Überblick Corona-News vom 2. Juli: Sonneberg prüft Lockerung der Regeln

Nach dem Rückgang der Corona-Infektionen im Kreis Sonneberg will das Landratsamt die Schutz-Regeln lockern. So wird geprüft, die erweiterte Masken-Pflicht für den Kreis aufzuheben. Alle Corona-News im Überblick.

Rückkehrer Hotline | Mitarbeiter des Coronavirus-Krisenstabes im Landratsamt Sonneberg
Mitarbeiter des Coronavirus-Krisenstabes im Landratsamt Sonneberg Bildrechte: MDR/Bettina Ehrlich

Thüringen | Zahl der aktiven Corona-Infektionen sinkt weiter

In Thüringen sind jetzt noch 130 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Das sind sechs weniger als am Mittwoch und 117 weniger als vor zwei Wochen. Am Donnerstag meldeten die Gesundheitsämter der Stadt Suhl und der Kreise Sonneberg, Eichsfeld und Unstrut-Hainich insgesamt vier neue Infektionen.

Damit haben sich bisher 3.268 Thüringer mit dem Virus angesteckt. In sieben Landkreisen gibt es keine aktuellen Infektionen mehr, in acht Landkreisen jeweils nur noch eine. Der Sieben-Tage-Wert für Neuinfektionen liegt überall unter zehn pro 100.000 Einwohner.

Sonneberg | Landratsamt prüft Lockerung der Corona-Regeln

Nach dem Rückgang der Corona-Infektionen im Kreis Sonneberg will das Landratsamt die Schutz-Regeln lockern. So werde geprüft, die erweiterte Masken-Pflicht für den Kreis aufzuheben, teilte ein Sprecher mit. Außerdem treffe sich der Krisenstab jetzt nicht mehr täglich, sondern nur noch alle zwei Tage. Er bleibe aber in Alarmbereitschaft.

Da auch am Bürgertelefon für Corona-Informationen deutlich weniger Anrufe eingingen, werde es ab kommenden Montag nur noch vormittags persönlich besetzt. Stabsleiter und Vize-Landrat Jürgen Köpper sagte wörtlich, "wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben". Der Kreis Sonneberg galt in Thüringen als Corona-Hotspot. Inzwischen liegt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb einer Woche bei unter zehn pro 100.000 Einwohner.

Thüringen | Land prüft Corona-Lockerungen bei sexuellen Dienstleistungen

Die Thüringer Landesregierung denkt über Lockerungen von Corona-Einschränkungen im Bereich Prostitution und sexuelle Dienstleistungen nach. Man stehe in Kontakt mit zwei Branchenverbänden, um Möglichkeiten für Lockerungen zu prüfen, sagte ein Sprecher des Thüringer Gesundheitsministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Die aktuelle Thüringer Grundverordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie läuft am 15. Juli aus und muss verlängert oder angepasst werden.

Lockerungen im Bereich sexueller Dienstleistungen oder der Prostitution sehen die aktuellen Pläne zur Verlängerung der Verordnung nach dpa-Informationen bisher nicht vor. Als Perspektive für Lockerungen in diesem Bereich gilt bislang Ende August/Anfang September. Nach der aktuell geltenden Grundverordnung müssen Bordelle geschlossen bleiben.

Thüringen | Wirtschaftsverbände fordern verlässliche Corona-Krisenpolitik

Die Thüringer Wirtschaftsverbände fordern vom Land eine verlässliche Corona-Krisenpolitik. Cornelia Haase-Lerch von der IHK Erfurt sagte nach einem Treffen in der Staatskanzlei, wichtig sei, dass das Land seine Förderinstrumente mit dem Hilfsprogramm des Bundes abstimme. Unter anderem gehe es hier um die Hilfen für Existenzgründer. Laut Haase-Lerch hat in den vergangenen Krisen-Monaten die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Verwaltung gut funktioniert.

Ähnlich äußerte sich Ute Zacharias vom Verband der Wirtschaft. Die Förderanträge der Unternehmen seien in der Vergangenheit schnell bearbeitet worden. Das müsse in den nächsten Monaten so beibehalten werden. Sowohl IHK als auch Verband der Wirtschaft forderten das Land zudem auf, die Schulen und die Verwaltung schneller zu digitalisieren.

Erfurt | Thüringer Schausteller protestieren in Berlin

250 Schausteller aus Thüringen protestieren diesen Donnerstag in Berlin gegen die Corona-Vorschriften. Wie der Thüringer Schaustellerverband mitteilte, wollen sie vor dem Brandenburger Tor auf ihre präkere Situation aufgrund der fehlenden Einnahmen aufmerksam machen.

Das Verbot von Großveranstaltungen bis mindestens Ende Oktober komme faktisch einem Berufsausübungsverbot gleich, argumentieren die Schausteller. Wenn etwa Cafés, Biergärten und Restaurants wieder öffnen dürften, sollte auch das Kirmesgeschäft unter freiem Himmel und an frischer Luft wieder erlaubt sein. Ihre letzten Einnahmen hätten sie auf den Herbstkirmessen oder Weihnachtsmärkten im Jahr 2019 erzielt. Deutschlandweit seien mehr als 5.000 Familienunternehmen in ihrer Existenz bedroht, erklärte der Verband.

Kyffhäuser | Bauernmarkt in Bad Frankenhausen abgesagt

Der Bauernmarkt in Bad Frankenhausen im Kyffhäuserkreis ist in diesem Jahr abgesagt. Darauf hätten sich Vertreter der Stadt, des Landkreises, des Gewerbevereins sowie Schausteller und Zeltbetreiber verständigt, teilte die Stadt mit.

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage der Schausteller und Gewerbetreibenden sei man sich einig gewesen, dass die Stadt nicht zu einem Corona-Hotspot werden dürfe. Das oberste Gebot der Kontaktnachverfolgung könne bei dem Bauernmarkt nicht gewährleistet werden. Als Ersatz soll an einem anderen Wochenende ein kleineres Marktfest mit "ausschließlich lokalem Charakter" gefeiert werden.

Thüringen | Feilen an der Corona-Verordnung

In einigen Thüringer Kommunen sind die Wartezimmer bei Kinderärzten überfüllt. Der Grund: die aktuelle Corona-Verordnung. Die Landesregierung will sie den aktuellen Entwicklungen entsprechend anpassen. Mehr dazu lesen Sie hier:

Erfurt | Wieder Passagierflüge vom Flughafen Erfurt-Weimar

Vom Flughafen Erfurt-Weimar ist am Donnerstag der erste Passagierflug nach dem Corona-Lockdown gestartet. Als erstes Ziel wurde Rhodos angeflogen. Nach Angaben des Flughafen-Geschäftsführers Uwe Kotzan werden in den nächsten Tagen weitere Verbindungen wieder aufgenommen, etwa Kreta und Mallorca. Zum Infektionsschutz gelten im Flugverkehr zusätzliche Regeln. Das Bordgepäck etwa wurde reduziert, außerdem gelten Abstandregeln und Passagiere müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Thüringen | Kritik an Hygiene-Ausstattung an Schulen

Knapp drei Viertel der Thüringer sind laut einer Umfrage unzufrieden mit der hygienischen Ausstattung von Schulen. Das hat eine von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft beauftragte Umfrage ergeben. Dabei bezieht sich die Kritik vorrangig auf die Zeit vor der Corona-Pandemie.

Mehr als 70 Prozent der Befragten gaben an, dass die hygienischen Standards in dieser Zeit von der Politik vernachlässigt worden seien. Auch über die Pandemie hinaus wünschen sich knapp 80 Prozent der befragten Thüringer bessere hygienische Voraussetzungen an Schulen. Für die repräsentative Umfrage wurden Mitte Juni deutschlandweit rund 5.000 Personen befragt.

Thüringen | Corona-Überblick am Donnerstag

Alle bisherigen Artikel, wichtige Hotlines und weitere Informationen finden Sie auch auf unser Übersichtsseite und in unserem Corona-Ratgeber.

Hier können Sie nachlesen, was am Mittwoch passiert ist:

Weitere Informationen zum Coronavirus

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 02. Juli 2020 | 19:00 Uhr

1 Kommentar

Rotti vor 5 Wochen

@Prostitution
Rotrotgrün unter Druck, frage ich mich?

Mehr aus Thüringen