Für immer weggesperrt Urteil: Iraker muss nach Vergewaltigung in Psychiatrie

Im Prozess um die Vergewaltigung einer 56-Jährigen in Erfurt ist Dienstagnachmittag das Urteil ergangen. Die Richter am Erfurter Landgericht schicken den 33-Jährigen Iraker auf unbestimmte Zeit in eine psychiatrische Klinik. Aufgrund seiner schweren psychiatrische Störung ist der Mann laut Gutachten und Überzeugung aller Gerichtsbeteiligten schuldunfähig.

Rechtsanwalt in schwarzer Robe steht mit dem Rücken zum Fotografen und spricht mit Mann in olivfarbener Jacke, dem gerade Handschellen von einem Justizbediensteten abgenommen werden
Der Täter beim Prozessauftakt. Bildrechte: MDR/Cornelia Hartmann

Er wird weggesperrt - und zwar für immer. Ein solches Urteil wiege schwerer als eine zeitlich befriste Haftstrafe, sagte der Richter. Ein Gutachter hatte dem Mann paranoide Schizophrenie attestiert. Eine Krankheit, die fortschreiten werde und so sei der Mann eine Gefahr für die Allgemeinheit. Er hat im August 2017 eine 56-Jährige Frau in Erfurt-Hochheim überfallen, mit einem Ast geschlagen und brutal vergewaltigt. Dutzende DNA-Spuren hatten ihn überführt. Strafrechtlich wurde er dafür dennoch freigesprochen, da er die Tat nicht habe steuern können. Der Mann leidet unter anderem unter massivem Verfolgungswahn. Das, so stellte auch der Verteidiger klar, habe ein unabhängiger Gutachter festgestellt und sei keine Verteidigungsstrategie. Der Pflichtverteidiger hatte in der Verhandlungspause Drohmails erhalten. Das Urteil ist bereits rechtskräftig - auch Staatsanwältin und Nebenklage hatten einen juristischen Freispruch - dafür aber die Einweisung in die Psychiatrie - gefordert.

Tagelang hatte die Polizei den Tatort abgesucht, allerdings ohne Erfolg. Einen Beamten ließ der Fall jedoch keine Ruhe. Er kannte sich in der Gegend aus und suchte in seiner Freizeit Abkürzungen und Schleichwege noch einmal ab. Mit Erfolg. Das Handy des Opfers wurde gefunden, darauf Unmengen an Fingerabdrücken, die schließlich den Täter überführten. Die Fingerabdrücke des Mannes waren in einer Datenbank gespeichert.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Die Nachrichten | 27. Februar 2018 | 17:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 28. Februar 2018, 11:18 Uhr

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30 Kommentare

02.03.2018 11:20 der_Silvio 30

Sollten straffällig gewordene 'Flüchtlinge' nicht in ihr Herkunftsland abgeschoben werden? Warum wird das nicht gemacht? Die Strafe kann er auch dort, auf Kosten seines Heimatlandes verbüßen! Warum soll der deutsche Steuerzahler für SEINE Schuld büßen?!?
Zählt das auch zu der von unserer Regierung angepriesenen 'Bereicherung' unseres Landes?!?

02.03.2018 09:37 Nur die Wahrheit 29

schuldunfähig für solche Tat,man versteht unsere Justiz nicht mehr .eigentlich sollte der Gutachter mit weggesperrt werden ,wie rechtfertigt Verfolgungswahn das eine Frau vergewaltigt wird? Eigentlich müßten alle Deutsche unter Verfolgungswahn leiden ,mit den Maßnahmen die das Innenministerium einführen wollte:Voratsdatenspeicherung und Schaffung eines Dtaatstrojaners.

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