Blick auf den Trainingsplatz von Rot Weiß Erfurt.
Insolvenzverwalter Volker Reinhardt am Donnerstag beim Training von Fußball-Regionalligist FC Rot-Weiß Erfurt. Bildrechte: MDR/Oliver Gussor

Verein fehlt weiter Geld Wird FC Rot-Weiß Erfurt aufgelöst?

Es ist Fünf vor Zwölf. Bekommt der Fußball-Regionalligist FC Rot-Weiß Erfurt nicht bis Ende des Jahres einen sechsstelligen Betrag zusammen, so ist der Fußballverein Geschichte.

Blick auf den Trainingsplatz von Rot Weiß Erfurt.
Insolvenzverwalter Volker Reinhardt am Donnerstag beim Training von Fußball-Regionalligist FC Rot-Weiß Erfurt. Bildrechte: MDR/Oliver Gussor

Eine genaue Zahl wollte Volker Reinhardt nicht nennen. Nur so viel sagte der Insolvenzverwalter des Regionalligisten FC Rot-Weiß-Erfurt: Kommt die Summe nicht bis Ende des Jahres zusammen, so ist der Fußballverein Geschichte. Ohne das Geld könnten wichtigen Projekte, wie die Ausgliederung, nicht umgesetzt werden. Außerdem müsse der aktuelle Spielbetrieb weiter laufen.

Volker Reinhardt
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Sonne scheint vom blauen Himmel, als Reinhardt am Donnerstagmittag vor die Journalisten auf dem Trainingsplatz im Gebreite in Erfurt tritt. Doch nach Lachen und guter Laune war dem Insolvenzverwalter trotzdem nicht zumute. Im schlimmsten Fall wird der Verein liquidiert, sagte er mit ernster Miene und listete auf, was aktuell alles nicht reibungslos läuft. So seien zahlreiche Versprechungen vor der Saison bis jetzt nicht eingehalten worden. Viele potenzielle Sponsoren seien zudem nicht bereit, den Verein zu unterstützen. Dieser ist seiner Meinung nach im Umfeld nicht ausreichend verankert.

Rettung nur durch Ausgliederung

Auch ein geplantes Benefizspiel gegen den FC Bayern München ist geplatzt. Aktuell wird aber mit anderen Vereinen über ein Retterspiel gesprochen. Reinhardt ist weiterhin mit Sponsoren und auch der Stadt in Gesprächen, damit der Regionalligist Ende des Jahres nicht von der Tabelle verschwindet. Außerdem hätten Fans dem Verein nahe gelegt, ein Konto zu eröffnen, damit auch sie Geld einzahlen können. Für Reinhardt kann die Sanierung des Vereins nur über eine Ausgliederung erfolgen. Diese sei aber nur mit finanzieller Hilfe der Sponsoren zu schaffen. Das machte Reinhardt schon bei der Mitgliederversammlung Anfang September deutlich.

Quelle: MDR THÜRINGEN

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | THÜRINGEN JOURNAL | 11. Oktober 2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. Oktober 2018, 20:11 Uhr

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16 Kommentare

12.10.2018 20:10 Harald Michel 16

Warum bis zum Jahres Ende warten , andere Vereine können mit Geld um gehen und mussten ,, Platz machen für solche wie Chemnitz oder wie jetzt Erfurt ,, raus aus der Liga und gut . Nicht zum sanieren einfach weiter wie bisher . Ungerecht nur einmal , siehe Chemnitz plötzlich kommt eine Oma und hätt Geld in der Tasche, macht entlich Schluss mit Unrecht

12.10.2018 03:20 Peter 15

Ich kann nur Beitrag 4 und 8 zu stimmen. Seit Jahren immer wieder das gleiche kein Geld aber große Ansprüche stellen.Der Insolvenzverwalter sollte endlich der Realität ins Auge sehen und nicht immer wieder Hoffnungen schüren die dann wie Seifenblasen zerplatzen.Fangt ganz neu an und kommt so wieder auf die Es wäre für alle das Beste.

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