Covid-19 Weimar: Weihnachtsmarkt abgesagt - Wochenmarkt wird erweitert

Nach zahlreichen anderen Thüringer Kommunen hat nun auch die Stadt Weimar den diesjährigen Weihnachtsmarkt abgesagt. "Die Absage ist das Ergebnis der medizinischen Empfehlungen sowie des allgemeinen Aufrufs, die sozialen Kontakte zu minimieren", erklärte Oberbürgermeister Peter Kleine (parteilos) am Mittwoch.

Weil die meisten anderen Städte um Weimar herum keine Weihnachtsmärkte durchführen, sei die Gefahr zu groß, mit einer überlaufenen Weimarer Weihnacht zahlreiche neue Infektionen mit dem Coronavirus zu produzieren. Laut Kleine wurden die meisten der bisherigen Neuinfektionen von außerhalb in die Stadt getragen.

Weimarer Weihnacht
Auch die "Weimarer Weihnacht" wird wegen der Corona-Pandemie abgesagt. (Archivbild) Bildrechte: MDR/Sascha Richter

Weimar: Aufgestockter Wochenmarkt als Ausgleich

Als Ausgleich für den entfallenden Weihnachtsmarkt soll nun der Wochenmarkt um weihnachtliche Elemente ergänzt werden. Dort werde es unter anderem auch Baumstriezel, Weihnachtsdekoration, kunsthandwerkliche Artikel, Kerzen, Räucherwerk oder Schmuck zu kaufen geben. Außerdem wird die Krippenhütte mit der Heiligen Familie mit Figuren des Weimarer Holzbildhauers Christian Gramm zu sehen sein.

Weimar: Auch verkaufsoffener Sonntag betroffen

Die Weimarer Weihnacht hätte eigentlich am 1. Dezember beginnen sollen. Betroffen von der Absage ist auch der ursprünglich für den 6. Dezember geplante verkaufsoffene Sonntag. "Ich sehe das Land hier in der Pflicht, wenigstens einen einzigen verkaufsoffenen Sonntag in Thüringen einheitlich zu ermöglichen", forderte Kleine. Laut Thüringer Ladenöffnungsgesetz sind verkaufsoffene Sonntage an bestimmte Anlässe wie Volksfeste oder Weihnachtsmärkte gebunden.

Quelle: MDR THÜRINGEN/ls,dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 18. November 2020 | 16:30 Uhr

5 Kommentare

Monazit vor 2 Wochen

1. Was fällt ihnen denn ein?

2. Wenn ein Parlament ein Gesetz beschließt, dass den Bundes- und Landesregierungen die Möglichekeit einräumt in einer Pandemischen Situation (die im übrigen vom Parlament erst festgestellt werden muss), gut begründete und zeitlich Begrenzte Maßnahmen zu beschließen, dann ist das eine klare demokratische Verbesserung zur den bisherigen pauschalen Befugnissen in der alten Verordnung.
Das Parlament hat entschieden, dass die Regierungen in klar definierten Situationen klar definiert handeln darf. Das Parlament hat natürlich weiterhin die Macht, der Regierung diese Rechte jederzeit wieder zu entziehen. Niemand hat sich hier per Gesetz selbst ermächtigt.

adler123 vor 2 Wochen

...genauso ist es immer gewesen..."aus besonderem Anlass"...oder steht da was von Weihnachtsmarkt?...Bei uns gab und gibt es noch nie einen Weihnachtsmarkt. Am 3. und 4. Advent haben schon immer die Geschäfte geöffnet..seit min. 50 Jahren....naja..Advent ist ja nix...

MDR-Team vor 2 Wochen

@adler123 Wie im Artikel erwähnt, sind verkaufsoffene Sonntage an bestimmte Anlässe wie Volksfeste oder Weihnachtsmärkte gebunden. Im Thüringer Ladenöffnungsgesetz heißt es genau: "An jährlich höchstens vier Sonn- und Feiertagen dürfen Verkaufsstellen aus besonderem Anlass für die Dauer von bis zu sechs zusammenhängenden Stunden in der Zeit von 11 bis 20 Uhr geöffnet sein."

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