Hitze und Trockenheit Mehrere Brände in Thüringen - höchste Waldbrandstufe

Die Feuerwehren in Thüringen mussten am Wochenende zu mehreren Einsätzen ausrücken. Bei Hitze und Trockenheit gerieten vereinzelt Waldstücke und Wiesen in Brand. In Südthüringen herrscht die höchste Waldbrandstufe.

In der Nacht zum Sonntag hat auf einer Wiese zwischen Rengelrode und Heiligenstadt ein größerer Grashaufen gebrannt. Die Feuerwehren konnten ein Übergreifen des Feuers auf ein benachbartes Getreidefeld verhindern.

Unterstützung leistete eine Gartenbaufirma aus Rengelrode, die den zehn mal zehn Meter großen Haufen mit zwei Radladern auseinanderzog. Nach drei Stunden war das Feuer gelöscht. Ob sich das Gras aufgrund der hohen Temperaturen am Samstag selbst entzündet hatte, ist noch offen. 28 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Feuerwehrleute löschen in Rengelrode einen Brand.
Ein schweißtreibender Einsatz bei den tropischen Temperaturen in der Nacht. Bildrechte: Feuerwehr Heilbad Heiligenstadt

Mähdrescher in Flammen

Einen weiteren Brand im Kreis Eichsfeld gab es in Wehnde. Auf einem Feld war ein Mähdrescher in Flammen aufgegangen und dabei komplett zerstört worden. Bei dem Brand am Samstag ist ein Schaden von rund 526.000 Euro entstanden, teilte die Polizei am Sonntag mit. Die Maschine sei gerade für Erntearbeiten eingesetzt worden, als sie in Brand geriet. Das Feuer griff auch auf das Feld über. Die Feuerwehr verhinderte, dass sich der Brand auf benachbarte Felder oder ein Waldstück ausbreitete. Als Ursache wird ein technischer Defekt angenommen.

Waldstück brennt bei Weida

Im ostthüringischen Weida (Landkreis Greiz) geriet am Sonntag ein etwa 150 Quadratmeter großes Waldstück in Brand. Das Feuer konnte von der Feuerwehr schnell gelöscht werden, wie die Polizei mitteilte. Größerer Schaden sei nicht entstanden, hieß es. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler hatten sich Gartenabfälle und Reisig selbst entzündet. Als Grund dafür nannte die Polizei die "extremen Witterungsbedingungen".

Höchste Waldbrandstufe in Thüringen

Wegen der Trockenheit nahm auch die Waldbrandgefahr in Teilen Thüringens weiter zu. Im äußersten Süden des Freistaates, im Bereich des Forstamtes Heldburg (Landkreis Hildburghausen), galt am Samstag und Sonntag die höchste Gefahrenstufe fünf, wie aus einer Übersicht der Landesforstanstalt Thüringenforst hervorgeht. Auch für größere Teile Mittel-, West- und Ostthüringens galt am Samstag die Waldbrandgefahrenstufe vier. Keine einzige Region wies am Sonntag in der Übersicht weniger als die Gefahrenstufe drei auf.

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Stand: 9. August 2020 Quelle: MDR/ThüringenForst

Waldbrandgefahrenstufen

Stufe 1 sehr geringe Waldbrandgefahr Stufe 2 geringe Waldbrandgefahr Stufe 3 mittlere Waldbrandgefahr Stufe 4 hohe Waldbrandgefahr Stufe 5 sehr hohe Waldbrandgefahr

Quelle: MDR THÜRINGEN/sar, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 09. August 2020 | 16:00 Uhr

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