Wirtschaft Siemens-Aktionäre billigen Aufspaltung: 500 Beschäftigte in Erfurt betroffen

Siemens wird wie geplant aufgespalten. Die Aktionäre haben die Ablösung des Energiegeschäfts mit großer Mehrheit genehmigt. Der Betriebsrat des Erfurter Generatorenwerks sieht darin eine Chance.

Ein Generator in einer Fabrik.
Siemens Energy soll Ende September an die Börse gehen. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Siemens übergibt sein Energiegeschäft an das separate Unternehmen Siemens Energy. Die Siemens-Aktionäre haben am Donnerstag auf der Hauptversammlung fast einstimmig für die Abspaltung des Energiezweigs vom Mutterunternehmen gestimmt.

In Thüringen ist das Generatorenwerk in Erfurt mit 500 Beschäftigen betroffen. Für die kam das Ergebnis wie erhofft. Der Betriebsratsvorsitzende des Erfurter Generatorenwerks, Mario In der Au, sagte MDR THÜRINGEN, die Entscheidung sei vor allem eines: eine Chance. Mit "Siemens Energy" würde ein Unternehmen geschaffen, dass überall auf der Welt tätig sein werde.

Ende September soll das globale Unternehmen an die Börse gehen. Es wird ein Umsatz von 29 Milliarden Euro erwartet, erwirtschaftet von 91.000 Mitarbeitern weltweit. Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser hatten auf der Hauptversammlung darauf gedrängt, schnell aus dem Bau von Kohlekraftwerken auszusteigen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/mm

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 09. Juli 2020 | 20:00 Uhr

1 Kommentar

Lothar Thomas vor 3 Wochen

Hauptsache es geht nicht auf Kosten der Beschäftigten.
Es sollte darauf geachtet werden, dass die Arbeitsplätze erhalten bleiben, oder erweitert werden.
Generatoren werden schließlich auch in anderen Kraftwerken gebraucht.

Was mich in diesem Zusammenhang immer wieder beschäftigt, warum gibt es in Deutschland keine Gezeitenkraftwerke,die den Tidehub der Nordsee für die Stromerzeugung nutzen?
Andere europäische Staaten sind auf diesem Gebiet schon viel weiter.

Deutschland hinkt wieder hinterher.

Na ja wie auch immer, ich hoffe alles geht gut und nicht, dass man jetzt von SIEMENS versucht die Produktion ins Ausland zu verschieben.

Ich wünsche allen Leuten von SIEMENS eine glückliche Zukunft.

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