Landesfest US Army will am "Thüringentag" teilnehmen

von Dirk Reinhardt

Die US Army will am "Thüringentag" im Juni im Sömmerda teilnehmen. Eine Sprecherin des Hauptquartiers der US Army Europe in Wiesbaden sagte MDR THÜRINGEN, die US-Streitkräfte würden sich gerne gemeinsam mit der Bundeswehr bei dem Ereignis präsentieren. Vorstellbar seien Auftritte einer Militärband sowie von Sanitätskräften im Rahmen der geplanten "Blaulichtmeile". Kampffahrzeuge wolle man nicht zeigen. Die US Army sei mit der Bundeswehr darüber im Gespräch. "Wir hoffen, dass unser Wunsch offen aufgenommen wird", sagte die Sprecherin. Sie verwies darauf, dass die US Army bereits am "Tag der Sachsen" im vergangenen Jahr in Torgau teilgenommen habe und sich auch an der diesjährigen Veranstaltung im September in Riesa beteiligen wolle. 

Fahrzeug des US-Militärs, an dem vorn ein Schild mit der Aufschrift -Convoy follows, Kollone folgt- angebracht ist.
Mehrfach sind in den vergangenen Monaten US-Militärkonvois durch Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt gerollt. Im Bild: US-Fahrzeuge bei einem Halt in Burg (Sachsen-Anhalt) im Januar. Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer

Die Sprecherin sagte weiter, Thüringen sei wie Sachsen und Sachsen-Anhalt als "Durchfahrtsland" bei Übungen wie "Atlantic resolve" wichtig. Deshalb wolle sich das US-Militär den Menschen im Land zeigen und auf die enge Zusammenarbeit mit dem Nato-Partner Deutschland hinweisen. Im Rahmen von "Atlantic resolve" trainiert das US-Militär seit 2014 mehrmals pro Jahr das Verlegen von Tausenden Soldaten und Fahrzeugen aus den USA innerhalb weniger Tage nach Osteuropa. Zuletzt waren im Februar US-Militärkonvois durch Sachsen-Anhalt nach Polen gefahren. Thüringen war zuletzt im Mai vergangenen Jahres "Durchfahrtsland" für eine solche Verlegungsübung.  Die Verlegungsübungen sind Teil eines Strategiewechsels der USA und der Nato, der auf eine stärkere Präsenz in Osteuropa zielt - auch als Reaktion auf die Annexion der Krim durch Russland.

Bundeswehr: Derzeit keine gemeinsame Planung

Die Bundeswehr und die Stadt Sömmerda bestätigten auf Anfrage von MDR THÜRINGEN, von dem Wunsch der US Army zu wissen. Eine gemeinsame Planung gebe es derzeit aber nicht, teilte ein Sprecher des Bundeswehr-Landeskommandos Thüringen mit. Die Bundeswehr selbst will den Angaben zufolge mit Personal und Technik beim "Thüringentag" dabei sein. Schwerpunkt soll die zivil-militärische Zusammenarbeit sein. Die Bundeswehr wolle darüber informieren, welche Hilfe sie im Katastrophenfall leisten könne, sagte der Sprecher des Landeskommandos in Erfurt. 

Hauboldt: Freuen uns über das Interesse, aber...

Sömmerdas Bürgermeister Ralf Hauboldt (Die Linke) äußerte sich zurückhaltend zu dem Wunsch der US Army. "Wir freuen uns sehr über das Interesse der Komponente der US-Streitkräfte", teilte er auf MDR-Anfrage mit. Jedoch seien die räumlichen Kapazitäten des Landesfestes in Sömmerda begrenzt. "Gemäß unseren Grundsätzen möchten wir zuerst unseren lokalen Partnern die Möglichkeit geben, sich zu präsentieren und ihre Arbeit vorzustellen", so der Bürgermeister. Daher würde sich die Stadt Sömmerda über eine Präsentation der Bundeswehr im geplanten Bereich "Thüringen hilft!" freuen. Eine weitere Technik- und Leistungsschau sei in diesem Bereich aber aus Kapazitätsgründen nicht möglich. "Die Dimensionen des US-Militärs übersteigen unsere logistischen Möglichkeiten." Die Beteiligung einer US-Militärband könne man sich hingegen gut im Programm auf einer der Bühnen im Festgelände vorstellen.

Der "Thüringentag" findet vom 28. bis 30. Juni in Sömmerda statt.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 17. März 2019 | 05:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. März 2019, 05:00 Uhr

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69 Kommentare

20.03.2019 14:35 part 69

Um mal aufzuklären, was so alles an Desinformation in den Medien herumgeistert: N. S. Chruschtschow hat 1954 diese russische Halbinsel der Ukrainischen Sowjetrepublik vermacht, womit er gleich zweimal gegen das Völkerrecht verstieß. Einmal durch Verletzung der territorialen Integrität damals bestehender Staatsgebiete der UdSSR, zum anderen durch Mißachtung des Selbstbestimmungsrechts der Russen, weil er handelte, ohne sie gefragt zu haben. Durch das Referendum mit einer Wahlbeteiligung von 96 % auf der Krim und die nachfolgenden Maßnahmen wurde die historische Gerechtigkeit wiederhergestellt. Zugleich konnte vereitelt werden, daß atomare US-Waffen im Falle eines späteren NATO-Beitritts der Ukraine auf der Halbinsel stationiert werden können.

18.03.2019 21:49 Gerd Müller 68

18.03.2019 19:09 Mediator
Ich staune, was Sie alles wissen, selbst in Archiven von Russland kennen Sie sich aus. Selbst Google hat den Vertrag nicht gefunden, außerdem hat Chruschtschow eigenmächtig gehandelt, das ist schon nicht zulässig gewesen.
Was nun Herr Mediator, sie lügen bis es Ihnen in den Kram passt, Sie verdrehen Tatsachen um auf NATO, SPD und CDU Linie zu kommen. Für Sie sind Ami und Nato Truppen die Guten und der Russe ist der Börse.
Dann Google Sie einmal, wie viele Kriege der Ami direkt und indirekt vom Zaun gebrochen hat.
Für mich sind es die größten Kriegsverbrecher des Planeten.
Schönen Abend noch

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