Fünf Menschen an Studiotisch um Moderator Matthias Haase
Bildrechte: MDR/David Dienemann

Der MDR hat eingeladen Programmmacher bei MDR THÜRINGEN

MDR THÜRINGEN hatte nach Erfurt ins Landesfunkhaus eingeladen - zum Programmmachertag für Hörer, Zuschauer und User. Acht von ihnen hatten die Chance, am Mittwoch bei der Arbeit ganz nah dabei zu sein und mitzumachen. Es gab interessante Einblicke für beide Seiten.

Fünf Menschen an Studiotisch um Moderator Matthias Haase
Bildrechte: MDR/David Dienemann

Für das Thüringen Journal war Heidrun Röckert aus Weimar zum Dreh unterwegs mit Sina Reeder. Die Mal- und Zeichenschule in Weimar war das Ziel. War es so, wie sie es sich vorgestellt hatte? "Ich hatte es mir nicht so aufwendig vorgestellt. Keiner hat eine Pause gemacht und trotzdem fast drei Stunden gearbeitet - ich hatte erst gedacht, dass nur eine nötig ist. Und es wurde nicht rumgegammelt."

Sehr angenehm und beruhigend fand sie, dass nicht alles gleich auf Anhieb passen musste, sondern eine Einstellung dann eben noch mal gedreht wird. "Ich habe mich sehr gut aufgehoben gefühlt in diesem Team." Sich selber vor der Kamera und beim Sprechen zu erleben, sei schon ein Aha-Effekt gewesen - aber machbar, "weil das Team mir eine gewisse Sicherheit vermittelt hat". Erstaunt hat sie, wie viele Mitarbeiter Freiberufler und nicht Festangestellte sind. "Ich finde es förderlich für die Arbeit, wenn man festangestellt ist, außer wenn jemand das ausdrücklich anders will."

"Vor der Kamera ist es anders"

Nancy Hofsommer aus Arnstadt kreiselte nach einem kurzen Interview-Abstecher beim Radio dann mit Steffi Magiera durchs Funkhaus für die Fernseh-Reportage über die Programmmacher. "Ich bin Reden gewohnt im Beruf - aber vor der Kamera ist es doch etwas ganz Anderes." Sie hatte es sich auch ganz anders vorgestellt: "Ich hätte nicht gedacht, wieviel Arbeit dahintersteckt und wie viele Menschen daran beteiligt sind". Sie hatte zunächst auch gedacht, dass die Moderatoren viel stärker an der Themenauswahl beteiligt seien. Auch das Großraumbüro, in dem Hörfunk, Fernsehen und Online zusammen untergebracht sind, war eine Überraschung. "Sehr beeindruckend" fand sie die Zusammenarbeit von Redakteurin und Cutter bei der eigentlichen Erstellung des Beitrags.

"Schlag auf Schlag"

"Früher Vogel" wie sie selber sagte war unter den Besuchern Katrin Wolff aus Kromsdorf: Sie startete als Erste - beim Morgenhahn Johannes Michael Noack.

Programmmacherin Katrin Wolff an PC
Der Seufzer: "Schreiben auf Kommando..."
Wir: "Geht doch"
Bildrechte: MDR/Christian Schneider

Ihre Eindrücke: "Noch im Dunkeln betrat ich das Gelände des MDR THÜRINGEN - Das Radio. Morgendliche Ruhe im Funkhaus und im Großraumbüro eine handvoll Mitarbeiter. Freundlich empfing mich Mandy Roloff, im Studio wartete Johannes. Schon 6:10 Uhr lief mein erster Beitrag - eine Zeit, in der meine Kolleginnen erst aufstehen. Dann ging es Schlag auf Schlag. Bis 9:00 Uhr im Studio, Frühstück, Führung durch das Haus, Mittag....Jetzt ist es schon 13:30 und wo ist der Tag hin? Ein wundervoller Tag mit massigem Input und hochinteressanten Erfahrungen rund um Radio und Fernsehen. Die Menschen hinter den sonst "nur" Radiostimmen zu sehen ist schon was Besonderes! Die Idee des Programmmachertages ist grandios! Macht weiter so, liebes mdr Team".

Online - schneiden, moderieren und mehr

"Erst mal planen" hieß das Motto für die Programmmacher der Online-Redaktion. Um neun Uhr ging es los mit der Redaktionsbesprechung von Webseite bis Facebook und Instagram und eine halbe Stunde später die "große Runde" mit Hörfunk und Fernsehen.

Zwei Männer vor Computerbildschirmen
Maik Bendel (links) und Redakteur Sascha Richter am Schnittplatz der Onlineredaktion. Bildrechte: MDR/Christian Schneider

Maik Bendel aus Großmonra brachte eigene Erfahrungen zum Thema Videoschnitt mit. Am Nachmittag ging es deshalb natürlich in den Schnittraum der Online-Redaktion für die Mitarbeit an einem kurzen Video - Thema Grippeimpfstoffe. Redakteur Sascha Richter war beeindruckt vom technischen Können Bendels, der wiederum meinte: "Es ist schwierig und verlangt viel Genauigkeit, die Aussagen dann auch bei einem Zusammenschnitt immer ganz genau wiederzugeben - damit auch das herauskommt, wie es gemeint war und für jeden verständlich". Sein Fazit: "Das ganze Ambiente ist schon beeindruckend - dass man hier erst einmal erfährt, wie viel Arbeit hinter jedem Bericht steht - egal wie groß oder wie klein", sagte er, und ans Team: "Ich bedanke mich für die gute Betreuung".

Die zweite Online-Programmmacherin Berit Schreiber aus Erfurt machte zwischendurch noch einen Abstecher zu Matthias Haase ins Hörfunkstudio. Dort brachte sie das Thema Leichte Sprache mit in die Vormittagssendung.

Besucherin Berit Schreiber und CvD Jan Schönfelder an Computertisch
Programmmacherin Berit Schreiber mit Online-CvD Jan Schönfelder Bildrechte: MDR/Christian Schneider

Danach blickte sie dem Chef vom Dienst Jan Schönfelder über die Schulter. Wie werden interessante Themen gefiltert? Und wie geht man mit der Kommentarflut auf MDR-online, facebook und Co. um? Darauf gab´s Antworten vom Team für die Kommentarmoderation. Passend auch der spontane Austausch mit einem MDR-Kollegen aus Sachsen, der einen Tag für einen Besuch von Usern im Funkhaus plant, der in Erfurt erst kürzlich stattgefunden hat. "Mein Dank an alle für den interessanten Tag."

"Wunderbare Chance"

An eine immer heiß besonders diskutierte Aufgabe traute sich Manuela Müller aus Sonneberg - in die Musikredaktion des Hörfunks und während der Nachmittagsschiene zu Marko Ramm ins Hörfunkstudio. "Richtige Expertin", raunte ein Kollege im Vorbeigehen. Kein Wunder - die Mitarbeiterin in der Kreisverwaltung Sonneberg hat ihre Bachelorarbeit über ein Musikthema geschrieben und darin "She loves you" von den Beatles näher beleuchtet. Und weil das noch nicht genug war, schob sie eine Masterarbeit zum deutschen Schlager zur Zeit des Wirtschaftswunders in der Bundesrepublik Deutschland nach.

Besucherin Manuela Müller an Studiotisch mit Mikrofonarmen
Von hier kommt die Musik - Besucherin Manuela Müller im Hörfunkstudio Bildrechte: MDR/David Dienemann

Ihre Eindrücke: "Ich bedanke mich für diese wunderbare Chance, heute ein Teil des MDR-Teams gewesen zu sein. Die Eindrücke waren unglaublich vielfältig, das wird noch sehr lange nachhallen. Ich bin mir sicher, ab jetzt höre ich Radio ganz anders, immerhin habe ich viele Moderatorinnen und Moderatoren "in echt" gesehen und erlebt. Es steckt viel Arbeit drin, damit so eine Sendung auch etwas wird, eine Arbeit, die sich aber lohnt! Von mir gibt es volle Punktzahl und ich lege es jedem ans Herz, einmal dabei zu sein!"

Mit Thomas Becker, dem Mann für knifflige Tagesaufgaben, war Rainer Pirnke aus Tröbsdorf unterwegs: "Wie vermeidet der MDR Falschmeldungen" hieß die Tagesfrage für "Der Redakteur". Und hier ist das Ergebnis, wie wir Enten, Fakenews und ihre Verwandten bekämpfen - anhand einer richtig steilen These. Er fand diesen Tag "absolut spannend". Gefallen hat ihm, dass alle so locker miteinander umgehen und trotzdem professionell arbeiten. Die Meldungen seien nicht geschönt und gut recherchiert. Überrascht hat ihn die recht kleine Crew beim Radio und die wiederum recht große beim Thüringen Journal. Er würde jedem - der Interesse hat - empfehlen, einmal hinter die Kulissen eines Funkhauses zu schauen.

In den Alltag eines Hörfunkreporters bei MDR THÜRINGEN - Das Radio stürzte sich Michael Lustermann aus Mühlhausen mit Oliver Gussor. Seine Eindrücke: "Ich habe an diesem Tag gelernt, was es überhaupt heißt, Reporter im regionalen Hörfunk zu sein. Meine Aufgabe war es, den Reporter zu einem Termin am Flughafen in Erfurt zu begleiten. Wir berichteten über die Feststunde der besten Auszubildenden im Bereich "Grüne Berufe". Daraus produzierten wir eine Meldung für die Nachrichten. Ich lernte, was man als Reporter beim Hörfunk/Fernsehen alles braucht - vom Zeitmanagement bis zum langen Geduldsfaden. Ich kann jedem so einen Tag beim MDR als Programmmacher empfehlen."

Quelle: MDR THÜRINGEN

AKTUELLES AUS THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | Thüringen Journal | 21. November 2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. November 2018, 18:43 Uhr

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5 Kommentare

23.11.2018 15:17 Manuela Müller 5

Danke für den tollen Tag!!

22.11.2018 13:17 Rainer Pirnke 4

Auch von meiner Seite noch einmal vielen Dank für den schönen und vor allem interessanten Tag. Mich hat begeistert wie dieser Räderwerk aus Mitarbeitern rund läuft, alle an einem Strang ziehen damit am Ende ein gutes Programm für den Hörer heraus kommt. Die gute Stimmung, die einem am Radio vermittelt wird, ist auch wirklich vorhanden. Seriöse Berichterstattung und Spass laufen verzahnt miteinander. Danke noch einmal und macht weiter so!

MDR THÜRINGEN: :-)

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