Weimar Freier Eintritt zur Eröffnung des neuen Bauhausmuseums

Mit Öffnungszeiten bis Mitternacht und freiem Eintritt an den ersten drei Tagen will Weimar Anfang April Besucher für sein neues Bauhaus-Museum anlocken. Dessen Eröffnung soll am 5. April im Rahmen des Festivals "Das Bauhaus lebt in Weimar" stattfinden, wie Oberbürgermeister Peter Kleine am Freitag mitteilte. 100 Jahre nach der Gründung der einflussreichen Kunst- und Designschule in der Stadt erwarte er einen "Bauhaus-Ausnahmezustand", sagte Kleine.

Christoph Stölzl, Peter Kleine, Bodo Ramelow, Winfried Speitkamp und Wolfgang Holler posieren vor einem Symbol zum 100-jährigen Bauhaus-Jubiläum für einen Fotografen.
Hoffen auf viele Weimar-Besucher: von links: Christoph Stölzl (Präsident der Hochschule für Musik "Franz Liszt"), Peter Kleine (Oberbürgermeister), Bodo Ramelow (Ministerpräsident), Winfried Speitkamp (Präsident der Bauhaus-Universität Weimar) und Wolfgang Holler (Generaldirektor der Museen der Klassik Stiftung Weimar) Bildrechte: dpa

Am Eröffnungstag und am Folgetag soll das neue Bauhaus-Museum bis Mitternacht geöffnet sein, am Sonntag dann bis 21 Uhr. Damit und dem kostenlosen Eintritt wollten Stadt und Land laut Kleine deutlich machen, dass 100 Jahre Bauhaus ein Grund zum Feiern für alle sei. Das Festival in Weimar soll auch eine ganze Reihe von Veranstaltungen bieten, angefangen von Lichtinstallationen über Konzerte bis zu Filmvorführungen. Das Deutsche Nationaltheater (DNT) wird das Ballett "Aufbruch!" uraufführen, die Weimarer Universität plant eine "Bauhaus-Parade". Im Neuen Museum wird außerdem die Ausstellung "Van de Velde, Nietzsche und die Moderne um 1900" eröffnet.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) verwies am Freitag darauf, dass auch die dunklen Zeiten Weimars während der Bauhaus-Feierlichkeiten nicht ausgeblendet werden sollen. Als Beispiel nannte er die Ausstellung "Die Zeugen", die vom 1. April an auf den Straßen und Plätzen zwischen dem Weimarer Hauptbahnhof und dem Bauhaus-Museum Fotografien ehemaliger Häftlinge des NS-Konzentrationslagers Buchenwald auf dem nahe gelegenen Ettersberg zeigt.

Das neue Bauhaus-Museum in Weimar
Noch nicht ganz fertig: das neue Bauhausmuseum in Weimar Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann

Das Bauhaus-Museum und das Neue Museum bilden nach Ramelows Worten den Kern eines entstehenden "Quartiers Weimarer Moderne". Auch das in unmittelbarer Nähe gelegene Gauforum (heute Sitz des Landesverwaltungsamtes - d. Red.) werde einbezogen. Dazu bereite die Gedenkstätte Buchenwald eine Ausstellung zum Thema Zwangsarbeit im Südflügel des Gebäudekomplexes vor. Bauhaus, Weimarer Republik und die Auswüchse der NS-Zeit bildeten den Spannungsbogen, mit dem sich die Gesellschaft "ohne jeden Zuckerguss" auseinandersetzen müsse.

MDR THÜRINGEN/epd

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 22. März 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. März 2019, 13:59 Uhr

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3 Kommentare

23.03.2019 10:35 Leola 3

Die Einbauküche wurde auch von den Bauhaus-Meistern erfunden. Man muss ja nicht jeden Stil mögen. Aber warum deshalb immer meckern? Ich finde das Museum wirklich gelungen.

22.03.2019 20:29 Uborner 2

Das Museum sieht aus wie ein Bunker - hässlich, einfach nur hässlich. Der Bauhausstil wird bei Weitem überbewertet. "Würfelhusten" habe ich gelesen - ist noch recht nett ausgedrückt.

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