Bauhaus Museum Weimar Tomás Saraceno gewinnt Wettbewerb "Kunst am Bau"

Eine Installation von Tomás Saraceno wird künftig im Neuen Bauhaus Museum Weimar zu sehen sein. Der argentinische Künstler, der in Berlin lebt, hat einen entsprechenden Wettbewerb der Klassik-Stiftung Weimar gewonnen.

Eine Fachjury hat am Donnerstag eine Arbeit des argentinischen Künstlers Tomás Saraceno für das Bauhaus Museum Weimar ausgewählt. Die Arbeit "Sundial for Spatial Echoes" setze sich auf prägnante Weise mit dem Bauhaus auseinandersetzt, begründete der Juryvorsitzende Wulf Herzogenrath die Entscheidung. "Saraceno steht aktuell in einer Tradition, die auch Walter Gropius schon bei Goethe faszinierend fand: der Zusammenklang von Kunst und Wissenschaft, von Natur und Kultur", sagte er.

Installation des Künstlers Tomás Saraceno im Bauhaus Museum Weimar
Die preisgekrönte Installation, die künftig im Foyer hängen wird. Bildrechte: Courtesy Tomás Saraceno/Andersen’s Contemporary, Copenhagen/Ruth Benzacar, Buenos Aires/Tanya Bonakdar Gallery, New York/Pinksummer Contemporary Art, Genova/Esther Schipper, Berlin

Das Kunstwerk besteht aus netzartigen Strukturen und wolkenähnlichen Cluster-Modulen, die das Tages- und Kunstlicht widerspiegeln. Es ist interaktiv, da die Besucher ein Seil der Installation berühren können. Das Netz erzeugt daraufhin ein eigenes Raum-Echo.

Die Arbeit von Tomás Saraceno wird beim Eintreten in das Bauhaus Museum Weimar durch ihre visuelle, sinnlich erfahrbare Kraft überraschen.

Prof. Dr. Wolfgang Holler, Generaldirektor der Museen der Klassik Stiftung Weimar

Die Klassik Stiftung Weimar wird das Werk zur Eröffnung des Neuen Museums am 5. April 2019 dauerhaft im Foyer installieren. Die Arbeit wird realisiert im Rahmen von "Kunst am Bau", einem zentralen baupolitischen Programm des Bundes. Sie wird gefördert vom Bund und vom Freistaat Thüringen. Für die Realisierung stehen 200.000 Euro zur Verfügung.

Sieben renommierte, international tätige Künstlerinnen und Künstler sowie eine Künstlergruppe waren der Einladung der Stiftung gefolgt, im Rahmen eines Wettbewerbs Ideen für das Kunstwerk zu entwickeln.

Neues Bauhaus Weimar Ausstellungsfläche: 2.250 Quadratmeter

Objekte:
Sammlung von 13.000 Objekten und Dokumenten. Eine der wichtigsten Bauhaus-Sammlungen des Landes, der weltweit älteste Bauhaus-Bestand, dessen Grundstock Walter Gropius selbst legte.

Gesamtkosten: 22,6 Millionen Euro

Bauzeitraum: 2015 bis Ende 2018

Eröffnung: 5. April 2019

Architektur:
Minimalistisch, mit klarer Geometrie und einem großzügig gestalteten Vorplatz.

Zusammen mit dem Neuen Museum und der Ausstellung zur Zwangsarbeit im Nationalsozialismus entsteht ein neues Museumsquartier. Die geometrisch klare Architektur – ein minimalistischer Glaskubus über einem Betonsockel – sieht fünf Ebenen vor, die in zweigeschossigen offenen Räumen ineinander übergehen.

Außenanlagen:
Der Museumsbau wird künftig in ein grünes Umfeld eingebettet sein, das den Park erweitert. Mit dem geplanten Museumskörper entsteht durch das räumlich zurückgesetzte Gebäude eine Mischung aus kulturellem und öffentlichem Raum.

Grundlegend soll eine repräsentative Gestaltung mit Orten zur Begegnung und Kommunikation, Versammlungsorten und Treffpunkten, zum Promenieren und Verweilen, sowie Möglichkeiten zur Erweiterung des Museumskonzepts in den Außenraum und festliche Aktivitäten jeglicher Art geschaffen werden.

Quelle: MDR THÜRINGEN

AKTUELLES AUS THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 21. Juni 2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. Juni 2018, 16:57 Uhr

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