Strom aus Sonnenergie Bauhaus-Museum in Weimar bekommt nun doch Solaranlage

Das neue Bauhaus-Museum in Weimar bekommt nun doch eine Solaranlage auf dem Dach. Reichlich eineinhalb Jahre nach der Eröffnung sollen die 200 Module ab November Strom erzeugen.

Bauhausmuseum Weimar
Das Bauhaus-Museum in Weimar während der Bauarbeiten: Die Nutzung der Sonnenergie war zunächst vorgesehen, wurde jedoch aus finanziellen Gründen zurückgestellt (Foto: Archiv). Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Das neue Bauhaus-Museum in Weimar bekommt gut eineinhalb Jahre nach der Eröffnung nun doch eine Solaranlage auf dem Dach. Ab November soll die Anlage, die eine Gesamtfläche von 330 Quadratmetern hat, Strom erzeugen. Ein Sprecher der Klassik-Stiftung sagte MDR THÜRINGEN, die rund 200 Module sollten jährlich 50.000 Kilowattstunden Strom liefern. Das entspreche einem Neuntel des Jahresstromverbrauchs des Museums von 450.000 Kilowattstunden.

Strom aus Sonnenergie fürs Bauhaus-Museum

Die Planer gehen davon aus, dass der Solarstrom zu jeder Zeit im Museum verbraucht wird - unter anderem, weil die Klimatechnik rund um die Uhr läuft. Die Solaranlage kostet nach Angaben der Stiftung 130.000 Euro und wird von Bund und Land zu gleichen Teilen finanziert.

Bauhaus-Museum in Weimar
Zur Eröffnung im Frühjahr 2019 hatte das Bauhaus-Museum noch keine Solaranlage auf dem Dach. Bildrechte: imago images / Fotoagentur Nordlicht

Die Anlage war von Anfang an für das Museum vorgesehen. Als die Kosten für den Neubau am Rande des Weimarhallenparks aus dem Ruder liefen, wurden die Pläne jedoch zurückgestellt. Das Angebot einer Bürgerenergie-Genossenschaft zum Bau und Betrieb der Anlage schlug die Klassik-Stiftung aus. Sie argumentierte, es sei attraktiver, die Anlage selbst zu finanzieren, anstatt den Strom von einem fremden Betreiber anzukaufen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/uka

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 27. September 2020 | 07:30 Uhr

2 Kommentare

Lothar Thomas vor 3 Wochen

Teil 2

Beinahe hätte ich es vergessen.

Die Nachträgliche Errichtung einer PV-Anlage birgt allerdings noch einige zusätzliche Gefahren in sich.

Ich hoffe nur, dass schon beim Rohbau die Halterungen für die PV-Anlage mit angebaut wurden.

Eine nachträgliche Installation birgt immer die Gefahr, dass die Dachhaut verletzt und damit UNDICHT wird.

So ein Dachkonstrukt von Heute ist nämlich nicht so ganz Ohne.

Da kann man mit einer nachträglichen Errichtung im schlimmsten Falle viel Schaden anrichten.

Na ja, wie schon festgestellt, waren da ganz Schlaue Architekten am Werk.

Aber eine Frage außer der Reihe, warum wurden in der Bauplanung nicht auch PV-Wandpaneele mit eingeplant?
Das hätte doch die Effektivität erhöht und ein paar KW mehr gebracht.

Aber schon alles Klar.

Diese Architekten hatten es nicht so mit der Nachhaltigkeit.

Ich frage mich nur, gehen diese Architekten in der gleichen nachlässigen Weise mit ihrer Gage um?


Lothar Thomas vor 3 Wochen

ZITAT: "Als die Kosten für den Neubau am Rande des Weimarhallenparks aus dem Ruder liefen, wurden die Pläne jedoch zurückgestellt."

Wieder einmal stellt sich mir die Frage, gibt es in diesem Land überhaupt noch einen aus Steuermitteln finanzierten Bau, wo man nicht bereits nach kurzer Zeit schon nach einer "Mittelerhöhung" schreit?

Sind die Architekten zu Dumm, oder einfach nur unfähig ein Projekt so zu planen, dass von Anfang an eine etwaige Bausumme ermittelt wird.

Was heutzutage bei einigen Projekten abgeliefert wird, grenzt doch schon an Betrug.
Erst einmal den Bau beginnen, dann wird die "Katze aus dem Sack gelassen", was den tatsächlichen Finanzierungsbedarf betrifft.

KOSTEN ? ?

UNS EGAL SIND DOCH EH STEUERGELDER ! !

Solange keiner Nachprüft, merkt es auch KEINER.

Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man nach dem Verbrauch der geplanten Gelder den Bau beenden und die Fertigstellung vom Architekten einfordern, auf seine Kosten.

RIGOROS !

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