Coronavirus Daimler-Stopp trifft Motorenwerk in Kölleda

Der Produktionsstopp bei Daimler trifft auch das Motorenwerk Kölleda (MDC). Wie Sofia Stauber von Daimler in Stuttgart am Mittwoch MDR THÜRINGEN sagte, wird derzeit geprüft, ob für das Thüringer Werk ab kommender Woche ein Notbetrieb in Frage kommt oder es komplett heruntergefahren werden muss. Dazu müsse zunächst geklärt werden, ob zwingend Produktionsbereiche aus Thüringen gebraucht werden und Bedarf an Mitarbeitern besteht.

Ebenso sei die Frage der Mindestabstände zu klären. Zu Details konnte Stauber deswegen noch keine Aussage treffen. In dieser Woche fährt Daimler seine Produktion im Großteil seiner Standorte herunter. Ab nächster Woche soll sie für zwei Wochen unterbrochen werden. Dadurch will sich das Unternehmen eigenen Aussagen zufolge auf eine vorrübergehend niedrige Nachfrage vorbereiten und die Finanzkraft sichern.

Montagelinie des neuen Motor, Mitarbeiter bauen Teile zusammen
Mitarbeiter des MDC in Kölleda bei der Arbeit. Bildrechte: imago/Bild13

Bereits Volkswagen, BMW und Opel hatten ihre Produktionen eingeschränkt. Doch nicht nur große Unternehmen sind unter Druck. Immer mehr klein- und mittelständische Firmen geraten schon jetzt an ihre finanziellen Grenzen. Davon betroffen sind auch zahlreiche Zulieferbetriebe für die Automobilindustrie in Thüringen. Die Landesregierung plant unter anderem deshalb ein milliardenschweres Hilfspaket. Unternehmer sollen schnell und unbürokratisch an Zuschüsse oder Kredite kommen. Details will Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee noch am Mittwochnachmittag bekannt geben.

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Quelle: MDR THÜRINGEN/ls

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 18. März 2020 | 13:00 Uhr

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