Christliches Hilfswerk Misereor Spendenaktion für Libanon startet zur Fastenzeit in Erfurt

Die Fastenaktion des kirchlichen Hilfswerks Misereor startet in diesem Jahr in Erfurt. Dabei werden vor allem Spenden für die Menschen im Libanon gesammelt. Christliche Hilfsorganisationen betreiben in dem Nachbarland Syriens unter anderem Schulen und Krankenhäuser.

Ein libanesisches Gebäude.
Der Libanon bekommt die Auswirkungen des Krieges im Nachbarland Syrien zu spüren. Auch palästinensische Flüchtlinge aus Israel haben sich im Libanon angesiedelt und Camps errichtet. Bildrechte: MDR/Matthias Gehler

Die bundesweite Fastenaktion des katholischen Hilfswerks Misereor beginnt in diesem Jahr in Erfurt. Die feierliche Eröffnung ist für den 1. März im Erfurter Dom geplant, wie Misereor in Aachen mitteilte. Die Aktion steht unter dem Motto "Gib Frieden!". Sie rückt diesmal die Arbeit von Hilfsorganisationen in Syrien und im Libanon in den Fokus. Die ARD überträgt den Eröffnungsgottesdienst ab 10 Uhr live im Fernsehen.

Medizinische Hilfe und Bildungschancen für Flüchtlinge im Libanon

Kinder sitzen auf einer Straße
Mit der diesjährigen Fastenaktion will Misereor vor allem im Libanon und in Syrien helfen. Bildrechte: Misereor

Mit der Fastenaktion nimmt Misereor eine Region in den Blick, die von ethnischer, religiöser und kultureller Vielfalt geprägt ist - und unter dem Krieg in Syrien leidet, der vor mehr als acht Jahren begann. Misereor-Partnerorganisationen helfen den Menschen in beiden Ländern. So betreiben die "Schwestern vom guten Hirten" eine Klinik am Rande eines Flüchtlingscamps im Libanon. Über dem Eingang des Container-Baus steht auf arabisch: "Die Religion ist für Gott, aber die Poliklinik ist für alle da." Viele Familien mit Kindern kommen, um Hilfe, Rat oder Medikamente zu erhalten. Etwa 15 Prozent der Patienten sind Flüchtlinge aus Syrien. Aber auch viele Libanesen suchen Hilfe in der Klinik: Aufgrund der katastrophalen wirtschaftlichen Lage im Libanon und des sowieso schon schlechten Gesundheitssystems sind viele Behandlungen nicht mehr bezahlbar.

Wir haben ab 8:30 Uhr geöffnet. Sechs Tage in der Woche sind wir für die Menschen da.

Schwester Antoinette, Mitarbeiterin des Klinikbetreibers "Schwestern vom guten Hirten" im Libanon

Seit 1958 entwickelt Misereor für die katholische Kirche in Deutschland ein Angebot zur Gestaltung der Fastenzeit. Zugleich werden die Gläubigen gebeten, Notleidende in Asien, Afrika, dem Nahen Osten und Lateinamerika zu unterstützen. Mehr als 100.000 Projekte wurden im Laufe der Jahre gefördert.

Quelle: MDR THÜRINGEN/uka

Dieses Thema im Programm: Das Erste | MDR im Ersten | 01. März 2020 | 10:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. Februar 2020, 10:55 Uhr

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