Verfahren gegen Firmenchef Geldauflage nach tödlichem Arbeitsunfall bei Heiligenstadt

Ein Firmenchef aus Heiligenstadt muss eine Geldauflage von 7.000 Euro zahlen. Einer seiner Mitarbeiter war vor zwei Jahren mit einem Güllelaster tödlich verunglückt.

Feuerwehrleute neben zertrümmertem Lastwagen in einer Schlucht
Vor zwei Jahren verunglückte das Fahrzeug eines Landwirtschaftsbetriebes zwischen Günterode und Glasehausen, der Fahrer starb dabei.   Bildrechte: MDR/Gregor Mühlhaus

Nach einem tödlichen Arbeitsunfall muss ein Firmenchef aus Heiligenstadt 7.000 Euro zahlen. Das Verfahren wegen fahrlässiger Tötung wurde damit ohne Prozess eingestellt. Das Geld geht zur Hälfte an die Familie des getöteten Mitarbeiters und an zwei gemeinnützige Vereine.

Dem Geschäftsführer des Landwirtschaftsbetriebes war zu Last gelegt worden, für den Tod seines langjährigen Mitarbeiters verantwortlich zu sein. Dieser war vor zwei Jahren mit einem Gülle-Laster verunglückt.

Fahrzeug stürzte Abhang hinab

Das Fahrzeug war überladen, als es zwischen Günterode und Glasehausen außer Kontrolle geriet und einen Abhang hinabstürzte. Dabei wurde der Fahrer unter dem Wrack eingeklemmt und tödlich verletzt.

Ein Gutachter stellte außerdem fest, dass Zugmaschine und Anhänger nicht zusammenpassten. Das Verfahren wurde nach Gerichtsangaben eingestellt, weil der Angeklagte bisher unbescholten ist und es zwischen Angeklagtem und Opfer eine besondere Beziehung gab. Beide sollen bereits 16 Jahre zusammengearbeitet haben.

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Quelle: MDR THÜRINGEN/jn

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 13. Juli 2020 | 15:30 Uhr

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