Kundgebung in Weimar für Erhalt des Museums für Ur- und Frühgeschichte
Mit einer Kundgebung gründete die Initiative einen Förderverein. Bildrechte: MDR/Maria Socolowsky

Kundgebung Weimarer gründen Förderverein für Erhalt ihres Museums

Eine Bürgerinitiative in Weimar befürchtet weiterhin den Verlust ihres Museums für Ur- und Frühgeschichte in Richtung Erfurt. Ein Förderverein soll dabei helfen, das Museum in der Klassikerstadt zu halten.

Kundgebung in Weimar für Erhalt des Museums für Ur- und Frühgeschichte
Mit einer Kundgebung gründete die Initiative einen Förderverein. Bildrechte: MDR/Maria Socolowsky

Die Bürgerinitiative "Unser Museum bleibt" in Weimar hat am Donnerstag einen Verein für das Museum für Ur- und Frühgeschichte gegründet. Der Förderverein soll Geld für eine Modernisierung des Museums sammeln. Die Initiatoren wollen damit erreichen, dass das Museum in der Klassikerstadt bleibt. Sie befürchten, dass das Museum zugunsten eines neuen Landesmuseums für Archäologie geschlossen werden soll. Das Landesmuseum soll auf dem Erfurter Petersberg entstehen.

Laut Vorstandsvorsitzendem Thomas Hartung will der neugegründete Verein Vermittler und Ansprechpartner für die Landesregierung sein. Gemeinsam soll nach den Lösungen gesucht und das Museum weiterentwickelt werden.

Kundgebung in Weimar für Erhalt des Museums für Ur- und Frühgeschichte
Start des Gangs durch die Stadt zum Erhalt des Museums. Bildrechte: MDR/Maria Socolowsky

Im Sommer 2017 wurde bekannt, dass das Land Umbau und Sanierung der Erfurter Petersbergkaserne mit 50 Millionen Euro fördern will. Der Landesregierung lag damals eine Studie für den Umzug des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie von Weimar nach Erfurt vor. Auch das Museum solle umziehen, hieß es darin.

In Weimar gründete sich daraufhin die Bürgerinitiative "Unser Museum bleibt". Diese hatte in Windeseile knapp 17.000 Unterschriften für den Erhalt des Museums gesammelt. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sagte schließlich zu, das Museum in Weimar zu erhalten. Dennoch befürchtet die Initiative, dass das Museum doch noch in die Landeshauptstadt umzieht.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | THÜRINGEN JOURNAL | 14. März 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. März 2019, 16:49 Uhr

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2 Kommentare

15.03.2019 12:00 Grosser, Klaus 2

Was soll ein Landesmuseum in Erfurt denn eigentlich zeigen - die Kleinstaaterei in Thüringen?
Das dies schlicht nicht möglich ist, zeigte die Thüringer Landesausstellung „Neu entdeckt - Land der Residenzen“ 2004 in Sondershausen.
Lieber sollte die reiche Museumslandschaft in Thüringen gefördert werden.
Das die Weimarer noch in der Kleinstaaterei leben zeigt aber auch der Einsatz für ihr Museum. Das Museum für Ur- und Frühgeschichte entspricht in keinster Weise mehr den heutigen Anforderungen.
Aber über Kooperationen wird offensichtlich nicht einmal nachgedacht.

15.03.2019 11:11 Grosser, Klaus 1

Was soll ein Landesmuseum in Erfurt denn eigentlich zeigen - die Kleinstaaterei in Thüringen?
Das dies schlicht nicht möglich ist, zeigte die Thüringer Landesausstellung „Neu entdeckt - Land der Residenzen“ 2004 in Sondershausen.
Lieber sollte die reiche Museumslandschaft in Thüringen gefördert werden.
Das die Weimarer noch in der Kleinstaaterei leben zeigt aber auch der Einsatz für ihr Museum. Das Museum für Ur- und Frühgeschichte entspricht in keinster Weise mehr den heutigen Anforderungen.
Aber über Kooperationen wird offensichtlich nicht einmal nachgedacht.

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