Gedenkstätte Buchenwald Aufsichtsgremium stärkt Knigge den Rücken

Der Stiftungsrat der Gedenkstätte Buchenwald hat seine Wertschätzung gegenüber dem Leiter Volkhard Knigge bekräftigt. Nach einer Sitzung am Montag hieß es, das Gremium teile auch nicht Vorwürfe über den Führungsstil. In einer Pressemitteilung der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora heißt es, der Stiftungsrat habe sich am Montag mit einem Artikel des Spiegel beschäftigt, der über Mitarbeiterkritik am Führungsstil Knigges berichtet hatte. Der Stiftungsrat erklärte dazu, man bedauere die öffentlich gewordenen Vorwürfe und teile sie auch nicht.

Der Direktor der Stiftung KZ-Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Prof. Dr. Volkhard Knigge
Ein Bericht des Spiegels hat eine Diskussion über den Führungsstil des Stiftungsdirektors Volkhard Knigge ausgelöst. Bildrechte: MDR/Holger John

Nach Angaben der Stiftung wird das Gremium in jeder Sitzung über die Arbeit der Gedenkstätte und ihres Direktors informiert. Knigge habe den Stiftungsrat auch selbst über "Phänomene der Arbeitsüberlastung in der Stiftung" informiert und Vorschläge gemacht, wie "diese Missstände" behoben werden könnten. Grundlage dafür sei eine von Knigge selbst beauftragte Organisationsuntersuchung gewesen. Ein problematischer Führungsstil oder Indizien für Mobbing-Vorkommnisse hätten nicht zu den Ergebnissen dieser Untersuchung gehört.

Buchenwald-Stiftungsrat will Amtszeit des Direktors verlängern

Im Ergebnis bekräftigte der Stiftungsrat laut Mitteilung das in Knigge gesetzte Vertrauen und erneuerte seine Bitte an den langjährigen Leiter, seine Pensionierung im März 2020 nicht zu beanspruchen, sondern einen Monat länger zu arbeiten. Im April sind die Feierlichkeiten zum 75. Jahrestag der Befreiung von Buchenwald und Mittelbau-Dora terminiert.

Im Stiftungsrat sitzen der Thüringer Kulturstaatssekretär Benjamin Hoff (Linke), die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Monika Grütters (CDU), Vertreter des Thüringer Finanzministeriums, der Oberbürgermeister der Stadt Weimar, Peter Kleine (parteilos), der Landrat des Landkreises Nordhausen, Matthias Jendricke (SPD), und der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster.

Quelle: MDR THÜRINGEN/mis

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 08. Oktober 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. Oktober 2019, 17:20 Uhr

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