Volksfest Rund 360.000 Besucher bei Zwiebelmarkt in Weimar

Mit deutlich weniger und viel kleineren Zwiebelzöpfen kamen die Heldrunger Zwiebelbauern zum 365. Zwiebelmarkt nach Weimar. Die Besucher 360.000 Besucher ließen sich die Stimmung dadurch jedoch nicht vermiesen. Das liegt etwa auf dem Niveau des Vorjahres, wie die Stadtverwaltung am Sonntag mitteilte.

Die Besucher flanierten bei schönstem Sommerwetter durch die Innenstadt, wo rund 500 Verkaufsstände seit Freitag zum Bummeln, Kaufen und Naschen lockten und sieben Bühnen Unterhaltung boten. An rund 60 Ständen verkauften Gemüsebauern aus dem nordthüringischen Heldrungen handgewickelte und mit Strohblumen geschmückte Zwiebelzöpfe, die typisch für den Markt sind. Auch wenn die Zwiebelernte in diesem Jahr etwas schlechter ausfiel als in den Vorjahren. Als Grund dafür nannte Zwiebelbauer Heiko Pfau das trockene und heiße Wetter. Dadurch sei die Ernte um 60 Prozent schlechter ausgefallen. Deshalb seien die Zwiebelzöpfe in diesem Jahr auch deutlich teurer gewesen.

Schwerer Zwischenfall am Samstagabend

Überschattet wurde das Volksfest von einem schweren Zwischenfall am Samstagabend. Nach Polizeiangaben umzingelte und bedrängte eine etwa 20-köpfige Gruppe von Irakern und Syrern eine 20-jährige Frau. Als ihr 26-jähriger Freund eingriff, wurde er aus der Gruppe heraus verprügelt und verletzt. Drei Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes, die dazwischen gingen, wurden angegriffen und ebenfalls verletzt. Laut Polizei konnten ein Iraker und drei Syrer festgehalten werden. Sie seien festgenommen worden, sind aber mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Gegen sie laufen Anzeigen wegen Landfriedensbruchs.

Mehr Strafanzeigen als im Vorjahr

Insgesamt nahm die Polizei beim Zwiebelmarkt 2018 44 Strafanzeigen auf, 16 mehr als im Jahr davor. Deutlich gestiegen seien die Drogendelikte, hier wurden zwölf Verstöße registriert. 2017 war es nur einer. Gesunken seien die Körperverletzungsdelikte. Mit fünf Anzeigen sank die Zahl im Vergleich zum Vorjahr auf ein Drittel. Die Polizei verwies außerdem zwölf Menschen des Platzes und nahm sechs mutmaßliche Straftäter zeitweise in Gewahrsam. Außerdem konnten acht Vermisstenfälle aufgeklärt werden. Acht Besucher meldeten einen Diebstahl und sieben Mal wird den Angaben zufolge wegen des Verstoßes gegen das Jugendschutzgesetz ermittelt.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dpa

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 14. Oktober 2018 | 18:00 Uhr

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66 Kommentare

16.10.2018 12:00 Hans 66

Zur Frage von 'Dorfbewohner' (15.10.2018 18:32)
Die wissen dass man sowas in Deutschland nicht macht. Bei uns in Bayern wurden beispielsweise schon 2015 die moslemischen Zuwanderer mit einer mehrsprachigen (u. a. Arabisch) Broschüre aufgeklärt, welche von den wirklich anständigen und liberalen Moslems des MFI (Münchner Forum für Islam e. V.) mit Unterstützung der Stadt München herausgegeben wurde. Die Broschüre hat den Titel "Willkommen in Deutschland" - Wegweisung für muslimische Migranten zu einem gelingenden Miteinander in Deutschland und ist als pdf im Netz zu finden.
Der 1. Satz im 1. Kapitel ist: "In Bayern wird man traditonell mit „Grüß Gott“ begrüßt." Aber das nur nebenbei.
Zum Thema Respekt gegenüber Frauen, Andersgläubigen, sexuell anders orientierten Menschen etc. sind die Regeln absolut eindeutig und unmißverständlich genannt, und das so ausführlich dass der Platz hier nicht reicht um sie wiederzugeben.

16.10.2018 09:17 winfried zu MDR -Bemerkung bei (58) 65

Der Kommentator "Menthor" erinnert sich wohl, ebenso wie ich, an den MDRexakt-Artikel vom 8.Okt.2018
>>Assad-Regime wirbt um Rückkehr von Flüchtlingen<<
In dem Artikel werden übrigens auch informative Zahlen genannt:
"In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen leben derzeit mehr als 60.000 Syrer – in ganz Deutschland sind es knapp 700.000."

MDR Thüringen:
Um den Artikel für die Mitlesenden einzuordnen: Diese von einer Beraterin Assads getätigte Aussage wird u.A. vom Auswärtigen Amt mit großer Skepsis betrachtet: "Auch das Auswärtige Amt sieht eine Rückkehr nach Syrien derzeit kritisch. Laut einem Sprecher müssten vorher bestimmte Bedingungen erfüllt sein – das seien unter anderem Rechtssicherheit für die Rückkehrer, Schutz vor Willkür, aber auch die Klärung von Fragen von Eigentumsrechten oder einer Amnestie."

Den gesamte Artikel finden Sie hier: https://www.mdr.de/investigativ/assad-regime-wirbt-um-rueckkehr-von-migranten-100.html

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