Leinefelde Nach Urteil: Verteidiger im "Wodka-Prozess" legen Revision ein

Der sogenannte Wodka-Prozess vor dem Mühlhäuser Landgericht wird voraussichtlich ein Fall für den Bundesgerichtshof (BGH). Wie die Vorsitzende Richterin Barbara Burkert MDR THÜRINGEN am Montag sagte, haben die Verteidiger der verurteilten Männer Revision eingelegt.

Wodka wird in ein Glas gegossen.
Mit unversteuertem Alkohol sollen die Angeklagten den Staat geschädigt haben. (Symbolbild) Bildrechte: colourbox.com

Die Männer im Alter von 33 und 45 Jahren waren vor zehn Tagen wegen Steuerbetruges zu Haft- und Bewährungsstrafen verurteilt worden. Angeklagt waren sie wegen millionenschweren Betrügereien mit unversteuertem Schnaps. Laut Urteil hatte der 33-Jährige vor zehn Jahren mit gefälschten Lieferscheinen 1,2 Millionen Euro Alkoholsteuern hinterzogen. Nach Überzeugung des Mühlhäuser Landgerichts liefen die Geschäfte der Leinefelder "Bärenkrone" im Jahr 2010 so schlecht, dass sich die beiden angeklagten Gesellschafter zu den Steuerhinterziehungen entschlossen.

Sie verschleierten die Lieferwege in Europa und lagerten außerdem in Leinefelde große Mengen britischen Rohalkohols, ohne diesen zu versteuern. Laut Frachtpapieren war ein Teil des Wodkas aber meist nach Berlin und Brandenburg gebracht worden und dort in den Handel gekommen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/ls

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten regional | 24. Februar 2020 | 15:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 24. Februar 2020, 17:41 Uhr

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