Feuerwehrmänner vor Marktcafe
Feuerwehrmänner nach dem Einsatz vor dem Erfurter Marktcafé Bildrechte: MDR/Vesselin Georgiev

Brandstiftung nicht ausgeschlossen LKA ermittelt nach Lokal-Brand in Erfurt

Als die Feuerwehrleute am Donnerstagmorgen an dem brennenden Lokal in der Erfurter Marktstraße ankamen, schlugen ihnen bereits die Flammen entgegen. Das Feuer konnte relativ schnell gelöscht werden. Doch die Ermittlungen könnten länger dauern. Der Verdacht: schwere Brandstiftung. LKA und Staatsanwaltschaft Gera haben den Fall an sich gezogen.

Feuerwehrmänner vor Marktcafe
Feuerwehrmänner nach dem Einsatz vor dem Erfurter Marktcafé Bildrechte: MDR/Vesselin Georgiev

Nach dem Brand in einem griechischen Restaurant in der Erfurter Marktstraße haben das Landeskriminalamt Thüringen und die Staatsanwaltschaft Gera die Ermittlungen aufgenommen. Wie das LKA mitteilte, besteht der Verdacht der schweren Brandstiftung. Die LKA-Tatortgruppe habe die Spurensicherung übernommen. Auf Grund der laufenden Ermittlungen könnten zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine weiteren Informationen veröffentlicht werden, hieß es. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Gera teilte MDR THÜRINGEN mit, dass die Abteilung Organisierte Kriminalität ermittlelt.

Flammen schlugen aus Lokal

Wie die Landespolizeiinspektion Erfurt zuvor MDR THÜRINGEN mitgeteilt hatte, war das Feuer am frühen Donnerstagmorgen ausgebrochen. Als die Einsatzkräfte eintrafen, schlugen bereits Flammen aus dem Lokal in der Innenstadt. Es gelang den Feuerwehrleuten dennoch, den Brand relativ schnell unter Kontrolle zu bringen. Verletzt wurde niemand. Die Löscharbeiten behinderten zwischenzeitlich den Straßenbahnverkehr. Einige Bahnen fuhren deshalb mit Verspätungen.

Brandstiftung nicht ausgeschlossen

Brandermittler nahmen unmittelbar nach den Löscharbeiten die Arbeit auf. Es wird nicht ausgeschlossen, dass das Feuer gelegt wurde, hieß es. Nach MDR-Informationen soll in das Restaurant eingebrochen worden und an mehreren Stellen Feuer gelegt worden sein. So brannten unter anderem Stühle und Tische. Zur Höhe des Sachschadens lagen bis zum Mittag noch keine Angaben vor.

Restaurant-Betreiber werden Mafia-Umfeld zugerechnet

Das Restaurant steht nicht zum ersten Mal im Focus der OK-Ermittler. Zuletzt ließ die Staatsanwaltschaft Gera die Gaststätte nach einer blutigen Schießerei im Sommer 2014 durchsuchen. Damals war ein Streit zwischen zwei armenischen Clans in einer Spielothek eskaliert. Bei der Razzia im Restaurant stellten die Beamten damals Waffen und Pässe sicher.

Die Betreiber werden vom LKA dem Umfeld der armenischen Mafia zugerechnet. Die beiden Brüder waren vor Jahren bereits in einer Schlägergang JOKER organisiert. Die Bande war straff organisiert und im Umfeld der Rockergruppe Hells Angels aktiv.

Zuletzt aktualisiert: 15. Dezember 2016, 12:52 Uhr

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7 Kommentare

17.12.2016 13:18 ingrid.gross 7

Was ist nur in unseren schönen Stadt los. Vor einigen Jahren das Gildehaus nun geht es weiter da kann ja die Versicherung wieder bezahlen allen anderen Gewerbe müssen sich an Vorgaben halten und werden kontroliert aber diese Leute kamen mit Geld und die Stadt sagt ja zu allen Dingen. Schade es werden immer mehr Geld verdienen sonst brennt es jeder wird unterstützt nur unsere Leute nicht die machen noch mit. Schönes Fest

16.12.2016 19:06 Quantix 6

@ach ja: Hektik ist der Feind der Gewissenheit: Im Kommentar von 14:48 Uhr wollte ich eigentlich Bezug zu den "Armeniern", nicht den "Albaniern" nehmen. Denn auch wenn die Albanische Mafia ein unehrenhafter Haufen ist, kooperiert wohl nur die Armenische Mafia mit der Ndrangheta. Mit den beschriebenen Folgen: Dass vermutlich organisiertes Verbrechen hinter den Raubzügen durch Erfurter Wohnorte verantwortlich zeichnet, hat ja schon das LKA angedeutet. Und daher ist das auch keine "Volksverhetzung", da ich mich explizit auf das OK beziehe und nicht auf die Grundgesamtheit aller Armenier. Von solchen Vorverurteilungen distanziere ich mich in aller Deutlichkeit.