Festnahmen in Göttingen: Mehrere Polizisten stehen um einen weißen PKW herum. Zwei Personen tragen Handschellen. Ein Polizist hält seine Waffe in den Händen. Im Hintergrund sind zwei Polizei-Autos zu sehen
Festnahmen in Göttingen nach der Auseinandersetzung. Bildrechte: MDR/Stefan Rampfel

Neue Details zur Razzia Polizei suchte in Worbis Waffen

Nach einem blutigen Streit in Göttingen durchsuchten Ermittler am Freitag mehrere Objekte im Kreis Eichsfeld. Nun wurden weitere Details bekannt.

Festnahmen in Göttingen: Mehrere Polizisten stehen um einen weißen PKW herum. Zwei Personen tragen Handschellen. Ein Polizist hält seine Waffe in den Händen. Im Hintergrund sind zwei Polizei-Autos zu sehen
Festnahmen in Göttingen nach der Auseinandersetzung. Bildrechte: MDR/Stefan Rampfel

Nach der Razzia im Eichsfeldkreis am vergangenen Freitag sind neue Details bekannt. Wie ein Ermittler der Staatsanwaltschaft Göttingen am Montag mitteilte, waren die Ermittler auf der Suche nach Waffen. Dazu seien fünf Objekte in Worbis und Leinefelde durchsucht worden. Bei der Aktion seien allerdings nur 250 Gramm Marihuana und ein Flak-Kanonenrohr sichergestellt worden.

Blutige Auseinandersetzung in Göttingen

Hintergrund der Razzia war ein Streit in Göttingen, bei dem sich eine nicht genau bekannte Anzahl von Männern verschiedener Nationalitäten eine blutige Auseinandersetzung lieferte. Dabei wurden mehrere Männer verletzt. Nach MDR THÜRINGEN-Informationen handelte es sich um eine Fehde zwischen Clans aus Niedersachsen und Thüringen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte die Polizei bei einem der Beteiligten, die nahezu alle im Kreis Eichsfeld wohnen, eine scharfe Schusswaffe sichergestellt. Wie ein Sprecher sagte, stammte die Waffe aus einem Einbruch in Niedersachsen, bei dem weitere Waffen entwendet wurden. Das Gericht habe daraufhin eine Durchsuchung angeordnet.

Bisher keine Aussage

Warum sich die Männer in Göttingen eine blutige Fehde lieferten, ist weiterhin unklar. Die Polizei hatte acht Beteiligte im Alter zwischen 21 und 50 festgenommen. Bei ihnen wurden auch Messer, ein Schlagstock, Pfefferspray und eine Gaspistole gefunden. Die Festgenommenen befinden sich wieder auf freiem Fuß. Eine Aussage machten sie bisher nicht.

Quelle: dpa / MDR THÜRINGEN

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Fazit | 04. Mai 2018 | 18:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. Mai 2018, 18:39 Uhr

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4 Kommentare

08.05.2018 08:13 Peter 4

Ein Flak-Kanonenrohr klingt jetzt erst mal nicht bedrohlich aber das ist wohl ein Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz und damit eigentlich schon ein ziemlicher Hammer. Wenn die dann wirklich wieder frei sind, dann kann ich das nicht nachvollziehen. Die sollten dann wegen Verdunklungsgefahr weiter in Untersuchungshaft sitzen. Wo ist der Rest der Flak? Wenn die an Kriegswaffen ran kommen, welche haben die dann noch versteckt?

07.05.2018 20:31 Agnostiker 3

"Sie können sich gerne sachlich zum Inhalt des Artikels äußern." (mdr)

Das darf ich offensichtlich nicht mehr, oder verstoesst der Hinweis auf die "kulturellen Besonderheiten" der an der "Fehde beteiligten Clans" mittlerweile gegen Ihre "Nettiquette", oder sogar das "Strafgesetz"?

[Anm.d.Red.]: Nein. Aber das meiste um diese zwei Worte herum.

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