SPD-Regionalkonferenz 11.09.2019
Die SPD am Mittwochabend bei ihrem Wahlkampfauftritt im Steigerwaldstadion. Bildrechte: MDR/Conny Mauroner

Landtagswahl 2019 Thüringer SPD eröffnet Wahlkampf in Erfurt

Mit einer kurzen und knackigen Rede hat Thüringen SPD-Chef Wolfgang Tiefensee Mittwochabend den Landtagswahlkampf für seine Partei eröffnet. Im Anschluss fand eine der 23 SPD-Regionalkonferenzen statt.

von Conny Mauroner

SPD-Regionalkonferenz 11.09.2019
Die SPD am Mittwochabend bei ihrem Wahlkampfauftritt im Steigerwaldstadion. Bildrechte: MDR/Conny Mauroner

Mit einer kurzen Rede hat Thüringens SPD-Chef Wolfgang Tiefensee am Mittwochabend den Landtagswahlkampf eröffnet. Dabei sendete er zunächst einen kurzen Gruß und einen Genesungswunsch an die an Brustkrebs erkrankte Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, und stieg anschließend in den Abend ein. Die SPD sei eine Partei der Arbeit, eine Partei für die Breite. Das stellte Tiefensee gleich zu Beginn im Erfurter Steigerwaldstadion klar. Sein Wahlkampfauftakt vor mehr als 400 Gästen dauerte nicht länger als fünf Minuten.

Wolfgang Tiefensee auf einem Parteitag der SPD Thüringen
Thüringens SPD-Chef Wolfgang Tiefensee. Bildrechte: MDR/Tino Magiera

Tiefensee warb für eine Tarifbindung. Löhne und Renten müssten zum Leben ausreichend sein. Außerdem müsse das Ungleichgewicht zwischen Ost und West überwunden werden, so der Parteichef. Er bezeichnete die SPD als Partei der Bildung. Darauf soll in der kommenden Legislatur ein Schwerpunkt gesetzt werden, kündigte Tiefensee an. Jedes Kind, egal welcher Herkunft solle Entfaltungs- und Aufstiegsmöglichkeiten bekommen. Die Schulen sollen eigenständiger arbeiten. Tiefensee strahlte Kampfeswille aus. Schlechte Umfrageergebnisse kamen nicht zur Sprache.

Im Anschluss an den Wahlkampfauftakt fand eine der 23 SPD Regionalkonferenzen statt, bei der sich sieben Kandidaten-Paare und ein Einzelkandidat für den Bundesparteivorsitz vorstellten. Sie alle wollen zukünftig die zurückgetretene Vorsitzende Andrea Nahles beerben. Dabei erinnerte das scharfe Zeitreglement an ein Speed Dating. Fünf Minuten hatten die Kandidaten Zeit, ihre Eingangsstatements zu formulieren, eine Minute, um Publikumsfragen zu beantworten und zwei weitere für den Abschluss. Außerdem gab es eine kleine Diskussionsrunde.

Dabei wurden die unterschiedlichsten Themen behandelt. Das Publikum stellte Fragen etwa zum Breitbandausbau, Europa und der Parteienfinanzierung. Und die Kandidaten antworteten. Bis Mitte Oktober haben die insgesamt 426.000 SPD-Mitglieder im Bund jetzt Zeit, sich zu entscheiden. Am 26. Oktober soll der neue Vorsitz verkündet werden.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 11. September 2019 | 21:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. September 2019, 17:25 Uhr

9 Kommentare

joste vor 8 Wochen

Ich hätte der Frau Schwesig die Wünsche nach Schwerin gesendet. Sie ist MP in Meklenburg Vorpommern und nicht in Schleswig-Holstein lieber SPD Vorsitzender und der Verfasser vom MDR.

ralf meier vor 8 Wochen

Da lese ich: 'Tiefensee warb für eine Tarifbindung. Löhne und Renten müssten zum Leben ausreichend sein. '

Recht hat er, nur, warum sorgt die SPD seit Jahrzehnten dafür, das genau das Gegenteil passiert. So rühmte sich Herr Schröder schon 2005 in Davos vor dem World Economic Forum : "Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, die es in Europa gibt.
Die Rente reicht für die meisten schon lange nicht mehr. Deshalb empfehlen CDU und SPD dem gemeinen Volk schon seit Jahren, mit privaten Renten fürs Alter vorzusorgen. Mittlerweile zeigt sich auch warum. Man kann sie mit Niedrigzins und nachträglich erhobenen Abgaben für Steuer und Krankenkassen hemmungslos abzocken. Der Sparkassen-Präsident Schleweis stellte vor kurzem fest :

'Die Altersvorsorge für Millionen Menschen schmilzt wie Schnee in der Sonne. Sozialversicherungen, Pensionskassen und Stiftungen verlieren jeden Tag viel Geld und damit Leistungsfähigkeit. ... Das alles kann langfristig nicht gut enden.'

MAENNLEiN-VON-DiESER-WELT vor 8 Wochen

Liebe Freundinnen und Freunde und hoch verehrte Genossen und Damen und Herren,

hätt‘ ich gewusst, was ich mit meinem ersten Beitrag auf dieser Seite ausgelöst hätte - ich wäre mal lieber doch gaaaanz stille in meinem Kämmerlein geblieben...

Nun ja, hätte, hätte, Amtskette...

Möchten Sie, liebe mit Kommentatoren, wirklich Führungsverantwortung in dieser Zeit übernehmen ? Möchten Sie sich jeden Tag die Meckerei gefallen lassen, dass ihre „Politik“ doch so gar nichts taugt ?

So ein Politiker ist doch auch „nur“ einer von uns... Klar, die einen KÖNNEN es, die anderen LERNEN es nie !

Seit der gestrigen Landtagssitzung weiß ich nun auch viel besser, warum der liebe Wolfgang nicht mit mir reden mag - STRASSENAUSBAUBEiTRÄGE und deren Abschaffung... Ja, grundgesetzlich gute Sache, aber....?!

Hatte ich letztens noch geschrieben: 1,7 % für die Sozialdemokratie am 27.10. ???Hmmm, ich muss mich doch korrigieren: UNWÄHLBAR geworden - wie ich selbst !

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