man sich die gepfefferten Eintrittspreise - Tageskarte - anschaut, wird sich der Besucherstrom wohl in Grenzen halten.
Also backt lieber kleinere Brötchen - und die Menschen freuen sich auch.

MAENNLEiN-VON-DiESER-WELT vor 7 Wochen

...und hat schon mal ein Mensch / eine Menschin / darüber nachgedacht, was der Hauptbahnhof in Richtung Stadtpark zur BUGA für ein trauriges Bild abgibt ? Keine Sitzgelegenheiten nach hinten raus, kein Flußerlebnis, nur olle Blechhütten für Drahtesel - und nicht mal ein bewachtes behindertengerechtes Klohäuschen im Stadtpark.... :((

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