Kreis Sömmerda Lange Haftstrafe für Autofahrer nach Unfallflucht

Nach einer Unfallflucht im Jahr 2017 muss ein 24 Jahre alter Mann aus dem Weimarer Land für fünf Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Das Landgericht Erfurt verurteilte ihn am Freitag wegen versuchten Mordes, Unfallflucht, fahrlässiger Tötung und Fahren ohne Führerschein.

Unfallstelle eines tödlich verunglückten Radfahrers
Unfallermittler der Polizei im Juni 2017 am Tatort in der Nähe von Buttstädt im Kreis Sömmerda (Archivbild). Bildrechte: MDR/Martin Wichmann

Der Mann hatte im Juni 2017 einen Mountainbikefahrer nahe Buttstädt im Kreis Sömmerda am Straßenrand erfasst und dann die Flucht ergriffen. Der 44-jährige Radfahrer stürzte in den Straßengraben und erlag dort seinen Verletzungen. Obwohl der Autofahrer den Unfall bemerkt haben muss, kümmerte er sich nicht um den Verletzten. Der 24-Jährige war nicht in Besitz einer Fahrerlaubnis und ist dreifach vorbestraft. Das Gericht ging mit dem Urteil deutlich über die von der Staatsanwaltschaft geforderte Strafe von drei Jahren und neun Monaten hinaus. Überführt hatten den Verurteilten offenbar Spuren am Unfallfahrzeug. Wie ein Gerichtssprecher weiter mitteilte, sieht das Urteil zudem vor, dass der Mann frühestens nach vier Jahren einen neuen Führerschein erhalten darf.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 14. Juni 2019 | 12:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. Juni 2019, 13:49 Uhr

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