Kaum Insolvenzmasse RWE-Gläubiger sollen zwei Prozent zurückbekommen

Am 23. März diesen Jahres hatte der damals noch Fußball-Drittligist Rot-Weiß Erfurt Insolvenz angemeldet. Am Donnerstag waren erstmals alle Firmen, Banken und Einzelpersonen, bei denen der Verein Schulden hat, zu einer sogenannten Gläubigerversammlung eingeladen. Dabei wurde ihnen mitgeteilt, wie viel Geld sie aus der Insolvenzmasse erwarten können.

Unter den Geladenen zur Gläubigerversammlung war auch Kai Assing. Der 46-Jährige ist seit vielen Jahren Rot-Weiß Erfurt-Unterstützer. Vor vier Jahren ist aus dem Fan ein Dienstleister geworden. Assings Firma reinigt nach Heimspielen die Arena. Allerdings sind so einige Rechnungen mit dem RWE offen geblieben. "Als Firma haben wir Außenstände von rund 10.000 Euro. Ich erwarte von dieser Veranstaltung nicht viel. Wenn ich hundert Euro bekomme, ist es viel", sagte er.

Bis Mitte Juli konnten die Gläubiger des Vereins bei Insolvenzverwalter Volker Reinhardt ihre Forderungen anmelden. "Der Verein hat mit Stand am 23. August 132 Gläubiger. Das kann sich im Laufe des Verfahrens noch steigern, wenn noch Forderungen nachfolgend angemeldet werden. Und die angemeldeten Forderungen belaufen sich auf rund 6,8 Millionen Euro", sagte Reinhardt.

Nur geringe Insolvenzmasse vorhanden

Fast zwei Stunden wurde in nicht öffentlicher Sitzung verhandelt. Fazit: Viel ist nicht zu erwarten aus Sicht der Gläubiger, erklärt Insolvenzverwalter Reinhardt. "Ich konnte nur eine sehr geringe Insolvenzmasse vorfinden. Vor allem die übernommenen Liquiditätsbestände. Weiteres Vermögen hat der Verein nicht. Deswegen konnte ich den Gläubigern auch nur eine sehr geringe Quote von zwei Prozent in Aussicht stellen", sagte er.

Damit muss sich auch Kai Assing zufrieden geben. Er hat dem Vorschlag, wie alle anderen anwesenden Gläubiger auch, dennoch zugestimmt. "Ich sag mal, mit einer Quote von zwei Prozent kann man nicht zufrieden sein. Aber wenn nicht mehr da ist, kann man nicht mehr bekommen. Damit muss ich leben. Aber es geht ja um den Verein", sagte der 46-Jährige nach der Veranstaltung.

In den nächsten Wochen erarbeitet Insolvenzverwalter Reinhardt einen Insolvenzplan für den FC Rot-Weiß. Dessen Ziel wird es sein, die erste Mannschaft aus dem Verein auszugliedern. Danach könnten Investoren in den Klub einsteigen.

Der FC Rot-Weiß Erfurt hatte am 23. März Insolvenz beantragt. Das Verfahren war am 1. Juni eröffnet worden und wird vermutlich noch bis nächstes Jahr andauern.

Quelle: MDR THÜRINGEN

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 23. August 2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. August 2018, 21:37 Uhr

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2 Kommentare

24.08.2018 22:01 Blumenstädter 2

Gläubiger sollen zwei Prozent zurückbekommen,-weil nix zu holen ist!! Warum kommt dieser Rot-Weisse Haufen so gut weg? Regionalliga ist doch für diesen Verein ein Segen!! Der Trupp ist seine Schulden los und schert sich einen Dreck um das was er anderen antut!! -Ich schreibe meine Wut hier nicht aus,sonst landet meine Mail auf'm Index! Ich wünche mir nur,dass alle Clubs in der "Regio" auf Dauer stark genug sind,damit RWE nie mehr aufsteigt!!-Tschüss an alle!!

24.08.2018 10:34 andre 1

Danke an Herrn Rombach und seinen Vasallen, Ihr habt das abgeschafft, was andere über Jahre hinweg aufgebaut haben!
Und zum Thema Neuanfang, man sollte mal recherchieren, warum das NLZ personell komplett neu aufgestellt wurde und ob man beim RWE dann immer noch mit dem Stern für gute Nachwuchsarbeit rechnet, der vom DFB vergeben wird und gleichzeitig finanzielle Förderung bedeutet...

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