Weimar Protest gegen Kundgebung von Rechtsextremen

In Weimar haben am Sonnabend etwa 600 Menschen gegen eine Kundgebung von Rechtsextremen protestiert. Unter dem Motto "Lass Dir die Geschichte nicht verdrehen", hatte das Bündnis "Weimar gegen Rechts" zum Protest gegen das von Neonazis auf dem Goetheplatz angemeldete "Heldengedenken" aufgerufen.

Auf einem Platz stehen Menschen mit Transparenten.
Die Kundgebung der Rechten Bildrechte: MDR/Wolfgang Hentschel

Der rechtsextreme Aufzug zählte nach Angaben der Polizei etwa 70 Teilnehmer, halb so viele, wie vom Anmelder erwartet. Anlass für die Kundgebung war ein alliierter Bombenangriff auf Weimar während des Zweiten Weltkrieges. Bei dem Angriff am 9. Februar 1945 waren mehr als 1.000 Menschen gestorben, darunter etwa 740 Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge.

Nach Angaben der Polizei vom Nachmittag verliefen die beiden Kundgebungen friedlich.

Auf einem Platz stehen Menschen mit Transparenten.
Und gegenüber die Gegendemo Bildrechte: MDR/Wolfgang Hentschel

Quelle: MDR THÜRINGEN / epd

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Fazit | 03. Februar 2018 | 18:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 03. Februar 2018, 20:20 Uhr

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22 Kommentare

05.02.2018 19:44 Krause - "lieber nackt als rechtsextremistisch!" 22

@ 18:

https://www.mdr.de/zeitreise/ns-zeit/stalingrad-kessel-schlacht-wehrmacht-rote-armee100_page-0_zc-6615e895.html

05.02.2018 19:17 Krause - "lieber nackt als rechtsextremistisch!" 21

@ 18:
Die große Masse hat sich den menschenverachtenden Befehlen nicht wiedersetzt. Gerade Stalingrad war kein Beispiel für ehrenhaften Kampf, sondern nur ein weiteres Beispiel für Menschenvernichtung - dort nicht nur an Zivilisten.

Wer das Glück hatte, in unumkämpften Gegenden 'dienen' zu müssen, hat den Krieg ohne einen Schuß beenden können. Das waren Ausnahmen.

Die anderen kamen als 'Mörder' zurück. Das haben die wenigsten verwunden.
Und auch heute haben damit einige noch Probleme.

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