Baustelle des neuen Bauhaus-Museums in Weimar
Rohbau des neuen Bauhaus-Museums. Bildrechte: MDR/Maria Socolowsky

Weimar Bauhaus-Museum wird teurer als geplant

Kosmos Weimar: Einige der Fristen sind schon lange über den Haufen geworfen. Damit das neue Bauhaus-Museum zum Jubiläumsjahr 2019 fertig ist, darf's auch mal etwas mehr werden, als die veranschlagten 22,6 Millionen Euro.

Baustelle des neuen Bauhaus-Museums in Weimar
Rohbau des neuen Bauhaus-Museums. Bildrechte: MDR/Maria Socolowsky

Das neue Bauhaus-Museum in Weimar wird voraussichtlich teurer als geplant. Die veranschlagten Baukosten von 22,6 Millionen Euro würden nicht ausreichen, wenn das Haus termingemäß eröffnet werden soll, sagte Bauherr und Präsident der Klassik-Stiftung, Hellmut Seemann. Grund für diese Situation sei die derzeitige Baukonjunktur. Darin liege ein großes Risiko, so Seemann. Die zu erwartenden Mehrkosten ließen sich aber noch nicht beziffern.

Preise in der Branche gestiegen

Der Grundstein für das Museum war vor einem Jahr gelegt worden, das zugesagte Geld für das neue Haus eigentlich gedeckelt worden. Seemann sagte, bei Ausschreibungen zum vorgegebenen Kostenrahmen seien aber nur wenige Angebote eingegangen. Man müsse die Ausschreibungen deshalb korrigieren und bei den Baufirmen um Angebote werben.

Angesichts des gesättigten Marktes, so Seemann weiter, müsse man sich den steigenden Preisen der Branche anpassen, wenn der Eröffnungstermin am 5. April 2019 gehalten werden soll. Und für die Zuwendungsgeber in Land und Bund habe der Eröffnungstermin Priorität gegenüber den Kosten.

Das selbstgesteckte Ziel, nach einem Jahr mit dem Rohbau fertig zu sein, hat die Klassikstiftung erreicht. Am 30. November 2017 werde Richtfest gefeiert. Nach Angaben Seemanns beginnen anschließend der Innenausbau und die Fassadengestaltung. Im zweiten Halbjahr 2018 werde dann mit dem Aufbau der Ausstellung begonnen. Neu gestaltet wird auch das Umfeld des Bauhaus-Museum. Vor dem neuen Haus entsteht eine große Freifläche, das benachbarte Neue Museum wird mit in das künftige Ausstellungskonzept mit einbezogen. Hier soll dauerhaft die Vorgeschichte der Bauhaus-Bewegung gezeigt werden. Sonderausstellungen der Klassikstiftung - wie beispielsweise die Winckelmann-Ausstellung in diesem Jahr, könnten dann im Weimarer Schiller-Museum gezeigt werden.

Große Ausstellungshalle könnte kommen

Perspektivisch hält Hellmut Seemann auch den Bau einer neuen Ausstellungshalle mit einer Fläche von eintausend Quadratmetern für möglich. Diese Halle müsse auch nicht zwangsläufig in Weimar stehen. "Das wird dann Sache meines Nachfolgers", sagte Seemann. Sein Ruhestand steht 2019 an.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Fazit | 26. Oktober 2017 | 18:20 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 26. Oktober 2017, 15:49 Uhr

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4 Kommentare

28.10.2017 21:47 Baldur von Ascanien 4

@ Stefan (Der) "Bevor Sie meckern, sollte man die Fertigstellung abwarten. Sonst meckert man ja zweimal."

Oh, sie haben recht! Auch fertig sieht das Teil aus wie eine Imbissbude auf dem Matterhorn. Nun meckere ich nicht noch einmal XD

27.10.2017 11:00 Stefan (Der) 3

@1.Baldur von Ascanien: Sie sehen hier einen Rohbau. Bevor Sie meckern, sollte man die Fertigstellung abwarten. Sonst meckert man ja zweimal. Aber Ihre andere Anmerkung kommt zu recht. Weimar braucht dieses Museum eigentlich nicht. Das bisherige bot einen würdigen Rahmen an herausragender Stelle (Theaterplatz). Zu kritisieren ist tatsächlich diese Großspurigkeit der Klassikstiftung. Wir, als Weimarer, hoffen, dass es genügend Exponate für diesen großen Bau gibt.

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