Autobahn A38 Landräte fordern: A38-Heidkopftunnel nicht komplett sperren

Der Eichsfeldkreis und seine Nachbarkreise in Hessen und Niedersachsen fordern einen Verzicht auf eine monatelange Vollsperrung des Heidkopftunnels der A38 für Bauarbeiten. Der Eichsfelder Landrat Werner Henning (CDU) hat sich deswegen mit seinen Kollegen aus dem Werra-Meißner-Kreis in Hessen und dem Kreis Göttingen in Niedersachsen in einem offenen Brief an die Niedersächsische Straßenbaubehörde gewandt. Die Kommunalpolitiker dringen darauf, für die geplanten Fahrbahnarbeiten nur jeweils eine Tunnelröhre zu sperren und den Verkehr durch die andere Röhre zu leiten. Dadurch könnte eine Umleitung des Verkehrs über Bundes- und Landstraßen vermieden werden.

Stichwort: Heidkopftunnel Der rund 1.700 Meter lange Heidkopftunnel der Autobahn A38 verläuft zwischen Niedersachsen und Thüringen und wurde Ende 2006 für den Verkehr freigegeben. Die beiden Röhren verfügen über jeweils zwei Fahrspuren.

Die Fahrbahnarbeiten im Heidkopftunnel sind nach Darstellung der niedersächsischen Straßenbaubehörde unausweichlich. In dem Tunnel löse sich eine Tragschicht unter den Betonplatten auf, auf denen der Verkehr rollt. Dadurch gerieten die Betonplatten in Bewegung. Die Platten müssten aufgenommen und die Tragschicht erneuert werden. Pro Röhre würden die Arbeiten rund zwei Monate dauern. Nach Darstellung der Landräte strebt die Straßenbaubehörde an, mit den Arbeiten im Juli zu beginnen.

Ob eine Sperrung von jeweils nur einer Tunnelröhre möglich ist, ist offen. Die Straßenbaubehörde hatte dazu erklärt, Verkehrsführung, Signalanlagen und die Belüftung seien bislang lediglich für einen Verkehr in jeweils eine Richtung ausgelegt. Es müsste geprüft werden, ob eine technische Aurüstung möglich ist.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 15. März 2019 | 11:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. März 2019, 11:18 Uhr

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3 Kommentare

15.03.2019 15:52 Paul 3

Ja, 2@, wir stimmen überein.
Eine der Hauptursachen für dieser Dilemma sind u. a. die Politiker und wie gesagt die "Volljuristen".
Ich arbeitete viele Jahre mit der Fa. S zusammen. Ein perfekter Betrieb mit einem exilent ausgestattetem Prüflabor und super Fachkräften. Diese wurden platt gemacht, weil der öffentliche Auftraggeber auf "billig" plädierte. Daran sind auch die Vertreter des "Stillzimmers" nicht ganz schuldlos.
Hier mangelte es auch wieder an Fachkompetenz.
Auch die "Länderkasperei" trägt zu diesem Dilemma bei!!

15.03.2019 14:39 Atzefeuerwehr 2

@paul
Sie sprechen mir aus der Seele!!!
Auch auf dieser Ebene schafft sich Deutschland ab! Hauptsache billig! Tolle Sache mit diesen Ausschreibungen. Diese Firmen, die diesen Pfusch anrichten, duerften nie wieder einen Fuss auf den Boden bekommen. Einfach mal auf Qualität setzen, das wuerde sogar der Wähler/Steuerzahler verstehen. Leider sind es vermutlich die gleichen Schlauen wieder, die jetzt die Tunnel gleichzeitig sperren wollen und die gleichen oder ähnliche Firmen, die sanieren. Selbst aus Fehlern lernt hier keiner.

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