Regionalliga Spielbetrieb von Rot-Weiß Erfurt vorerst abgesichert

Der Spielbetrieb von Regionalligist Rot-Weiß Erfurt ist für dieses Jahr abgesichert. Wie der Verein am Mittwochabend mitteilte, haben sich mehrere Unternehmer bereit erklärt, das nötige Geld zur Verfügung zu stellen. Dabei handelt es sich unter anderem um Ehrenpräsident Klaus Neumann, der 50.000 Euro investiert.

Multifunktionsarena in Erfurt aus der Vogelperspektive
Bis Jahresende ist der Spielbetrieb gesichert. Was danach wird, ist noch nicht klar. Bildrechte: MDR/Marcus Scheidel

Wie es im kommenden Jahr weiter geht, ist noch nicht klar. Darüber will Insolvenzverwalter Volker Reinhardt am Donnerstag informieren (ab 11 Uhr im Livestream auf sport-im-osten.de). In den vergangenen Tagen hatte Reinhardt mehrere Sponsorengespräche geführt, um die aktuelle Liquiditätslücke von etwa 130.000 Euro zu schließen.

Neumann rettet RWE zum zweiten Mal

Ziel der Vereinsverantwortlichen ist es nun bis zum Jahresende den Ausgliederungsprozess der ersten Mannschaft voranzutreiben, damit der Verein langfristig neu aufgestellt werden kann.

Auf die Frage, ob die Kuh nun vom Eis sei, antwortete Klaus Neumann klar mit "Nein!". Im Gespräch mit dem MDR forderte der 73-Jährige weitere Unterstützung: "Wir können uns jetzt nicht ausruhen. Jetzt muss angepackt werden und neue Sponsoren gewonnen werden." Zudem rief er die Fans und Unterstützer zu weiteren Spenden auf, die auf einem eigens eingerichteten Konto eingezahlt werden können.  

Bereits im Jahr 1997 hatte der Unternehmer den Verein nach einer Insolvenz vor dem kompletten Absturz bewahrt. "Mein Herz schlägt für Rot-Weiß. Ich habe dem Verein bereits damals das Überleben garantiert und möchte nicht sehen, dass hier im Steigerwaldstadion das Licht ausgeht", erklärte Neumann seine Beweggründe.

Reporter Christian Müller interviewt Klaus Neumann 2 min
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MDR aktuell 17:45 Uhr Mi 07.11.2018 17:45Uhr 02:04 min

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 07. November 2018 | 17:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. November 2018, 08:10 Uhr

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77 Kommentare

08.11.2018 16:50 HUKL 77

Ehe den vorläufigen Rettern, neben anderen Meinungen, geradezu weitere euphorische Sympathien der Fans zufliegen, hätten diese besser erst einmal bei dem stets schweigenden IV, Herrn Reinhard, anfragen sollen, wie überhaupt solch eine erneute Deckungslücke entstehen konnte! Mit einer Offenheit über die wahren Gründe dazu, wäre es mit Sicherheit etwas einfacher gewesen, das regelrecht in den letzten Minuten und Stunden vor einer sich evtl. anbahnenden Einstellung des Spielbetriebes erbettelte Geld zusätzlich einzutreiben! Zu einem angekündigten und auch versprochenen „Neuanfang“ gehört eben auch ein vernünftiges Wirtschaften zwischen Haben und Ausgeben, das im Familien- bzw. Firmenleben normalerweise eine Grundbedingung ist! Falls z.B. die Personalkosten das Limit überboten, hätte man schon ein eigenes Einlenken erwartet...... Bei der ganzen „Hilfsaktion“, die in der allgemeinen Öffentlichkeit ohnehin nicht gut ankommt, fühle ich besonders mit den Gläubigern und Genussscheininhabern....

08.11.2018 14:32 wicky 67 76

@74: Dammsteh:

Jetzt habe ich Sie verstanden. Ihr erster Beitrag war bezüglich auf Lok Leipzig sehr in Rätseln geschrieben. Dennoch wollen wir in Erfurt keinen Neuanfang in der dritten Kreisklasse, so wie ihre Loksche 2004 in Leipzig, weil wir ja mit Beginn der Saison 2018/19 bereits unseren sportlichen Neuanfang hinter uns haben. Der Unterschied zwischen Lok Leipzig und Rot-Weiss Erfurt besteht darin, daß Lok Leipzig 2004 zum zweiten mal nach 1966 neu gegründet wurde. Den FC Rot-Weiss Erfurt gibt es jedoch seit 1966 ohne Unterbrechung! Demzufolge brauchen wir auch nicht noch einmal neu gegründet zu werden!

Ich wünsche ihnen noch eine schöne Restwoche! ;-)
MfG! ;-)

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