Klassik Stiftung Weimar Keine Verzögerungen am Bauhaus-Museum

Die Arbeiten am neuen Bauhaus-Museum in Weimar können weitergehen. Die bei Außenarbeiten entdeckten sechs Tanks stellen laut Stadtverwaltung keine Gefahr dar.

Die Tanks sollen jetzt abgepumpt, gereinigt und entsorgt werden. Bei der in den Tanks gefundenen Flüssigkeit soll es sich um alten Treibstoff und Wasser handeln.

Das neue Bauhaus-Museum mit teilweise fertig gestellter Fassade/im Untergrund entdeckte Tanks, mit einer Folie abgedeckt
Um ein Auslaufen zu verhindern, wurden die Tanks vorerst mit Folie abgedeckt. Bildrechte: MDR/Maria Socolowsky

Der Auftrag für die Entsorgung wird nach Angaben der Stadt in den nächsten Tagen vergeben. Die Kosten dafür seien noch unklar, sagte die zuständige Beigeordnete Claudia Kolb am Dienstag. Für vier im Februar entfernte alte Tanks musste die Stadt rund 70.000 Euro zahlen. Die Stadt geht davon aus, dass die Tanks aus Vorkriegszeiten stammen. Dafür spreche ihr Zustand.

Außerdem seien die Behälter in keinen Unterlagen verzeichnet. Wie ein Sprecher des Landesamtes für Umwelt und Geologie MDR THÜRINGEN mitteilte, gab es auch keine Hinweise im DDR-Altlastenkataster. Die Meldungen dafür hätten aber auch von der Stadt Weimar kommen müssen.

Das neue Bauhaus-Museum entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Minol-Tankstelle, die Anfang der 1990er-Jahre nach einer Havarie geschlossen wurde. Wegen der anstehenden Altlastenbeseitigung rechnet die Stadt mit circa zwei Wochen Verzug bei den Außenarbeiten. Beim Museumsneubau selbst gibt es keine Verzögerung, teilte die Klassik Stiftung mit.

Das neue Bauhaus-Museum mit teilweise fertig gestellter Fassade/im Untergrund entdeckte Tanks, mit einer Folie abgedeckt
Die mehrfach umgeplante Fassade des Museums nimmt langsam Gestalt an. Bildrechte: MDR/Maria Socolowsky

Quelle: MDR THÜRINGEN

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten - regional | 29. Mai 2018 | 17:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 29. Mai 2018, 18:47 Uhr

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5 Kommentare

30.05.2018 20:07 martin 5

Ich lese den Artikel so, dass die Existenz der Tanks unbekannt war, weil sie in keinen Unterlagen verzeichnet waren. Und wer wäre für die korrekte Erstellung der Unterlagen verantwortlich gewesen?

Wenn ich mich an den Vorläuferartikel richtig erinnere, stand dort, dass vier (bekannte) Tanks entsorgt wurden. Für mich klingt das so, als ob die jetzt gefundenen schon irgendwann vorher still gelegt wurden und der Betrieb dann mit den vier Tanks weiter ging. Die Alttanks blieben in der Erde und gerieten in Vergessenheit. Unterstellt, dass es so ähnlich war: Das wäre dann kein Einzelfall.

Und nein, ich bin kein DDR-Hasser. Aber die "deutsche Gründlichkeit" wurde in solchen Dingen nicht ausgelebt.

30.05.2018 12:39 Thüringer Orginal 4

@martin: Havariert ist die Tankstelle bereits nach dem Untergang der DDR. Ein Skandal, dass da der Treibstoff nicht geborgen wurde. Daran trägt die DDR keine Schuld. Es geht hier nicht darum die DDR zu rechtfertigen. Sondern es stößt sauer auf, dass man bei solchen Skandalen mit zweierlei Maß misst. Man könnte zwar meinen, dass im Artikel des MDR gar nicht beurteilt wurde, aber vielleicht sollte man hier mal kritisch recherchieren, weshalb keine Behörde was unternommen hat und weshalb der damalige Betreiber nichts unternommen hat. Wie sieht es mit der Haftung aus. Fragen, die ein Medium ja mal stellen kann.

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