Urteil im Boxer-Prozess Bewährungstrafe und Freispruch nach Angriff auf Profi-Boxer

Nach dem Angriff auf den armenischen Profi-Boxer Karo Murat im April 2017 ist am Mittwoch in Erfurt das Urteil gefallen. Ein Mann wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, zwei weitere freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft will Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen.

Männer in Anzügen von hinten. Sie fallen in einer großen Halle übereinander her.
Am Rande eines Boxkampfes im April 2017 gingen mehrere Männer aufeinander los. Am Mittwoch fiel das Urteil. Bildrechte: MDR/Marcus Scheidel

Im Prozess um eine Schlägerei am Rande einer Box-Gala hat das Amtsgericht Erfurt einen Armenier am Mittwoch zu einer Bewährungsstrafe von acht Monaten verurteilt. Zwei weitere Angeklagte wurden freigesprochen. Sie seien als Schläger nicht zweifelsfrei auf Fotos und Videos erkennbar gewesen, so die Richterin.

Den Männern war vorgeworfen worden, den armenischen Profi-Boxer Karo Murat nach einem Boxkampf in der Messe Erfurt im April 2017 angegriffen zu haben. Die zuständige Staatsanwaltschaft Gera widerspricht der Richterin und hält die Angeklagten auf den Aufnahmen für "eindeutig identifizierbar". Sie will gegen das Urteil Rechtsmittel einlegen. Ursprünglich waren fünf Männer angeklagt, der Prozess gegen zwei weitere wurde jedoch von diesem Verfahren abgetrennt. Die Angeklagten waren schon im Jahr 2014 bei einer Mafia-Schießerei in Erfurt beteiligt. Auch Karo Murat soll damals am Tatort gewesen sein.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jml

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Die Nachrichten | 28. November 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 28. November 2019, 13:35 Uhr

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