Bundesweiter Aktionstag Kunst in Zeiten von Corona: Thüringer Theaterleute machen auf sich aufmerksam

Künstler und Mitarbeiter der Theater in Weimar, Gera und Altenburg haben sich am Montag an einem bundesweiten Aktionstag beteiligt. Sie wollten auf die schwere Lage von Kunst und Kultur in der Corona-Pandemie hinweisen.

Künstler mehrerer Thüringer Theater haben sich am Montag unter dem Motto "Wir sind noch da" an einem bundesweiten Aktionstag beteiligt. Damit wollten sie auf die schwierige Lage von Kunst und Kultur in der Corona-Pandemie aufmerksam machen. So musizierten Künstler des Deutschen Nationaltheaters Weimar (DNT) und der Staatskapelle Weimar vor dem Schauspielhaus.

"Ich halte es für wichtig und freue mich sehr, mit unseren Ensembles ein Signal in unsere Stadt senden zu können, dass wir die schwierige Situation einschränkender Regelungen gemeinsam mit anderen tragen und dennoch alles dafür tun, sobald als möglich wieder mit Vorstellungen und Konzerten für unser Publikum da sein zu können", erklärte DNT-Generalintendant Hasko Weber.

An der Fassade des DNT in Weimar hängt ein Transparent mit der Aufschrift: Wir sind da.
Auch wenn es keine Aufführungen wegen der Corona-Pandemie gibt - hinter den Kulissen geht die Arbeit weiter. So die Botschaft der Theatermacher hier am DNT in Weimar. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann

Er verwies darauf, dass auch im verlängerten Lockdown der Betrieb hinter den Kulissen mit entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen zum Infektionsschutz weiterlaufe. So werde Probenarbeit fortgesetzt, in den Werkstätten entstünden die Ausstattungen für die nächsten Neuproduktionen, und bereits fertige Inszenierungen wie auch Konzertprogramme warteten auf ihre Aufführung.

Auch vor den Theatern in Gera und Altenburg gab es kleine künstlerische Aufführungen. Die Theater hatten im Vorfeld darauf verzichtet, diese öffentlich anzukündigen. Damit sollten größere Publikumsansammlungen vermieden werden.

Musiker spielen vor dem DNT in Weimar
Musiker gaben vor dem DNT kleine Konzerte. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann

Quelle: MDR THÜRINGEN/dr, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 30. November 2020 | 19:00 Uhr

4 Kommentare

MAENNLEiN-VON-DiESER-WELT vor 7 Wochen

...und Politikerinnen sollten also für ihre Schauspielunternehmungen
auf der „Bühne des Landtages“ dann auch nur Mindestgage erhalten ?
Sehr interessante Vorstellung !

Ich war bislang immer nur für die Einführung der Ehrenamtspauschale für
unsere Werten Politikerinnen — auf allen Ebenen ! Leider ist die Idee des Kommunismus‘ , dem das Bürgerinnengeld entspringt, nur ein weit
entfernter Traum, der sich heute noch nicht umsetzen läßt...

Welcher Arbeiter gönnt schon dem, der nicht arbeitet, gleiches Geld ?!
...oder sollte ich hier besser das Bild der Arbeiter im Weinberg und die
murrende Meute aus der Bibel bemühen ?! 😎

Lothar Thomas vor 7 Wochen

Für die Lufthansa werden Milliarden an Hilfsgeldern bereitgestellt,
Künstler sind auch Menschen, die leben wollen und Familien ernähren müssen, die brauchen auch Hilfe und nicht nur die.
In Corona-Zeiten brauchen ALLE irgendwo und irgendwie Unterstützung.

Politiker haben ausgesorgt, die können ihre Hände in den Schoß legen und sich in ihren Sesseln zurücklehnen, bei denen wird das Geld nicht knapp.

Aber der Bürger auf der Straße für den wird es eng.

Es wird höchste Zeit, Gelder nicht mehr ins Ausland zu verschenken, sondern endlich auch an die eigene Bevölkerung im Land zu denken.

Politiker sollten auch entsprechend ihrer tatsächlichen Leistungen für den Wähler entlohnt werden.

Die nächsten Wahlen sind ja auch in Sicht, dann kann der Wähler entscheiden, wer die Interessen des Volkes während der letzten Legislaturperiode wirklich vertreten hat.

Die Künstler sind auch wichtig, um nach Corona wieder Frohsinn zu verbreiten.

ALLE MENSCHEN GLEICHERMAßEN UNTERSTÜTZEN ! !

MAENNLEiN-VON-DiESER-WELT vor 7 Wochen

Vor welchem „Schauspielhaus“ — vor dem Reinhardtschen in Berlin ???

...ach so, die Weimarer Bühne war gemeint. Vorsicht ! Derzeit ist das
noch immer ein Mehrspartentheater und nicht nur eine pure Schau-
spiel-Bühne und das bleibt hoffentlich noch länger so !

Übrigens:
es ist das einzige Deutsche Nationaltheater, das auch im Namen so bezeichnet wird, obwohl das Nationaltheater aller Deutschen die Gesamtheit aller deutsch-sprachigen Bühnen mit allen ihren Ensembles darstellt !

...und was sagt die DOV und die in Weimar gegründete Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger (GDBA), der bereits seit 27. November 1882 alle Rechte einer juristischen Person verliehen worden sind, zu diesem „Strassen-Sonder-Gastspiel“ ???

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