Unser kleines Spargelfeld Das Spargeltagebuch

Wir hatten es getan und uns bei der Agrargesellschaft Herbsleben eine Spargelparzelle gemietet. Was uns - den Spargel-Amateuren Cornelia Hartmann, Sandra Voigtmann und Jana Hildebrandt - auf dem Spargelfeld passiert ist, erzählten wir Ihnen in unserem Online-Spargeltagebuch.

24.06.2020 | Wir müssen Abschied nehmen - Schön war's

Wer hätte gedacht, dass uns der Abschied einmal so schwer fallen würde. Fast ein Vierteljahr sind wir auf unser kleines Spargelfeld nach Herbsleben gefahren mit Spargelstecher, Schaufel, Maurerkelle und einem Lächeln im Gepäck. Gestern Abend war es soweit. Gemeinsam mit Spargelnachbarn und Spargelhelfern haben wir ein kleines Spargelfest am Feldrand gefeiert. Es gab Erdbeertörtchen von Sandra, eine riesige Hackepetertorte von Cornelia und Antonia, zweierlei Spargelsalate von Dirk und Jana, Rhabarberkuchen von Brit und nicht zu vergessen die selbstgeschlachtete Wurst von unserer Nachbarin aus Reihe 67.

Menschen lachen in die Kamera.
Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen. Bildrechte: MDR/Jana Hildebrandt

Und Letztere war besonders wehmütig. Die ehemalige Gemeindeschwester hat sich wohl gefühlt auf dem Spargelacker, so wie wir auch. Im nächsten Jahr will sie wieder dabei sein. Da ist auch unser Ziel. Denn trotz Regen, Schlamm, so machem leichten Sonnenstich, Blasen an den Händen und gelegentlichen Rückenschmerzen war es einfach wunderschön. Während des Lockdowns waren wir draußen an der frischen Luft, haben die Ernte noch mehr zu schätzen gelernt und verdammt viele nette Menschen am Feldrand kennengelernt.

Menschen lachen in die Kamera.
Sandra, Jana und Conny sagen Tschüß! Bildrechte: MDR/Jana Hildebrandt

Abgesehen davon kann sich unsere Bilanz auch sehen lassen. Immerhin landeten rund 450 Kilogramm Spargel in unseren Körben. Auch wenn wir damit im Mittelfeld liegen, sind wir zufrieden. Und wir sind uns alle einig, dass das nicht unsere letzte Spargelbäuerinnen-Zeit war. Wir kommen wieder. Denn nach dem Spargel ist vor dem Spargel.

Spargelernte 3 min
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MDR THÜRINGEN JOURNAL Mi 24.06.2020 19:00Uhr 02:30 min

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23.06.2020 | Das dicke Ende kommt noch und zwar direkt auf unsere Teller

Neun Wochen lang haben wir nun Spargel gestochen und nicht gerade wenig. Der Tagesrekord lag bei 40 Kilogramm in drei Stunden bei brütender Hitze. Doch glücklicherweise blieb das die Ausnahme. Wir sind auch mit halb soviel zufrieden und glücklich gewesen. So wie an unserem letzten Spargelwochenende.

Mit 16 Kilogramm sind wir fast ein bisschen wehmütig nach Hause gefahren. Denn so langsam heißt es Abschied nehmen von unserem kleinen Spargelfeld, den vielen netten Nachmittagen, sonnigen Mittagsstunden und gemütlichen Abenden mit unseren Erntehelfern, Freunden und Nachbarn. Ein kleines Trostpflaster an diesem letzten Wochenende waren da die richtig dicken Stangen, die wahrscheinlich einzeln eine ganze Mahlzeit ausmachen und als leckeres Spargelgericht auf unseren Tellern landen.

Dicke Spargelstangen auf einem Spargelfeld
Eine Stange - eine Mahlzeit! Bildrechte: MDR/Jana Hildebrandt

17.06.2020 | Risse über Risse in der Erde und Spargel in unterschiedlichsten Formen

Während unserer achtwöchigen Spargelernte haben wir ziemlich viel gelernt - auch woran man erkennt, dass unter der Erde eine Spargelstange zum Stechen ist. Dann bricht nämlich der sonst eher glatt wirkende Boden auf und unter dem Riss blitzt die Stange hervor. Soweit so gut die Theorie.

In der Praxis sah das am Mittwoch irgendwie anders aus. Denn nicht einzelne Stellen im Boden, nein, der komplette Damm war voller Risse und glich einem riesigen Mosaik. Das hieß natürlich nicht, dass dort überall eine Stange war, die gestochen werden wollte. Vielmehr war durch den vielen Regen und die Wärme danach die Oberseite des Erdwalls aufgerissen und das wirklich überall.

Spargelspitzen schauen aus dem Boden heraus
Der Damm war am Mittwoch voller Risse. Bildrechte: MDR/ Jana Hildebrandt

Unsere Ernte war also auch ein bisschen eine Glückssache. Klar haben wir die Stangen entdeckt, die mit dem Kopf schon aus der Erde heraus geguckt haben. Aber wo sonst noch Spargel raus wollte, mussten wir erst durch viel Buddeln herausfinden. Außergewöhnlich oft haben wir am Mittwoch auch S-förmige Spargelstangen gestochen. Eigentlich sollte die Form gerade, prall und glänzend sein. Doch bei uns gibt es auch Spargel in unvollkommener Form. Unsere krummen und kurzen Stangen werden dann einfach für den Salat oder in der Suppe verwendet. Schließlich ist das Aussehen nur eine Frage ästhetischer Natur. Geschmacklich sind sie alle gleich – auch die krummen, kurzen oder abgebrochenen Spargelstangen.   

Ein Spargelfeld mit vielen Rissen im Boden
Doch nicht unter jedem Riss war auch eine Spargelspitze. Bildrechte: MDR/ Jana Hildebrandt

15.06.2020 | Schlammschlacht auf dem Spargelfeld

Eigentlich wollten wir so kurz vor dem Ende der Spargelsaison den Abend gemütlich ausklingen lassen. Wir hatten selbstgepflückte Kirschen und frische Erdbeeren sowie selbstgemachte Spargeltortilla dabei. Der Tisch war also gut gedeckt und es sah zunächst nach einem entspannten Abend auf und neben dem Spargelfeld aus. Doch ganz so entspannt war es dann doch nicht.

Denn der tagelange Regen hat das Spargelfeld völlig durchnässt. Schon auf den ersten Metern klebten unter unseren Sohlen zentimeterweise Erdklumpen. Abgesehen davon, das Flip-Flops an dem Tag die allerschlechteste Wahl waren. Unser Damm war von vorne bis hinten pitschnass und der Spargel hat sich nur mit größter Mühe stechen lassen. Und dann gab es auch noch eine Rüge von den Nachbarn, weil wir angeblich solange nicht auf dem Feld gewesen wären und die Spargelstangen schon überall aus dem Damm geguckt haben. Dabei waren wir erst vor zwei Tagen da.

Wir sind selbst ein bisschen platt, wie schnell der Spargel schon wieder gewachsen ist und haben am Ende tatsächlich verhandeln müssen, wer freiwillig die größte Spargelkiste mit nach Hause nimmt. Immerhin waren es 20 Kilo, die wir samt Erdklumpen gestochen haben. Und bis auf Cornelia, die sich immer wieder auf neuen Spargelsalat freut, haben wir den Spargel auf dem Teller so ganz langsam satt.

Zwei Frauen zeigen ihre mit schlammbedeckten Schuhe in einem Spargelfeld.
Flip-Flops oder derbe Wanderstiefel? Gegen den Schlamm auf dem Feld gab es nicht wirklich das richtige Schuhwerk. Bildrechte: MDR/Cornelia Hartmann

10.06.2020 | Was genau essen wir eigentlich?

Seit Wochen "spargeln" wir vor uns hin. Alle zwei Tage, manchmal auch täglich fahren wir aufs Feld bei Herbsleben, um unseren Spargel zu stechen. Inzwischen haben wir jede Menge gelernt über den Spargelanbau. Und auch das Stechen des Spargel geht inzwischen sehr geschmeidig. Bei im Schnitt 15 Kilogramm alle zwei Tage sind wir auch wählerisch geworden. Nicht jede Spargelstange landet im Korb. Ein paar schaffen es auch nur in die Furche zwischen den Dämmen. Das sogenannte weiße Gold lassen wir ab und an auch mit Absicht mal violett werden. Wird der Spargel von der Sonne geküsst, verändert er nämlich seine Farbe. Er wird erst violett und dann grün…und schmeckt entsprechend auch anders.

Auf den Feldern der Agrargesellschaft Herbsleben wachsen hier und da schon Spargelwälder. Denn wenn nicht mehr geerntet wird, darf der Spargel ja ungehemmt in den Himmel wachsen. Er bildet erst zarte und dann kräftigere Zweige aus. Nach nicht allzu langer Zeit entstehen so Spargelbüsche oder -bäumchen. Stellt sich also die Frage: Was genau essen wir eigentlich, wenn wir Spargel mümpeln? Bäume im Minizustand? Wir haben darüber auf dem Feld gerätselt, diskutiert und schließlich im Internet gesucht nach Antworten. Doch wir haben keine gefunden.

Spargeltagebuch
Wird Spargel nicht mehr geerntet, wächst er förmlich in den Himmel. Bildrechte: MDR/Sandra Voigtmann

Also haben wir unseren Telefonjoker gezückt und unseren Spargelchef Matthias Joest angerufen. Er ist, das durften wir inzwischen auch lernen, ein wandelndes Lexikon. Wahnsinn, was dieser Mann alles weiß. Wir haben ihm also von unserer Baumtheorie erzählt. Und tatsächlich, den Austrieb, den wir essen - die Spargelstange oder eben Triebachse - die kann man durchaus als Minibaum bezeichnen, sagt er. Die kleinen Blättchen an der Stange werden tatsächlich die Ästchen am späteren Busch. Die Stange selbst wird der Stamm und die Wurzel bleibt was sie ist, eine Wurzel eben. Verrückte Sache finden wir und freuen uns über unser Spargelwunder.

Spargel besteht zu 94% aus Wasser und hat kaum Kalorien, dafür aber jede Menge Mineralien und Spurenelemente. Ein absolutes Supergemüse oder eben Superbäumchen. Und es hat soviel Energie in sich. Immerhin wächst eine Spargelstange bis zu 15 Zentimeter am Tag. Dank Sonnenenergie in Form von Wärme zündet unser Minibäumchen den Turbo. Stellt sich sofort die nächste Frage, ob jede einzelne von uns zu Superwoman wird, wenn wir viel energiegeladenen Spargel essen? Diese Frage beantworten wir uns ganz einfach mal selbst mit einem einstimmigen JA!

07.06.2020 | Thüringer Wald trifft Thüringer Becken - Wer will noch mal, wer hat noch nicht?

Wochen- oder Feiertag das ist egal. Bauern sind immer im Dienst. Auch bei uns Spargelbäuerinnen auf Zeit ist das so. Zu dritt lässt es sich auf unserem knapp 300 Meter langen Damm gut ernten. Und doch freuen wir uns über jeden freiwilligen Erntehelfer. So wie uns macht es den meisten einen riesigen Spaß und deshalb werden viele unserer Erntehelfer zu Wiederholungstätern - auch Sandras Freunde aus Schmiedefeld.

Oben im Wald gibt es zwar blühende Bergwiesen und Maispitzen an den Fichten, aber eben keine Spargelfelder. Also kamen sie im Mai zum ersten Mal vorbei auf unserem Acker und halfen. Zum Glück, denn es war der Tag, an dem wir etwa 40 Kilogramm Spargel zu stechen hatten. Da war jede helfende Hand ein Segen. Und es hat ihnen trotz viel Arbeit so gut gefallen, dass sie angefragt haben, ob sie nochmal vorbei kommen dürfen. Auf jeden Fall!

Und so fuhren sie am Sonntag noch einmal vom Rennsteig herab ins Thüringer Becken. Während Vater und Sohn Sandra beim Spargel ernten geholfen haben, sind Mutter und Tochter nach Gebesee zum Erdbeerenpflücken gefahren. Als die Mädels nach etwa eineinhalb Stunden mit knapp sechs Kilogramm Erdbeeren auf dem Spargelacker wieder eintrafen, hatten Sandra und die Jungs zehn Kilogramm Spargel gestochen. Eingesammelt wurde dann zu fünft. Der Spargel wurde gut verpackt und konnte dann die Reise in den Thüringer Wald antreten - hinauf zum Rennsteig. Erdbeermünder, Kaffeeschnuten, staubige Klamotten und strahlende Gesichter - das war ein Nachmittag voller Glück!

Spargeltagebuch
Das große Glück kann so klein sein. Bildrechte: MDR/Sandra Voigtmann

04.06.2020 | Nachts auf dem Spargelfeld

Eine ruhige Nacht inmitten der Natur, so war es eigentlich gedacht. Und dann frisch und munter am nächsten Morgen Spargel stechen. Doch an Schlaf war kaum zu denken, denn es war tierisch was los auf unserem Acker.

Auf der Rückfahrt vom Ostsee-Pfingst-Urlaub hat Sandra mit ihrem Wohnwagen auf "unserem" Spargelfeld bei Herbsleben Station gemacht. Erst nach Einbruch der Dunkelheit hat sie Reihe 16 erreicht. Eingeparkt war schnell. Der Mond schien durch den Pappelstreifen und der Ruf einer Eule war zu hören. Im Grasstreifen neben dem Feld raschelte es.

Schnell war klar, Sandra ist nicht allein. Fuchs und Hase sagen sich hier hörbar "Gute Nacht". Am Ende des Dammes auf der anderen Seite des Feldes waren schemenhaft Rehe zu erkennen. Stille Nacht - auf dem Feld Fehlanzeige. Hier steppt auch nachts der Bär - okay, das ist übertrieben und deshalb hieß es für Sandra dann um 2 Uhr Nachtruhe.

Ein Wohnwagen steht am Rand des Spargelfeldes in Herbsleben
Nachts ist viel Betrieb am Spargelfeld Bildrechte: MDR/Sandra Voigtmann

Schon um 6 Uhr rollten die ersten Autos von Spargelbauern auf Zeit aufs Feld. Türen fielen zu. Kofferraumklappen quietschten.  Etwa 15 Leute wollten in der morgendlichen Kühle Spargel stechen. Auch für Sandra hieß es raus aus den Federn. Aber erstmal Kaffee kochen und genießen - mit Blick aufs Feld. In den Pappeln reckten sich die Reiher.

Die Krähen zeterten lautstark in den Bäumen vor sich hin. Wie wir von Matthias Joest von der Agrargesellschaft Herbsleben erfuhren, locken sie damit die Jungvögel aus dem Nest. Ein Storch zog seine Kreise am blauen Himmel. Dass das Spargelfeld so tierisch wild ist, wer hätte das gedacht? Und da haben sich die Frösche, Mäuse, Hamster, der Rotmilan und die vielen Insekten noch gar nicht alle blicken lassen. Stundenlang dasitzen und einfach nur beobachten - es würde einem nicht langweilig werden.

Doch der Spargel wollte auch gestochen werden. 14 Kilogramm waren es an diesem Morgen. Geholfen hat Sandra eine Freundin, die mit Frühstücksbrötchen vorbei kam.

02.06.2020 | Käfer sammeln und Spargel ernten

Heute haben wir neben Spargel auch die Marienkäfer auf unserem Damm gesucht. Schließlich hat der Nabu zum Zählen der Sechsbeiner aufgerufen. Und besonderes Augenmerk liegt in diesem Jahr auf dem Marienkäfer, von dem es in Deutschland allein etwa 70 Arten gibt. Angesichts der vielen Krabbeltiere auf unserem Damm, haben wir auch viele Marienkäfer bei uns vermutet. Doch das Gefühl hat uns getäuscht, was wahrscheinlich an unserem fast unkrautfreiem Spargeldamm liegt. Nur vier kleine Krabbler haben wir an grünen Spargelspitzen entdeckt.

Denn wie von unserem Experten Matthias Joest empfohlen haben wir per Hand Disteln, Ackerwinde und Quecken fleißig entfernt, damit kein Unkraut unsere Spargelpflanzen am Wachsen hindert. Besser sieht es dagegen für die kleinen Glücksbringer auf einem benachbarten Damm aus. Dieser ist als grünes Biotop mit Unkraut ein regelrechtes Eldorado für die Sechsbeiner. Auf den vom Nabu empfohlenen zehn Metern wimmelt es von den kleinen gepunkteten roten Käfern. Mindestens 20 Käfer haben wir dort gezählt.

Ein Marienkäfer sitzt auf einer Spargelspitze
Hallo, kleiner Glücksbringer... Bildrechte: MDR/Jana Hildebrandt

31.05.2020 | Eine Kröte im Spargelfeld

Wir haben einen neuen bislang unbekannten Bewohner auf unserem Spargeldamm entdeckt.

Eine Kröte sitzt neben einer Spargelstange
Direkt links von der Spargelstange sieht man die kleine Mitbewohnerin. Bildrechte: MDR/Jana Hildebrandt

Neben Marienkäfern, Tausendfüßlern, Regenwürmern und anderen Asseln lebt bei uns auch eine Knoblauchkröte. Sie hat sich eine Wohnhöhle in unserem Damm gebaut, die sie erst am Abend verlässt. Nach dem wir uns belesen haben, wissen wir nun, das sie unseren lockeren, sandigen Spargelboden liebt und sich dort als erwachsene Kröte heimisch fühlt.

Weil sie den ganzen Tag versteckt in ihrer Wohnhöhle lebt, haben wir sie bis jetzt nicht gesehen.

Knoblauchkröte
So sieht die Knoblauchkröte aus, wenn sie sauber ist. Bildrechte: IMAGO

Erst wenn es dämmert, gräbt sie sich aus ihrem unterirdischen Versteck frei, um an der Oberfläche auf Nahrungssuche zu gehen, was Cornelia einen ordentlichen Schrecken eingejagt hat. Denn damit hatte sie nicht gerechnet. Glücklicherweise ist die kleine gemusterte Kröte heil geblieben und kann nun weiter auf und in unserem Damm wohnen. Ihren Namen verdankt sie übrigens dem Duft den sie ausströmen kann, wenn sie sich stark erschrocken hat. Vor Cornelia hat sie offenbar trotz großen Spargelmessers keine Angst gehabt und ihren Duft für sich behalten.

26.05.2020 | Weiß oder violett - alles eine Frage des Geschmacks, oder?

Ist Spargel eigentlich gleich Spargel - egal, welche Farbe er hat? In den letzten Wochen haben wir Spargel in drei Farben gestochen. Mal waren es komplett weiße Stangen und mal Stangen mit violetten oder manchmal auch grünen Spitzen. Wer dachte, dass wir drei verschiedene Sorten angebaut haben, den müssen wir enttäuschen. Alle Stangen stammen von unserer einen Parzelle in Herbsleben. Welche Farbe der Spargel letztlich hat, hängt vom Sonnenlicht ab. Durch die Sonnenstrahlung verfärben sich die zunächst mit Erde bedeckten weißen Spargelstangen nämlich violett und später grün.

Spargelstangen liegen in Papiertüten verpackt auf einem Tisch
Eine Sorte Spargel, unterschiedliche Farben. Bildrechte: MDR/Jana Hildebrandt

Glaubt man den Umfragen unter den Spargelliebhabern, dann ist der weiße Spargel der Favorit, weil er besonders mild ist. Er wird gestochen, solange er noch mit Erde bedeckt ist. Der violette Spargel ist dagegen etwas kräftiger und würziger im Geschmack. Wegen seines Geschmacks gilt er besonders in Frankreich als Delikatesse.

Aber auch hier wird er von Kennern geschätzt, so wie von Sandra. Sie findet ihn besonders zart und er bringt unserer sportlichen Wetterfee Farbe auf den Teller. Denn auch nach dem Kochen ist er noch schön violett. Die Stangen verfärben sich erst, wenn sie aus der Erde luken. Dann wird seine Spitze violett. Im Laden bekommt man ihn eher selten zu kaufen. Er kann für alle klassischen Spargelgerichte eingesetzt werden.

Wir haben lange überlegt, welche Spargelsorte uns die liebste ist. Geht es nach unserem Experten Matthias Joest, sollten uns die violett gefärbten Stangen wegen des intensiveren Aromas am besten schmecken. Doch ehrlich gesagt, haben wir - bis auf Sandra - den Unterschied noch nicht bemerkt. Optisch ist es mit den unterschiedlichen Farben auf jeden Fall sehr interessant, weil die Spargelgerichte dadurch viel bunter sind.

23.05.2020 | Ein Hoch auf unsere Erntehelfer

Nach wochenlangem Spargelstechen wollen wir einfach mal  Danke sagen. Denn eins ist klar, ohne unsere Erntehelfer wäre es für uns schwierig, regelmäßig den gesamten Spargel zu ernten. Denn nicht nur die alteingesessenen klassischen Spargelbauern sind auf Hilfe beim Spargel angewiesen.

Auch wir Laien wären ohne die vielen kleinen und großen helfenden Hände manchmal aufgeschmissen. Ob Familie, Kollegen, Freunde oder Bekannte - Für keinen Erntehelfer war der Weg zu weit und die Arbeit zu schwer. Auch Regen und Hitze haben für sie keine Rolle gespielt. Deshalb sagen wir danke an alle fleißigen Spargelerntehelfer.

Sandra Voigtmann mit einem Mann und einer Frau beim Picknick
Wer hart arbeitet, der muss auch gut essen. Bildrechte: MDR/Sandra Voigmann

20.05.2020 | Dem Spargel beim Wachsen zusehen

So langsam können wir unserem Spargel beim Wachsen zu schauen. Kaum waren wir auf unserer Parzelle und haben alle mehr oder weniger sichtbaren Stangen gestochen gucken wenige Stunden später schon wieder die ersten Spargelspitzen aus der Erde. Natürlich hatte uns unser Spargelexperte Matthias Joest vorgewarnt und uns verraten, dass bis zu 15 Kilogramm Spargel pro Tag möglich sind.  Aber daran geglaubt haben wir nicht so richtig.

Bis zu sieben Zentimeter wachsen die Stangen derzeit bei den frühsommerlichen Temperaturen und bis zu 15 Stunden Sonnenschein. Das bedeutet für uns, dass wir jetzt täglich raus aufs Feld nach Herbsleben fahren und trotz Blasen an den Händen, Rückenschmerzen und Sonnenbrand Spargel stechen.

Eine Frau steht auf einem Spargelfeld
Trotz Rückenschmerzen und Sonnenbrand: rauf aufs Feld! Bildrechte: MDR/Jana Hildebrandt

19.05.2020 | Erste Spargel-Wehwehchen

Seit Anfang April ernten wir Spargel. Das lief bisher reibungslos und ohne Wehwehchen. Doch jetzt ist es soweit. Die ersten von uns haben Blasen an den Händen, Rückenschmerzen und außerdem plagt uns die Sonne. Mit 25 Grad ist es mächtig heiß gewesen. Das Ausbuddeln und Bücken ist ziemlich anstrengend gewesen. Und so haben wir unsere Ernte das erste Mal im Sitzen gewogen. Immerhin haben wir 24,75 Kilogramm gestochen. Eigentlich gehen wir dann noch einmal los, um die Kilos aufzurunden. Aber auch dafür sind wir heute einfach zu k.o. gewesen.

Eine verbundene Hand greift zu einem Erste-Hilfe-Set, das auf einem Spargelfeld in Herbsleben liegt
Nur gut, dass wir immer den Sanitätskasten dabei haben. Bildrechte: MDR/Jana Hildebrandt

18.05.2020 | Angeknabberte Spargelspitzen trüben die Ernte

Irgendwie hat der Feldhase uns nicht verstanden. Anstatt unseren Spargeldamm zu meiden, scheint er sich eher häuslich eingerichtet zu haben. Etwa jede vierte Stange war angeknabbert. Unsere Nachbarn haben diese Probleme nicht, sagen sie. Dann liegt es wohl an unserem Spargel, der besonders aromatisch und anziehend auf Hasen wirkt. Unsere Ernte von 11,5 Kilogramm ist mit den angeknabberten Spitzen zumindest diesmal kein 1A-Spargel. Aber für unsere Kochtöpfe ist er wie immer ein Genuss und den lassen wir uns weder von den Hasen nehmen noch von zweifelnden Nachbarn, die uns fragen, ob wir den Spargel tatsächlich persönlich stechen. Ja, liebe Nachbarn, das machen wir - genau wie ihr und auch bei Regen und an Sonn- und an Feiertagen.

15.05.2020 | Halbzeit auf dem Spargeldamm

Die Hälfte der Spargelsaison ist vorbei. Eigentlich können wir es kaum glauben. Aber Fakt ist, wir sind seit 6. April dabei und am 23. Juni zum Johannistag ist schon wieder Schluss. Das macht uns schon fast ein bisschen wehmütig. Schließlich fühlen wir uns hier sehr wohl und Freunde und Kollegen kommen regelmäßig vorbei, um uns bei der Ernte zu helfen.

Der Spargelbauer trinkt mit seinen Helfern einen Schluck Sekt
Landesfunkhaus-Kollege Dirk Reinhardt (rechts) hat uns zum Bergfest verköstigt. Bildrechte: MDR/Jana Hildebrandt

Dann machen wir es uns gerne mal neben dem Acker gemütlich und essen und trinken gemeinsam. Sowie zum Bergfest. Auch diesmal sind zwei unserer fleißigen Erntehelfer dabei gewesen. Und Dirk Reinhardt, unser Kollege und heimlicher MDR-Funkhaus Gourmetkoch hat für uns eine leckere Spargelpizza und einen Spargelsalat mit Melone kredenzt. Dazu gab es frisch gebackenes Spargelbrot, das unser Spargelexperte Matthias Joest mitgebracht hat.

Spargel wird gewogen 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

MDR THÜRINGEN JOURNAL Fr 15.05.2020 19:00Uhr 02:03 min

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Ach ja - Spargel haben wir dann auch noch geerntet. Es ist zwar wegen der Eisheiligen wieder recht überschaubar gewesen. Aber angesichts der kühlen Temperaturen sind 17 Kilogramm nicht zu verachten. Wer jetzt Lust auf die Spargelpizza oder den Salat hat, kann das ein oder andere Rezept von Dirk mal ausprobieren. Guten Appetit und liebe Grüße an unsere vielen lieben Nachbarn vom Spargelfeld und ein dickes Dankeschön an unsere lieben Helfer.

Vor einem Spargelfeld steht ein gedeckter Tisch
Unsere Spargelrezepte können Sie zu Hause nachkochen. Bildrechte: MDR/Jana Helmuth

Spargelpizza

  • Pizzateig herstellen
  • Teig ausrollen und mit Pizzagewürz bestreuen/ alternativ können auch Kräuter verwendet werden
  • je zwei EL Frischkäse und Cremè fraiche vermengen und auf dem Teig verteilen
  • anschließend je nach Geschmack salzen und pfeffern und nach Belieben zum Beispiel mit Südtiroler Schinken und Spargel belegen (dünne Stangen kann man roh und dicke kurz gekocht verwenden)
  • am Ende wird noch einmal Frischkäse über dem Belag verteilt, bevor die Pizza für 25 bis 30 Minuten bei 200 Grad im Backofen verschwindet
  • auf die fertige Pizza kann man nach Belieben noch gerne ein paar Spritzer Oliven- oder Trüffelöl verteilen

Spargel-Melonen-Salat

Für den Salat wird der Spargel zunächst gekocht und anschließend klein geschnitten. Die Melone wird ebenfalls in kleine Stücke geschnitten. Danach wird das Dressing zubereitet. Dafür werden Weißweinesseig, Olivenöl, frische Minze, Zitronensaft, Honig, Salz und Pfeffer vermengt.

13.05.2020 | Die Eisheiligen haben uns torpediert

Wo ist der Spargel? Es ist traurig, aber wahr. Nachdem wir in den vergangenen Tagen so viel Spargel geerntet haben, müssen wir die weißen Stangen jetzt fast mit der Lupe suchen. Auch unser Hütehund Scipio schaut sehnsüchtig zu den Nachbarn, die offenbar genauso wenig Erfolg haben wie wir. Es waren wohl die Eisheiligen, die uns einen Strich durch die Rechnung gemacht haben. Es war einfach zu frostig. Klägliche sieben Kilogramm und 250 Gramm zeigt unsere Waage an. Gut, dass Conny Flammkuchen für uns alle dabeihat. Das hat uns ein bisschen geholfen, über unsere klägliche Spargelernte hinwegzukommen. Wir hoffen, dass sich die letzten beiden Eisheiligen etwas zurückhalten und uns nicht wieder bei der Ernte torpedieren.

Ein Hund sitzt auf einem Spargelfeld in Herbsleben.
Hund Scipio wacht über das Spargelfeld. Bildrechte: MDR/Jana Hildebrandt

10.05.2020 | Klatschnass, aber glücklich zum Muttertag auf dem Spargelfeld

Ja, auch das gehört dazu. Trotz strömenden Regens und Muttertags muss geerntet werden. So langsam wird der Spargel unser Chef. Jetzt entscheiden nicht mehr wir, wann wir aufs Feld fahren, sondern der Spargel. Und so sind wir am Sonntagnachmittag wieder raus gefahren nach Herbsleben und haben bis zum Abend geerntet. Am Ende waren wir alle klatschnass - aber glücklich über 27 Kilogramm Spargel. Denn wir sind ja nicht nur Schönwetterbäuerinnen.

Im strömenden Regen stehen zwei Menschen auf einem Spargelfeld.
Keine Schönwetterbäuerinnen und -bauern: Spargelernten im strömenden Regen. Bildrechte: MDR/Jana Hildebrandt

Statt weißer Spargelstangen haben wir schwarz-weiße mit Erdklumpen bedeckte Stangen im Korb. Und an unseren Schuhen klebt kiloweise Erde. Apropos Kilos. Wenige Tage vor der Spargelhalbzeit haben wir mal ausgerechnet, ob wir bis jetzt auch tatsächlich die von Spargelexperte Matthias Joest prognostizierte Ernte mit nach Hause gebracht haben. Unser Ergebnis ist zufriedenstellend. Mit der gestrigen Ernte liegen wir bei insgesamt 160 Kilogramm Spargel. Am Ende sollen es 400 Kilogramm sein. Wir bleiben gespannt.

09.05.2020 | "RENNSTEIGLÄUFERathome"- Läuferin Sandra macht Spargelfeld zur Rennstrecke

Weil der Spargelacker ja zur Zeit auch ein bisschen unser Zuhause ist und Sandra sich auf den Supermarathon vorbereiten will, ist das Feld in Herbsleben am Samstag zur "RENNSTEIGLÄUFERathome"-Rennstrecke geworden.  Während wir Spargel gestochen haben, hat Sandra für die 21,1 Kilometer lange Halbmarathon-Distanz das Feld 21,5 Mal in 2:04 Stunden umrundet. Das ist bislang auch die Zeit gewesen, die wir für unser Spargelfeld gebraucht haben, um es – sofern wir nichts übersehen haben - abzuernten. Deshalb sind wir auch gegeneinander angetreten, um zu schauen, wer schneller ist.

Doch irgendwie haben wir als Laien das Wetter und den plötzlichen Bewuchs unseres Dammes unterschätzt. Während Sandra bereits Halbzeit auf ihrer Laufstrecke hatte, buddelten wir noch immer im ersten Drittel unseres Dammes rum. Und als Sandra die Zielllinie übertreten hat,  sind wir kurz hinter der Hälfte des Damms angekommen. Insgesamt dreieinhalb Stunden haben wir uns mit Spargelstechen abgemüht und unseren Rücken deutlich zu spüren bekommen. So anstrengend ist es bislang noch nie gewesen.

Sandra Voigtmann trainiert neben Spargelfeld
Sandra Voigtmann trainiert neben dem Spargelfeld für den Rennsteiglauf-Supermarathon. Bildrechte: MDR/Jana Hildebrandt

Das erste Mal hat sich in das Gefühl der Freude und Euphorie auf Spargel auch das Gefühl der Angst gemischt, dass es noch mehr Spargel wird, den wir künftig ernten müssen. Und dabei geht es uns nicht nur darum, dass wir das Gemüse ernten müssen, auch das Verteilen an Freunde und Familie wird zunehmend schwieriger, da viele von ihnen schon mit Spargel versorgt worden sind. Dennoch haben wir uns über unsere Ausbeute von 40 Kilogramm Spargel gefreut. Und am Ende sind wir uns einig, dass wir ab sofort wohl noch häufiger aufs Feld fahren werden, um Spargel zu stechen.

08.05.2020 | Rekordernte im Team

Heute haben wir einen neuen Rekord aufgestellt. 22 Kilogramm Spargel an einem Tag - so viel haben wir seit Beginn der Spargelsaison noch nie gestochen. Aber das scheint normal zu sein. Denn unsere Spargelnachbarn stimmen uns zuversichtlich, das die Ernte erst einmal so bleibt. Verantwortlich dafür sei das milde Klima und der Regen, auch wenn er überschaubar war, sagen sie.

Viele Spargelstangen wachsen in einem Erddamm
Das war kein seltener Anblick. Bildrechte: MDR/Jana Hildebrandt

Und tatsächlich fühlt sich die Erde unseres Spargeldammes warm an. Weil wir wieder Erntehelfer dabei gehabt haben, haben wir in zwei Teams gearbeitet. Je Team gab es einen, der die Stangen ausgebuddelt und einen, der sie gestochen und wieder alles zugebuddelt hat. Und so waren wir trotz der riesigen Menge relativ schnell fertig und die Rückenschmerzen, die sich tatsächlich manchmal zeigen, haben sich in Grenzen gehalten.

06.05.2020 | Spargel-Theorie

Kennen Sie eine Spargelegge? Nein? Wie kannten den Begriff bis gestern auch nicht. Unsere Spargelnachbarn aus Herbsleben kennen so etwas schon. Und sie haben auch fast alle so ein ähnliches Gerät für ihre Spargelernte, verrät uns ein benachbartes "Spargelpärchen".

Die Spargelegge soll dabei helfen, den Spargeldamm zu bearbeiten, Spargel zu entdecken, Unkraut zu bekämpfen und Erde wieder anzuhäufeln. Das Gerät unserer Nachbarn hat natürlich optisch nichts mit einer professionellen Spargelegge zum Anlegen eines Damms zu tun. Das Exemplar unserer Nachbarn ist aus Holz und sieht aus wie zwei Rechen, mit denen man links und rechts einmal über den Damm kämmt. Dadurch bekommt der Damm eine Dreiecksform. Spargelstangen am Boden sollen damit besser erkannt und länger abgestochen werden, wie sie uns verraten.

Die Egge wird zu zweit über den gesamten Damm gezogen - und ist damit eine schöne Partner- oder Teamübung. Unser Damm hat noch immer die klassische Trapezform. Wir als Neulinge haben uns bisher nicht getraut, diese Form zu zerstören. Aber da die "Säfter" aus Herbsleben deutlich mehr Erfahrung haben wie wir, werden wir uns das Gerät mal ausborgen und unseren Trapezdamm in einen dreieckigen Damm verwandeln.

Zwei Spargelbauern ziehen eine sogenannte Spargelegge aus Holz über den Spargeldamm, um Stangen zu finden und Unkraut zu entfernen.
Die Spargelegge hilft Unkraut zu entfernen und Spargelstangen aufzuspüren. Bildrechte: MDR/Jana Hildebrandt

05.05.2020 | Liebe Nachbarn, was treibt ihr?

04.05.2020 | Hier läuft der Hase jetzt nicht mehr lang

Heute haben wir mal klar gemacht, wo der Hase bei uns lang läuft. Und das ist ab sofort nicht mehr über unseren Spargeldamm. Das ist nämlich unser Spargel, ihr süßen kleinen Feldhasen. Auch wenn euch die zarten grünen oder violetten Spargelspitzen gut schmecken, bleibt das unser Spargel. Wir essen die Spitzen nämlich genauso gerne wie ihr. Bisher dachten wir ja, dass es Rehe sind, die unsere Spitzen anknabbern.

Aber Matthias Joest hat uns eines Besseren belehrt und verraten, dass die Feldhasen die Hauptschädlinge sind. Sie lieben die frischen Spargeltriebe. Vor allem, wenn es im Frühjahr noch nicht genug zu futtern gibt, freuen sich die Hasen über den frischen Spargel. Neue Spargelfelder werden deshalb zum Teil elektrisch eingezäunt, um die Hoppler fernzuhalten. Soweit gehen wir natürlich nicht. Wir haben nun Warnschilder aufgestellt :-) Mal sehen ob die süßen kleinen Hoppler sich daran halten.

Ein Schild mit einem durchgestrichenen Hasen steht auf einem Spargelfeld in Herbsleben.
Ob sich die Hasen an die Anweisung unserer drei Spargel-Laien halten? Bildrechte: MDR/Jana Hildebrandt

30.04.2020 | Plausch mit den Spargelnachbarn

Heute haben wir mal unsere Spargelnachbarn gefragt, wie die Ernte bei Ihnen so läuft. Natürlich sehen wir uns immer von weitem und winken uns freundlich zu. Doch ob sie viel oder wenig Spargel stechen und ob es Ihnen noch genauso viel Spaß macht wie uns, wissen wir ja gar nicht. Außerdem haben wir uns gefragt, ob sie nicht vielleicht geheime Tricks für ihre Erntetechnik haben.

Und tatsächlich erfahren wir, dass offenbar jeder zweite Spargelnachbar mit seiner Parzelle etwas anderes macht. Während die einen das Unkraut und vor allem die Disteln stehen lassen, damit der Spargeldamm mehr Stabilität durch die Wurzeln bekommen soll, sind bei anderen Nachbarn einzelne Teammitglieder fürs Unkraut jäten eingeteilt. Andere wiederum veranstalten eine Art "footdance". Dabei wird der Spargeldamm nicht, wie üblich mit der Maurerkelle geglättet. Vielmehr bekommt er eine Art Fußmassage mit einem Fußabdruck, damit er wieder fest wird (was angesichts der trockenen Erde schwierig ist).

Und dann haben wir mit Nachbarn gesprochen, bei denen die Spargelernte in regelrechtem Ausdauersport ausartet. Sie laufen einmal den Damm nach oben und nach unten, um Spargel zu stechen und danach wiederholen sie das Ganze um Unkraut zu stechen, um anschließend den Damm nochmal rauf und runter zulaufen und ihn glatt zu ziehen.

So viel Technik legen wir nicht an den Tag, da wir gleich das Unkraut neben dem Spargel mit bearbeiten, wie uns unser Experte Matthias Joest am Anfang erklärt hat. Überzeugt hat uns aber die Sammelmethode von zwei Nachbarn. Sie stechen den Spargel und legen ihn oben auf dem Damm ab. Erst wenn sie mit ihrer Ernte fertig sind, werden die Stangen eingesammelt. So spart man sich das schwere Kisten schleppen am 300 Meter langen Damm, den man ja mindestens zweimal abläuft - einmal von links und einmal von rechts. Das werden wir unbedingt mal ausprobieren. Sieht ja auch irgendwie professionell aus. Und angesichts unserer erneuten reichen Ernte von 16 Kilogramm ist es bestimmt auch eine Erleichterung für uns. Immerhin sind wir mittlerweile bis zu zwei Stunden auf dem Feld unterwegs.

Geerntete Spargelstangen liegen auf dem Damm.
Clever: Einfach den gestochenen Spargel liegen lassen und dann in einem Rutsch einsammeln. Das spart Zeit! Bildrechte: MDR/Jana Hildebrandt

28.04.2020 | Hat der Blitz eingeschlagen?

Ich glaube in unserer Parzelle hat der Spargelblitz eingeschlagen. Soviel Spargel, wie an diesem Dienstag, haben wir noch nie geerntet. Und dass wir uns so oft auf dem Feld bücken, ausbuddeln und ausstechen mussten, war auch eine neue Erfahrung. Ich bin gespannt, ob wir jetzt alle Rückenschmerzen bekommen.

Insgesamt 19 Kilogramm Spargel sind in unseren Kisten gelandet. Damit haben wir nicht gerechnet und sind natürlich mächtig stolz auf das Ergebnis. Aber wir müssen gestehen, das wir Unterstützung gehabt haben - eine echte Erntehelferin aus dem benachbarten Sachsen. Sandra hat die höchstpersönlich sozusagen "einfliegen" lassen. Und das hat sich gelohnt. So hatten wir genug Hände, um den Spargel freizulegen, abzustechen und die Löcher anschließend wieder zu zubuddeln. Und wir konnten so alle zusammen Bauch, Beine und Po am Spargeldamm trainieren.

Zwei Frauen stechen Spargel auf einem Feld bei Herbsleben
Sandra und die Profi-Spargelstecherin aus Sachsen (im Hintergrund) Bildrechte: MDR/Jana Hildebrandt

27.04.2020 | Das perfekte Spargelauge und ein verwaister Damm

Auch am Wochenende haben wir wieder reichlich Spargel geerntet. Jede von uns drei Spargelbäuerinnen hat rund zwei Kilogramm Spargel in ihrer Kiste beziehungsweise im Korb. Mit einem Vorsprung von 100 Gramm hat Sandra dieses Mal das meiste geerntet. Ich denke, sie hat auch den besten Blick in unserer kleinen Spargelfamilie.  Wenn sie nach uns nochmal durch die Reihe geht, entdeckt sie immer wieder einzelne Spargelspitzen, die wir übersehen haben. Sandra hat eben das perfekte Spargelauge.

Doch auch ohne das perfekte Spargelauge haben Cornelia und ich bemerkt, das zwei Reihen weiter, in der Spargelreihe Nummer 14 irgendetwas schief läuft. Der Damm wirkt regelrecht verwaist. Neben Unkraut sprießt jede Menge Spargel. Doch der ist mittlerweile grasgrün. Er hätte längst geerntet werden müssen. Vielleicht ist unser Nachbar krank? Wir wissen es nicht.

Miss Spargelauge hat den gewissen Blick...

Sandra hat den Blick für das edle Gemüse unter der Erde und erntet deshalb meist ein bisschen mehr als Cornelia und Jana.

Sandra Voigtmann wiegt geernteten Spargel
Weil sie den magischen Blick hat entdeckt Sandra auch noch die verborgensten Spargelspitzen - und erntet deshalb heute am meisten. Bildrechte: MDR/Jana Hildebrandt
Sandra Voigtmann wiegt geernteten Spargel
Weil sie den magischen Blick hat entdeckt Sandra auch noch die verborgensten Spargelspitzen - und erntet deshalb heute am meisten. Bildrechte: MDR/Jana Hildebrandt
Cornelia Hartmann wiegt geernteten Spargel
Ebenfalls mit sehr guter Ausbeute: Cornelia Bildrechte: MDR/Jana Hildebrandt
Aus einem Erddamm sprießt Spargel
Was ist hier los? Seit Tagen wird nicht geerntet. Bildrechte: MDR/Jana Hildebrandt
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 06. April 2020 | 19:00 Uhr

24.04.2020 | Reiche Ernte dank Fruchtbarkeitsgöttin ?

157 Stangen Spargel an einem Vormittag - das ist mit Abstand unser bislang bestes Ernteergebnis gewesen. Zwei Wochen lang ernten wir nun schon. Doch soviel lag noch nie in unseren Kisten. Bestimmt lag das an unserer Freundin, die uns als Fruchtbarkeitsgöttin auf dem Feld unterstützt hat. Oder es lag am warmen Wetter. Wer weiß? Immerhin hat unsere Freundin eine Spargelfamilie nach der anderen ausgebuddelt, so dass wir am Ende unsere Spargelkisten nicht wie bisher einfach unter einen Arm klemmen konnten. Dieses Mal waren sie ziemlich prall gefüllt. Gut fünf bis sechs Kilo, die uns Matthias Joest prophezeit hatte, waren es gewiss.

Damit haben wir genug für Spargel für eine Vorspeise, Hauptgang und Spargeldessert geerntet. Auch unsere Nachbarn dürften mit ihrer Ernte zufrieden gewesen sein. Denn statt des gemütlichen Spargelspaziergangs hieß es auch für sie immer wieder bücken, ausbuddeln, Spargel stechen und den Damm wieder zubuddeln.

Sandra Voigtmann mit zwei Kisten Spargel
Stolzer Ertrag! Bildrechte: MDR/Jana Hildebrandt

20.04.2020 | Sturm auf dem Spargelfeld

Ein Pfund pro Mund haben wir heute trotz stürmischen Wetters in unseren Spargelkisten und Körben. Jetzt als Spargelbäuerinnen müssen wir bei Wind und Wetter immer raus aufs Feld! Aber wir wissen ja: es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur unpassende Kleidung. Und so kann uns der stürmische Nord- Ostwind auch nicht ärgern.

Spargel auf den Feldern bei Kutzleben, Spargel-Damm der Kolleginnen Hildebrandt, Voigtmann und Hartmann
So langsam sprießen die Stangen. Bildrechte: MDR/Jana Hildebrandt

Und vom Wind wurde dann auch nur der Staub vom Acker verweht, denn die vier Liter Regen vom Wochenende haben die Erde nicht wirklich feuchter gemacht. Unserem Spargel macht die Trockenheit glücklicherweise nicht zu schaffen. Das zumindest verrät uns Matthias Joest von der Agrargesellschaft Herbsleben, als er vorbeikommt und unsere Ergebnisse begutachtet. Er scheint zufrieden zu sein und nickt wohlwollend beim Blick in unsere Kisten. Einzig unsere Unordnung im Korb wird angemerkt.

Er erklärt uns, dass es sinnvoll ist, die Stangen gleich nach Kopf- und Fußende zu sortieren und in die Kisten zu legen. Das erleichtere später die Arbeit. Die Stangen selbst überzeugen den Bauern. Vor allem die dicken Stangen seien ein gutes Zeichen für eine gute Ernte, sagt er. Wir blicken also gespannt auf die nächsten Tage und Wochen. Immerhin wurden uns bis zu  fünf Kilogramm Spargel pro Tag prognostiziert.

18.04.2020 | Schnüffelnase "Scipio" begleitet uns beim großen Stechen

Anderthalb Kilogramm Spargel - reine Stechmasse - das ist die Bilanz unseres Wochenendeinsatzes auf unserem kleinen Spargelfeld in Herbsleben. Dass es eine reine Stechmasse gibt, haben uns unsere prominenten Nachbarn aus Herbsleben verraten. Die sogenannten "Säfter", so nennt man die waschechten Herbslebener, sind die Eltern einer ehemaligen Spargelkönigin. Sie haben uns noch mal Tipps zum richtigen Stechen gegeben.

Während wir Stange für Stange freibuddeln, sind sie schon weiter und stechen, ruckzuck ein, zwei Stangen, ohne sie vorher freizulegen. Mit unserem Ergebnis sind sie trotzdem zufrieden. Wir zeigen stolz die größten und dicksten Spargel-Stangen, die Sandra gestochen hat. Eine davon stammt direkt von der Krone des Damms, weshalb die Stange auch unsere Kronen-Spargelstange ist. Sie ist tatsächlich die längste und schönste Stange an diesem Tag.

in Hund sitzt vor einer Waage voller Spargel
Hund "Scipio" wacht über die Spargelstangen unserer drei Spargel-Laien. Bildrechte: MDR/Jana Hildebrandt

Und was unseren tierischen Besuch "Scipio" angeht, da haben wir kurz überlegt, dass ein Spargel-Schnüffelhund eigentlich ganz toll wäre. Immerhin gibt es ja auch schon Hunde, die Erdnüsse oder Trüffel schnuppern. Und vielleicht brauchen wir uns dann nicht mehr ganz so viel zu bücken. Als Wachhund hat er sich auf jeden Fall schon mal bewährt. Am Ende des Tages hat er unsere Spargelernte beschützt, indem er keine Minute von ihr abgerückt ist.

16.04.2020 | Gespannt warten mit Spargel-Quiche

Heute scheint die Sonne und wir haben es uns erst einmal neben dem Feld gemütlich gemacht. Etliche Spargelnachbarn sind auch da. Sie laufen ihre Reihen ab mit Körben und Spargelmessern. Während wir uns die Spargel-Quiche von Sandra schmecken lassen, bleiben sie zum Plaudern stehen und verraten uns, wie ihre Ernte so läuft. Von einem kompletten Ernteausfall bis hin zu eineinhalb Stangen erzählen sie uns. Das liege wohl am fehlenden Regen, meint einer unserer Nachbarn, der mit seinem Rechen den Spargel irgendwie von der Seite in die Mitte des Damms zu verschieben versucht.

Spargel auf einem Feld
Lecker! Spargel-Quiche von Sandra Bildrechte: MDR/Jana Hildebrandt

Wir haben es nicht verstanden als Neulinge und haben uns auf unser Gefühl verlassen. Immerhin 40 kleine, große, krumme und gerade Stangen haben wir ausgebuddelt. Dazu noch etwas Unkraut und alles wieder glatt gestrichen. Für heute sind wir zufrieden und die Mitarbeiter von der Agrargesellschaft sind es auch. Als sie mit ihrem Auto vorbeikommen, um das Feld zu kontrollieren, versprechen sie uns in den kommenden Tagen jede Menge Spargel. Wir sind gespannt. Dann packen wir auf alle Fälle eine Waage ein, um die vielen Kilos auch zu erfassen.

13.04.2020 | Nennen wir es die erste "Ernte"

Jana und Sandra präsentieren die ersten selbstgeernteten Spargelstangen.
Klein aber oho - die allerersten selbstgestochenen Spargelstangen unseres Lebens! Bildrechte: MDR/Jana Hildebrandt

Voller Vorfreude sind wir am langen Osterwochenende auf unser Spargelfeld gefahren. Doch schon von weitem war klar, dass die Parzelle Nummer 16 noch immer gleich aussieht. Kein Spargel weit und breit zu sehen und das trotz anständiger frühlingshafter Temperaturen von bis zu 20 Grad. Ausgestattet mit zwei Spargelkisten, Kaffee, Maurerkellen, Spargelmesser und Sonnenhut sind wir trotzdem unseren  Damm entlang marschiert. Gefunden und ausgebuddelt haben wir dann schließlich 19 Stangen, wobei das Wort "Stängchen" es wohl eher trifft und doppelt so viel Unkraut. Für ein kleines Ein-Personen Süppchen es allemal gereicht. In den nächsten Tagen starten wir einen neuen Versuch und hoffen auf bessere Erträge.

11.04.2020 | Blick auf die "Konkurrenz"

Da wir uns noch weiterhin gedulden müssen, blicken wir auf unsere "Konkurrenz" - sprich unsere Parzellennachbarn. Außer uns sind nämlich noch zahlreiche andere Thüringer am Start. Insgesamt hat die Agrargesellschaft 131 Spargelreihen vermietet. Wir teilen uns nun das sieben Hektar große Feld mit Nachbarn aus Herbsleben, Mühlhausen, Eisenach oder auch Erfurt. Manche haben auch mehrere Reihen gemietet - zum Teil bis zu fünf. Meine Güte, wer soll das alles essen?

Spargelfeld
Das Spargelfeld in Herbsleben. Bildrechte: MDR/Jana Hildebrandt

So eine Reihe kostet übrigens schlappe 210 Euro Miete. Also liegt der Verdacht nah, dass es doch nicht alles für den Eigenverzehr ist. Viele sind auch einfach nur froh, jetzt in der Corona-Krise, etwas sinnvolles tun zu können. Und wenn man seine Nachbarn und Freunde mit selbstgeerntetn Spargel versorgt.

Für uns geht es nach den ersten Spargelspitzen erst einmal wieder ins Büro zum normalen Arbeitsalltag. Wenn die Wetteraussichten so bleiben, wird sich das allerdings bald ändern und wir werden nach unserer Arbeit, Stift und Computer ruhen lassen und zu Maurerkelle und Spargelmesser greifen.

08.04.2020 | Unkraut statt Spargel

Statt Spargelernte steht heute Unkraut jäten auf dem Tagesplan. Denn trotz Sonnenschein und 14 Grad ist es noch immer ruhig auf unserem Spargelfeld. Keine einzige Stange zeigt sich und auch keine typische Delle in der Erde. Dafür sprießt das Unkraut auf der morgendlichen Sonnenseite unseres Damms. Vor allem Disteln wachsen dort und müssen von uns mit der Hand beseitigt werden.

07.04.2020 | Warten auf warmes Wetter

Heute bleiben wir zu hause. Denn noch ist unser Spargeldamm nicht warm genug, um den Spargel sprießen zu lassen. Wann es soweit ist, beobachten wir nun auch auf der Wetterseite für die Landwirtschaft. Schließlich sind wir nun auch Spargelbäuerinnen und müssen wissen wann der Boden die richtige Temperatur hat und wann es regnet. Zwar scheint heute die Sonne und um 11:30 Uhr sind es laut  www.agrarwetter.de schon 14,8 Grad Celsius. Aber der Boden ist noch zu kalt. Die Temperaturen liegen  zwischen 7 und 19 Grad Celsius. Das stimmt uns zuversichtlich morgen doch mal aufs Feld zu schauen. Bis dahin laden wir uns die Agrar-Apps aufs Handy und suchen schon mal Rezepte raus. Schließlich wollen wir unsere Ernte frisch genießen.

06.04.2020 | Unser kleines Spargelfeld

Hand hält Karte mit Markierung
Die Route zur eigenen Spargel-Parzelle. Bildrechte: MDR/Jana Hildebrandt

Seit heute Morgen sind wir drei zusammen Mieterinnen einer 280 Meter langen hügeligen braunen Spargelzelle. Ein Spargel-Sharing-Projekt sozusagen, dass uns nun bis Ende Juni begleiten wird. Seit 8 Uhr dürfen wir die Spargelparzelle Nummer 16 unser eigen nennen und ab sofort von 6 bis 18 Uhr bis Ende Juni Spargel ernten.

Mann beim Spargelstechen
Matthias Joest legt Jungspargel frei. Bildrechte: MDR/Jana Hildebrandt

Doch noch ist nicht viel los auf den Spargelfeldern in Herbsleben. Denn der Damm ist noch nicht warm genug. Bei acht Grad Celsius haben sich heute noch keine typischen Erdrisse oder Spargelspitzen auf unserem Damm gezeigt. Und auch bei unseren Spargelnachbarn haben wir nichts entdeckt. Spargelspezialist Matthias Joest stimmt uns trotzdem zuversichtlich. Ab spätestens Anfang nächster Woche soll es losgehen. Und zum Beweis, dass tatsächlich Spargel in unserem Damm wächst, gräbt er ein tiefes Loch, aus dem am Ende zwei weiße Mini-Spargelspitzen herausluken.

Um den Spargel zu ernten, werden wir künftig unseren Damm täglich auf beiden Seiten ablaufen. Einmal 280 Meter runter und dann 280 Meter wieder rauf. Joest rechnet mit etwa fünf Kilogramm Ernte pro Tag. Wenn es gut läuft, sind bis zu 15 Kilogramm am Tag möglich - sodass wir in der Saison auf 400 Kilogramm Rohware kommen können. Nur gut, dass wir viele Freunde haben, die gerne Spargel essen. Unser tägliches Werkzeug werden in den nächsten Wochen eine Maurerkelle und ein Spargelmesser sein.

Gearbeitet wird mit oder ohne Handschuhe. Da wir keine geübten Spargelbäuerinnen sind, empfiehlt uns Joest den Spargel tiefer freizulegen, um ein Gefühl für die Stangen zu bekommen. Im Gegensatz zu geübten Erntehelfern, sollen wir den Spargel sozuzusagen freilegen und mit dem Spargelmesser abstechen. Geübte Spargelstecher gehen von oben parallel zur Stange rein und holen Stange für Stange raus.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 06. April 2020 | 19:00 Uhr

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