Vier Jahre nach Unwetterkatastrophe Hochwasserschutzkonzept für Rustenfelde noch nicht umgesetzt

Vier Jahre nach der verheerenden Unwetterkatastrophe in Rustenfelde im Eichsfeld kann das geplante Hochwasserschutzkonzept immer noch nicht umgesetzt werden. Wie Falco Degenhardt von der Verwaltungsgemeinschaft Hanstein-Rusteberg MDR THÜRINGEN sagte, gebe es noch Probleme mit dem Eigenanteil der Gemeinde für das rund zehn Millionen Euro teure Projekt. Geplant ist vor allem, den Bachlauf oberhalb des Dorfes so zu verändern, dass er bei Unwettern nicht mehr zu einem reißenden Fluss wird wie 2015.

Nachbargemeinden bereits einen Schritt weiter

In der Nacht vom 16. auf den 17. August 2015 war bei einem Unwetter im Dorf ein 29-jähriger Feuerwehrmann ums Leben gekommen und ein Millionenschaden entstanden. In den benachbarten Ortslagen Burgwalde und Schönau in der Verwaltungsgemeinschaft Uder liegt ein Hochwasserschutzkonzept bereits vor und soll nun umgesetzt werden. Dabei müssen vor allem Überflutungsflächen für den Schwobach geschaffen werden, der in den Ortschaften im August 2015 ebenfalls große Schäden angerichtet hatte.

Der Rustebach hat in Rustenfelde ein Chaos hinterlassen
Rückblick ins Jahr 2015: Der Rustebach hatte in Rustenfelde ein Chaos hinterlassen. (Archivfoto) Bildrechte: MDR/Gregor Mühlhaus

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 17. August 2019 | 11:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. August 2019, 11:41 Uhr

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3 Kommentare

18.08.2019 15:03 W. Merseburger 3

@2, Martin,
sie haben mit ihrem Kommentar vollkommen recht. Ich bin ja sehr erstaunt, dass der MDR meinen "hinterhältigen" Beitrag problemlos veröffentlicht hat. Die Medien beschreiben doch zur Zeit sehr intensiv die Klimahysterie und berufen sich dabei immer auf ungenannte, aber unfehlbare, Wissenschaftler. Wenn sie mein erstes Wort Wissenschaftler und mein letztes Wort Volksverdummung in den richtigen Kontext bringen, dann verstehen sie vielleicht, was ich meine. Ein Investor auf Rügen hat mir hintersinnig lächelnd erklärt, dass er bereits für das Jahr 2025 in Ägypten für 10 000€ Palmen bestellt hat, um sie auf dieser Insel zu pflanzen, weil die Erwärmung ja das problemlos zulassen wird.

18.08.2019 12:04 martin 2

@1 merseburger: Wenn Sie dort wohnen würden, wo bei Starkregen die Bäche durch die Orte fließen, würden Sie einen solchen Kommentar vermutlich als "ausgemachten Blödsinn" und Frechheit empfinden.

Sie übersehen bei Ihrer Einschätzung, dass aus den Verschiebungen der Niederschlagsgebiete zwar in der Summe für weitere Teile unseres Landes vermutlich eine deutliche Minderung der Gesamtniederschlagsmenge herauskommt - aber das ist keine Aussage über extreme Wetterereignisse. Diese werden statistisch zunehmen. Und damit auch Starkregen-Ereignisse.

Hochwasserschutz ist somit alles andere als "Volksverdummung".

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